Zum Leben dazu (#324)

Novemberthema

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Vorweg: Heute muß ich über Dinge schreiben, die zur Kirche, zum Christentum, zum Evangelischen Glauben gehören, und über den Tod.

 

Es ist November. Und der nächste Sonntag ist der Totensonntag, der Ewigkeitssonntag, der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Und gerade gestern hatte ich ein so ungutes sonderbares Gefühl, daß er seine Schatten vorauswarf. Gestern ging es in den evangelischen Kirchen um das «Jüngste Gericht», in der Woche davor um den Tod, und am Totensonntag wird es um «Das ewige Leben» gehen in den Predigten und den verlesenen Texten.

Gestern fand ich im WordPress-Reader, in der Liste mit den Beiträgen der von mir abonnierten Blogs mehrere Artikel, die mich verstummen ließen. Da waren paßwortgeschützte dabei, zu denen ich mich fast nicht traute das Paßwort anzufordern. Da waren Bilder, einfach nur Bilder, ohne die Möglichkeit zu kommentieren. Es gab Artikel, die mit ihrem einzigen Satz in seiner wirklichen Kürze nur einen Schluß zuließen.

Gestern, am vorletzten Sonntag des evangelischen Kirchenjahres, hatte auch ich selbst wieder mit dem Thema Tod zu tun. Am 18. November nämlich starb anno Tobak, als ich noch Kind war, also 1972 mein Großvater mütterlicherseits – jedenfalls hat sich mir dieser 18. November als dieses Datum eingeprägt (wie zuverlässig unzuverlässig mein Gedächtnis mit Datümsen umgeht, weiß ich mittlerweile). Meine erste bewußte Konfrontation mit dem (Thema) Tod.

Und das von mir gerade gelesene Buch – gut, es ist eines von vier gleichzeitig gelesenen – beschäftigt sich auch mit dem Tod oder mit der Überwindung der Angst vor dem Tod: Irvin D. Yaloms «In die Sonne schauen» trägt den Untertitel «Wie man die Angst vor dem Tod überwindet». Aber ich habe garkeine Angst vor dem Tod, nein. Da, wo ich bin, ist nicht der Tod – und da, wo der Tod ist, bin ich nicht (mehr). Wovor soll ich also Angst haben: Vor etwas, das ich nicht erlebe? Angst habe ich nur vor dem Sterben, weil ich nicht weiß, wie das ablaufen wird. Nein, nichteinmal vor dem Sterben, sondern vor den Schmerzen, dem Erstickungsgefühl …

Ach so, als christlich geprägter Mensch, als Evangelischer muß ich doch an das Leben nach dem Tod glauben? Muß ich? Nein, ich muß nicht, aber ich darf darauf hoffen. Ich darf. Doch ich tu es nicht. Ich glaube nicht an ein Leben nach den Tod. Und ich weiß nicht, ob ich an Wiedergeburt glauben kann. Ob es die gibt, werde ich nie mit letzter Sicherheit wissen können, nichteinmal nach meinem Ableben.

Und bis dahin lebe ich einfach. Und bin doch in dieser Woche, seit vorgestern schon, mehr mit dem Leben beschäftigt als sonst: es gibt da ja die ARD-Themenwoche “Tod”. Sein Ende gehört für mich zu meinem Leben dazu.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 18. November 2012 waren das Frühstück und die Heimfahrt.

© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Zum Leben dazu (#324)

  1. Ruthie sagt:

    Da schreibst du sehr viel Wahres, Emil. Bei mir war der erste Tote auch der Großvater, 1969. Ich weiß noch, wie schrecklich ich es fand! Mein lieber „Großvodder“ lag aufgebahrt in der Wohnküche der Großeltern und ich sollte „Abschied“ nehmen – ich kann es heute noch fühlen…
    Inzwischen sind einige liebe Menschen dazugekommen. Man könnte meinen, man entwickelt „Routine“ auf dem Gebiet, aber das ist nicht so. Jeder „Fall“ erinnert uns wieder an die Endlichkeit des Lebens und schockt uns zeitweilig. Ich habe auch Angst vor dem Sterben an sich – wie auch immer es ablaufen mag. Danach muss es uns nicht mehr interessieren. Wenn es ein Leben nach dem Tod gäbe – das wäre schon was. Aber ich entwickle da auch immer mehr Zweifel dran, je älter ich werde.
    Eine gute Nacht wünsche ich Dir!

  2. Frau Momo sagt:

    Der Schluß ist richtig. Der Mann einer lieben Bloggerfreundin ist völlig unerwartet gestorben. Das nur zum Verständnis für die vielen Lichter gestern, auch bei uns.
    Der Tod gehört zum Leben….. aber er wird eben doch tabuisiert. Ich selber habe keine Angst vor dem Tod, aber vor dem Sterben, vor langen schweren Krankheiten.
    Und wenn es jemanden so unerwartet und viel zu früh aus dem Leben reißt, dann macht mich das nachdenklich, auch was das eigene Leben angeht.

    • Der Emil sagt:

      Bleibt die Frage, wann, wie und warum es zu dieser Tabuisierung kam …

      • Frau Momo sagt:

        Vielleicht schlicht auch aus Angst…. Weil es letztlich jeden betrifft.

      • Frau Momo sagt:

        Vielleicht aus Angst. Es betrifft ja letztlich jeden von uns und nicht jeder mag sich damit auseinandersetzen.

        • M. sagt:

          Ich habe sehr große Angst vor einem leidvollem Sterben, denn das sehe ich fast jeden Tag auf Arbeit. An ein Leben nach dem Tod glaube ich nicht, genauso wenig wie ich an Gott glaube. Aber sicher hilft der Glaube an Gott auch vielen Menschen über Schlimmes hinweg und in diesem Fall hoffe ich, dass es unsere liebe Bloggerfreundin kann – im Gebet und Glauben Kraft finden.

  3. sweetkoffie sagt:

    Guten Morgen Emil, derzeit habe auch ich dieses Thema im Kopf.
    Der Tod gehört zum Leben, das haben wir irgendwie vergessen. Auch das Sterben ist ein unausweichlicher Bestandteil unseres Seins.
    Seit Jahren/ Jahrzehnten sind Geburt und Tod aus den Familien „verbannt“. Wir sind es nicht gewohnt damit umzugehen. 3 meiner 4 Kinder habe ich daheim geboren und ich wünsche mir so sehr, dass ich daheim sterben darf, dass sie mich, wenn der Tod bei mir anklopft, nicht in eine Klinik wegsortieren, in dem Glauben, dort würde alles für mich getan.

    Jetzt, wo die „Einschläge“ immer dichter kommen, wird mir jeden Tag meine Endlichkeit bewußt. Ich erkenne, dass wir nicht alle 100 Jahre alt werden.

    Was mir Angst macht, das ist nicht der Tod an sich, sondern ein Siechtum, welches mich und die Meinen hilflos macht.

    Aber heute, jetzt lebe ich und diesen Tag, der womöglich mein letzter sein könnte, den werde ich mit allen Sinnen genießen.

    Schönen, lebendigen Montag
    SK

  4. Ich finde diese Themenwoche ist endlich mal eine gute Sache. Wir motzen ja sonst oft zurecht über unsere TV- und Radioanstalten – aber da sist eine gute Aktion. Wobei natürlich zu befürchten ist, dass es sich so verhält wie mit allen „Aktionen“: Eine Woche ist nun Dampf in der Diskussion, danach kommt wieder der Mantel des Schweigens. Den Yalom lese ich im Übrigen auch enorm gerne.
    Und Angst vor dem Tod? Habe ich nie gehabt. Ich glaube auch an nichts danach. Seltsam finde ich allenfalls, dass ich hin und wieder gerne wie jemand dargestellt werde, um den man sich Sorgen machen muss deswegen. Oder andersherum gesagt: Menschen, die vollkommen panisch reagieren angesichts des Todes, die nicht einmal abstrakt drüber sprechen können ohne das Gesicht schmerzverzerrt zu verziehen und die unfassbar viel Phanatasie in Überlegungen legen, was denn bitteschön alles „danach“ kommen könnte – um die macht sich keiner Sorgen. Bei denen ist alles „supi“.
    Es bleibt eine seltsame Welt.

    • Der Emil sagt:

      Doch, diese Themenwoche finde ich auch gut und wichtig. Nur: Die Woche reicht nicht …

      Und den Rest vom Yalom muß ich mir nach und nach erlesen.

  5. Susanna D. sagt:

    „Da, wo ich bin, ist nicht der Tod – und da, wo der Tod ist, bin ich nicht (mehr).“
    Den Tod trägt jeder in sich. Garant für das Leben, ist das sterben. Trotzdem wollen wir, will ich, es ganz genauso sehen wie Du. Selbst wenn es eine Lüge ist?

    • Der Emil sagt:

      Vielleicht trage ich den Tod in mir. Aber wenn er zum Vorschein kommt in seiner ganzen Herrlichkeit, dann bin ich nichtmehr.

      Eine Lüge? Und wenn schon. Manche Lügen sind solche, die das Leben ertäglich(er) machen. Andere sind einfach nur Frechheiten.

  6. Elvira sagt:

    Der Tod gehört zum Leben, wie wahr. Zyniker sagen, das Sterben beginnt mit der Geburt. Für mich hat diese Woche keine Bedetung, da das Thema Tod für mich ein 365-Tage-Thema ist. Wie fast alle Menschen fürchte auch ich nicht den Tod, sondern das Siechtum, dieses innere Sterben, bevor die Hülle sich endlich auflöst. Körperliche Schmerzen müssen wir nicht unbedingt erleiden. Es sei denn, wenn wir so weit sind, gehören schmerzstillende Medikamente zum Einsparpotenzial. Oder wir bekommen sie nicht, weil wir nicht rechtzeitig dafür gespart haben. Du siehst, lieber Emil, dieses System, das sich Gesundheitssystem nennt, macht mich mit seiner menschen- und somit lebensverachtenden Art und Weise auch langsam zur Zynikerin.
    Manchmal denke ich, dass meine größte Angst, die vor Alzheimer-Demenz, vielleicht völlig unbegründet ist. Vielleicht ist nur in diesem Zustand – ich las letztens die Vermutung, dass das vielleicht der einzige Zustand ist, in dem wir wirklich ganz bei uns sind -, das ganze Ausmaß des Sterbens in einer Einrichtung ertragbar.
    Kennst Du „Die rote Couch“ von Yalom?
    Ich grüße Dich ganz herzlich!
    Elvira

    • Der Emil sagt:

      (Nein, die rote couch kenn ich noch nicht.)

      Wenn das Leben „unser Thema“ wäre, dann würden auch sein Anfang und sein Ende unser Thema sein. Nur das wenige dazwischen zu betrachten, vielleicht sogar nur das kurze Stück „bewußtes Leben“: Das klammerte doch auch die Schlafenszeiten aus?

      Und dement möchte ich auch nicht werden, nein, nicht so, daß ich genaus das erkennen kann und muß. Nicht mit diesem Gesundheitssystem (für die Konten und Boni der Kassenvorstände, der Pharmahersteller usw. usf. ist es vielleicht eines – nicht aber für Patienten).

      • Elvira sagt:

        Ich stelle mir den Moment bitter vor, an dem uns gesagt wird, das wir dement werden oder sogar Alzheimer haben. Mit klarem Verstand akzeptieren zu müssen, dass eben genau dieser Verstand sich auflöst in, ja, in was? Bitter empfinde ich es auch, wie alte Menschen generell behandelt werden. Als ob sie losgelöst wären von einer Biographie, die ein auch junges Leben umfasst.
        Was den Schlaf betrifft: Ich lege mich jeden Abend ins Bett mit dem Bewusstsein, dass gleich aufregende Dinge geschehen werden. Denn meine Träume reichen für mehrere Leben 😉

  7. Anna-Lena sagt:

    Der November ist nun mal der Monat, der uns die eigene Vergänglichkeit sehr bewusst macht. Wenn draußen nur noch Nebel vor uns hinwabert, drückt mir das schon aufs Gemüt.
    Mir geht es wie allen, Angst habe ich vor Siechtum, vor dem Tod eigentlich nicht. Er wird kommen – irgendwann. Und wie schnell das gehen kann, haben wir leider gerade erst am Wochenende erfahren müssen. Das bestürzt, macht nachdenklich und traurig.

    Auf das Leben!
    LG Anna-Lena

    • Der Emil sagt:

      Als mein Großvater starb, tat er das vor der Anmeldung in einem Krankenhaus. Er fiel dort einfach vom Stuhl und war tot, obwohl er nur zu einer Vorsorgesache dort und nicht krank war …

      Am Besten einschlafen und nicht wieder aufwachen.

      • Anna-Lena sagt:

        Einschlafen und nicht wieder aufwachen, das ist der schönste Tod. Ob man das vorher merkt? Meine Tante rief vor einigen Jahren meine Mutter an und genau darüber sprachen sie. Am nächsten Morgen lag meine Tante, friedlich eingeschlafen, in ihrem Bett.

  8. Hallo Emil!
    … vielleicht können wir es nicht als *Leben nach dem Tod* bezeihnen,
    sondern als *Sein* – geisitges Sein ….
    Mit Herz & Segen!
    M.M.

  9. Der Tod ist immer grausam , das ist meine Auffassung.
    Er nimmt jeden mit. wenn es denn so sein soll, ob jung ob alt, arm oder reich, gesund oder krank….man kann nichts dagegen tun.

    Ich habe Angst vorm Sterben, große sogar… wie soll die Welt sich ohne mich drehen, nee das geht doch nicht… ich will ewig leben… mindestens 100 Jahre will ich schaffen !

    Echt ich will nicht sterben, der Tod ist grausig der soll mir nie wieder so nah kommen, es war kein schönes Gefühl zu wissen, das man es vielleicht nicht schafft weiter zu leben….

    Ich beschäftige mich schon mit meinem Tod, meine Familie weiß wie ich beerdigt werden will und auch das ich nicht will, das sie mich pflegen.

    Ich will dann in ein Hospiz, auf keinen Fall will ich das mein Mann oder mein Kind mich jeden Tag so leiden sehen, falls es mal so kommen sollte.

    Ich habe schon viele liebe Menschen verloren, ganz junge und etwas ältere, das ist immer wieder schlimm ohne sie weiter zu leben, aber so lapidar es auch klingt, das Leben geht weiter… aber nicht so wie es vor dem Verlust war, sondern eben anders ohne den lieben Menschen.
    Man kann nicht so einfach weiter machen, man muss Trauer zu lassen und dann seinen Weg finden um nicht unter zu gehen… ich habe so Schachteln in meinem kleinen Herzchen, da sind sie alle drinnen, ab und an zieh ich mal eins auf wenn mir danach ist und dann mache ich es wieder zu… vergessen habe ich niemanden… aber ich habe gelernt ohne Euch weiter zuleben… schnief

    lg tb

  10. Elvira sagt:

    Doch, da hat sich mal Jemand Gedanken gemacht. In der Trauerrede zur Beerdigung meiner Mutter, hat der Pfarrer folgendes Gleichnis erzählt:
    Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter. „Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt“, fragt der eine Zwilling. „Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird“, antwortet der andere Zwilling. „Ich glaube, das ist Blödsinn“, sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“ „So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen.“ „So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch unsere Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“ „Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“ „Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.“ „Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.“ „Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“ „Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“ „Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“ „Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt…“
    Und dann waren es nur noch ein paar Tage bis zur Geburt. Sie schauten sich um und sahen, dass alles noch viel schöner war, als sie es sich je erträumt hatten.
    Nach Henry Nouwen

  11. sweetkoffie sagt:

    @Elvira
    Danke für diese Geschichte, die nehme ich mit mit.
    LG
    Sk

  12. Amelie sagt:

    So viele Kommentare. Das zeigt, dass das Thena doch bewegt.

    Lieber Emil, Du findest die ARD-Themenwoche gut und wichtig. Ich auch. Und deshalb eine Empfehlung von mir: „Es ist einfach nur ein Abgrund“
    Dokumentarfilm von Katrin Hartig – meiner Trauerbegleiterin – ausgestrahlt morgen, 20. November 2012, 22.05 Uhr auf MDR
    http://www.mdr.de/tv/programm/sendung191400.html

  13. vierachtel sagt:

    Du hast schöne Worte gefunden, Emil. Ich weiß nicht, ob ich das in diesem Jahr schon schaffe. Eines aber weiß ich: den Tod tragen wir in uns, von unserer Geburt an. Er mag nicht der Höhepunkt in unserem Leben sein, aber er ist das Ziel, das Finale. Ob wir wollen oder nicht.
    Interessant aber, wie andere evangelisch geprägte Menschen damit umgehen. Dass wir an ein Danach glauben dürfen, heißt nicht, dass wir das auch können. Woran ich nicht glaube: an die Wiedergeburt.

    • Der Emil sagt:

      Mein interessanter Gedanke: Wenn das nach dem Tod wie vor der Geburt ist, dann wäre Wiedergeburt (allerdings nicht als Persönlichkeit, sondern mehr prinzipiell) doch eine beinahe logische Konsequenz? Wie ein Eiswürfel, der ins Wasser fällt … so ungefähr.

      Gott hat uns viele Freiheiten gelassen – auch die zu glauben oder eben nicht.

  14. Rana sagt:

    Woran glaube ich wirklich und wahrhaftig??? Ehrlich gesagt auch als Christ glaube ich an ein Leben vor dem Tod. Was danach kommt, weiß ich doch nicht, Wiedergeburt ist jenseits meiner Gedanken. Die Themenwoche finde ich sehr gut, schon gestern gab es den Jauch mit einigen interessanten Gästen. Was für ein Thema, wir müssen alle darüber nachdenken.
    Herzliche Grüße von Rana

  15. Gabi sagt:

    Ich gestehe, ich habe Angst vor dem Sterben und auch vor dem Tod. Und nicht nur vor dem eigenen, sondern auch vor dem derer, die ich liebe. Aber als Tabuthema betrachte ich den Tod trotzdem nicht.
    LG Gabi

  16. Herbstbaum sagt:

    Ich mag die Art, wie der Totensonntag im Heimatdorf meiner Oma und meines Vaters begangen wird. Die Familien begeben sich nachmittags auf den Friedhof und stellen sich ans jeweilige Grab, während der Posaunenchor spielt und der Pastor eine Ansprache hält. Man kann einander sehen und fühlt sich verbunden mit den Jetzt-Lebenden und den Vorangegangenen, denen man Nahe ist. Ich mag diese Tradition sehr und freue mich schon auf Sonntag.

  17. Sofasophia sagt:

    danke für diesen offenen, ehrlichen artikel. ich kann grad nichts neues dazusagen. drum einfach nur ein lieber dank.

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