Freie Presse: Erwartungen (#182)

Vor 24 Jahren gab es bereits Computer in der DDR

To get a Google translation use this link.

Ganz ehrlich: Wer ahnt/erinnert sich daran/weiß, daß Computer vor 24 Jahren noch nicht allgegenwärtig waren? Das ist ein Vierteljahrhundert her. Geschichtlich gesehen also gerade erst passiert.

Das war “unsere” lokale Tageszeitung:

 

Titelseite "Freie Presse", 29.06.1988

Titelseite „Freie Presse“, 29.06.1988

 

In der DDR wurden tatsächlich Anstrengungen unternommen, die Computer auch der älteren Generation näherzubringen. Damals konnte in der Zeitung auf Seite 2 zum Beispiel der Kommentar “Erwartungen” gelesen werden (bitte anklicken, die volle Größe sollte das Lesen am PC ermöglichen):

 

Kommentar in der Freien Presse, 29.06.1988

Kommentar in der Freien Presse, 29.06.1988

 

Jaja, die DDR, die wollte schon was leisten …

Und wenn ich mich recht erinnere, so gibt es heute wohl immernoch (ältere) Menschen, die mit dem Teufelsding PC nichts zu tun haben wollen. Vielleicht wäre das eine Idee für unsere Familienministerin: Rente gibt es nur noch mit ECDL (“European Computer Driving License” – ein meiner Meinung nach völlig ungeeignetes Papier) …

 

Meine Liebste überließ mir freundlicherweise diesen Teil einer historischen Zeitung. Danke dafür.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 29. Juni 2012 waren die Erinnerungen, die beim Lesen der alten Zeitung wachwurden, und ein ausgedehnter Mittagsschlaf.

© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können in meinem Blog erfragt werden.

182 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 261 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes, Geschriebenes, Gesehenes, One Post a Day, postaday2012 #oneaday abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu Freie Presse: Erwartungen (#182)

  1. Super interessant, danke dir Emil, liebe Grüße aus Köln, deine Steff

  2. Follygirl sagt:

    Oh, richtig fortschrittlich „da drüben“.
    Wenigstens die jungen Leute kennen sich nun alle damit aus, das lernen sie ja schon früh in den Schulen.
    LG, Petra

  3. Gudrun sagt:

    😀 Das erinnert mich daran, wie wir im Robotron Rechenzentrum unser winzigkleines selbstgeschriebenes Programm testen durften. Die Anlage rödelte und dann spukte sie Ergebnissse aus: bug, bug, bug … Ich fand das damals gar nicht lustig.

  4. Inch sagt:

    Kann mich gut erinnern, wie mein Vater mir mal im Rechenzentrum stolz präsentierte, wie die PC’s nicht nur untereinander vernetzt sind, sondern wie sie sogar Blödsinn treiben konnten auf dem Rechner des Kollegen zwei Etagen tiefer 😀
    Später hatte ich so ein ausgesondertes Teil zu Hause. Mit Drucker!!! Das waren riesige Teile.
    Die Software, weil die DDR nicht das Geld hatte, die zu kaufen, war hier in Anlehnung an die „im Westen“ selbst entwickelt worden. Mit der habe ich noch geschrieben. Die war viel benutzerfreundlicher als die originale, mit der ich dann auch noch ein paar Jahre arbeiten durfte, und die Befehle natürlich in Deutsch.

  5. Himmelhoch sagt:

    Ich hatte ab 1985 das Glück, in einem Forschungsinstitut für Verkehrswesen an einem eigenen PC zu arbeiten, so dass mir dann der Übergang nach der Wende nicht so schwer fiel. – Doch insgesamt gesehen war die DDR doch ein wenig hintendran bei der Entwicklung von Computern und Mikrochips.
    Doch das hat sich ja dann für die technikinteressierte Bevölkerung ab 1990 geändert – da konnte ja jeder seine Technik kaufen, wie er wollte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert