Katzenschaufenster (#255)

Alter Laden, umgenutzt

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Vor ein paar Tagen war ich mal wieder in der Stadt unterwegs, in der Nähe des “Last Exit”. Zum einen hatte ich etwas Langeweile, zum anderen war ich ja zum Grillabend eingeladen. Wie immer ging ich ein wenig früher los als notwendig und sah mir die Gegend, durch die ich ging, aufmerksam an. So fand ich schon öfter interessante Dinge in dieser Stadt.

In einer Straße, die vielleicht um 1900 herum entstand, wurde ich auch diesmal fündig. Früher war dort mit Sicherheit ein Laden, vielleicht ein Schuster oder ein Schneider. Denn im Inneren, das weiß ich von mehreren Defilees daran vorbei, befindet sich eine Treppe vom auf Bürgersteighöhe liegenden Raum in den angrenzenden, der etwa einen Meter weiter oben, im normalen Erdgeschoß des Hauses ist. Doch noch nie war eben dieser ehemalige Laden mit seinem Schaufenster so interessant.

Ich weiß ja auch, daß er zur Wohnung umgebaut wurde, dieser Laden. Das Schaufenster blieb aber vollständig erhalten. Der Blick ins Innere blieb versperrt von einem weißen Stoff. Zwischen diesem und der Scheibe lagen aber diese zwei Katzen auf einem Kratzbaum:

 

Katzenschaufenster

Früher war es ein Laden.
Hoffentlich keine Kürschnerei. Heute ist es das warme Lieblingsplätzchen zweier Katzen.

 

Auf’s Photographieren war ich überhaupt nicht vorbereitet, sonst hätte ich an die Kamera in meinem Rucksack gedacht. Außerdem hatte ich gerade mein Telefon in der Hand, als ich am Schaufenster vorbeiging. Deshalb habe ich nur einen Handy-Schnappschuß …

Wenn das Licht besser ist, die Sonne also woanders steht, werde ich den zwei Katzen in ihrem Schaufenster einen weiteren Besuch abstatten – in der Hoffnung auf bessere Bilder.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 10. Septemder 2012 waren gute Nachrichten zur Vereinsversammlung.

© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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255 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 331 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Katzenschaufenster (#255)

  1. Follygirl sagt:

    Ein wirkliches schöner Schnappschuß… ich mag solche Szenen.
    Früher, mit den vielen kleinen Geschäften, das waren doch noch andere Zeiten, leider sind sie ja alle verschwunden.
    LG, Petra

  2. M. sagt:

    Ganz ehrlich? Auf mich macht es einen komischen Eindruck. Noch kann ich dir nicht definieren, was mich daran so stört. Aber wirklich schön finde ich die Situation nicht. Ich komm bestimmt öfters zum Gucken vorbei, bis mir einfällt, was ich nicht mag….

    • piri ulbrich sagt:

      Ich kann mir denken, was du nicht magst: die Katzen haben kaum Platz, der Vorhang hângt so dich dran. Und, ich finde es auch nicht gut, dass sie so auf dem Präsen’tier’teller hocken.

      • M. sagt:

        Genau in die Richtung geht mein Empfinden. Sie liegen da dicht an dicht, alles wirkt lieblos und einfach so dahingestellt. Der Vorhang, welcher mehr einem einfachen weißen Laken gleicht, stößt an den Kratzbaum an. Irgendwie kommen die Beiden mir vollkommen deplaziert vor.

        • Der Emil sagt:

          Also Laken – Nein. Das ist ziemlich grobes Leinen (in etwa wie die derben Kutten der Mönche, ich hätte beinahe „IK*A-Stoff“ geschrieben). Und gleich neben dem Katzenlagerkratzbaum ist ja zur Treppe hin offen. Wie es links in Richtung Ladentür aussah, kann ich jetzt garnicht sagen. Aber das Bild täuscht Enge vor, die nicht ist.

          (Mich stören am Bild eher die zu sichtbaren Reflexionen.)

    • Inch sagt:

      Vielleicht die Tatsache, dass die Katzen so eingesperrt immer sehen „dürfen“ welche Freiheit ihnen vorenthalten wird?

      • M. sagt:

        Überlegenswerter Gedanke. Allerdings hat mein Kater dann das gleiche Problem. Wann immer er auf dem Balkon ist, hat er das Katzennetz vor seinen Augen und auch er würde wohl nur zu gerne mal übers Dach abhauen…

  3. Inch sagt:

    Ich ging mal an so einem ehemaligen Laden vorbei, in dessen Schaufenster ich die Mieterin sitzen und stricken sah. Seitdem träume ich von so einer Wohnung. Da ich aber ums Verrecken nicht im Erdgeschoss wohnen will…

  4. colorsigns sagt:

    Mir gefällt dein Schnappschuß. Zu diesem Katzenleben möchte ich nur anmerken ,das es doch hinter diesem beweglichen und leichten Vorhang einen Raum gibt und vermutlich noch weitere zum Austoben. Das schützende Schaufensterglas vor Unfällen auf der Strasse vorbeugt. Sie sitzen hoch wie Katzen es lieben und können beobachten was draußen passiert und interessiert es nicht , nun, dann dösen sie und es stört sie bestimmt nicht, angegafft zu werden von erstaunten Passanten oder geknipst um in einem Blog zu landen. Ich besitze auch so eine königliche Schlafmütze und sie liebt mein Bürofenster und nur den Fliegen geht es dort an den Kragen. Mein Kätzchen ist eine Hauskatze, sie könnte raus wenn sie wollte
    ABER …. sie will nicht. Also Fenstersims und allen da draußen mit der Pfote zu winken.

    Ein lächeln dir Christin mit Wölkchen
    in unserem Bürofenster.

  5. Elvira sagt:

    Ich glaube nicht, dass sich die Katzen dort irgendwie unwohl fühlen. Wäre das der Fall, würden sie dort nicht sitzen. Katzen lieben „Fenster mit Aussichten“, und dieses Breitbandpanorama ist doch besser als jeder Flachbildverblöder. Und auch sicher als Freigang auf der bestimmt nicht autoarmen Straße. Da wäre das, was wir vermenschlcihend als Freiheit bezeichnen, für die Katzen gleichbedeutend mit sehr kurzer Lebenserwartung. Mich als Bewohner würde es nur stören, wenn andauernd Menschen gegen die Scheiben klopfen um die Aufmerksamkeit der Samtpfoten zu bekommen. Denn die lassen sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Schöner Schnappschuss!
    Liebe Grüße von Elvira

    • Follygirl sagt:

      Noch so eine schöne Antwort von einem Menschen der Katzen mag……DANKE!
      LG, Petra

      • M. sagt:

        Ich habe auch einen Kater und den liebe ich wie sonst was. Und wohl genau deshalb stört mich dieses emotionslose Bild!

      • Elvira sagt:

        Unser Kater sah gerne aus dem Balkon. Nur gab es da für ihn nicht viel Abwechslung. Und er liebte das Aquarium. Allerdings nicht der Fische wegen, sondern um auf der Abdeckung seinen Bauch zu wärmen ( http://wp.me/p1frmn-1oE ). Auf diesem Foto sitzt er noch auf dem kleinen Aquarium, auf dem später gekauften großen konnte er wundervoll liegen.

  6. Himmelhoch sagt:

    Auch der schlimmste Kürschner hätte doch wohl keine Katzenfelle verarbeitet, lieber Emil. Zumindest hätte er es nicht zugeben dürfen, weil er sonst von allen Katzenliebhabern zu Recht gelyncht worden wäre.

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