Sommeranfang wie Novembernebel
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Allerfeinste Wassertröpfchen
Laufen zusammen auf einem Blatt.
Das nickt, um einen Tropfen abzuschütteln.
Ein 28er nach Helmut Maier.
Ja, hier war am Sommeranfang Nebel. Feiner, richtig feuchter, aus winzigen Tröpfchen bestehender Nebel. Es war kein Nieselregen, sondern das, was im Sächsischen als “Siefern” bezeichnet wird.
Als ich vom Einkaufen zurückkam, blieb ich an einem Birkenschößling stehen. Auf dem saßen einige feuchtgewordene Insekten, die wollte ich photographieren. Aber leider hatte ich die Knipsekiste nicht dabei – wie das immer so ist. Die besten Motive sehe ich, wenn ich keine Kamera dabeihabe.
Da stand ich nun, beobachtete das Bäumchen, die Insekten und meine wachsende Befeuchtung. Und auf einem der Birkenblätter sammelten sich die winzigen Nebeltröpfchen zu einem großen Tropfen. Der rollte an einem Käfer vorbei zur Blattspitze. Die senkte sich unter der Last: Dann fiel ein Tropfen hinab.
Alles, was mich bedrückt, ist wie diese winzigen Nebeltröpfchen. Unter dem Ungemach werde ich mich beugen – und eine schwere Last wird von mir abfallen.
Jetzt muß ich nur noch Blatt werden …
Das schaffe ich ganz sicher.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 22. Juni 2012 waren Spaß im Radio, viele Ideen, ein Konzert.
© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können in meinem Blog erfragt werden.
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Super gute Lösung der Wetteraufgabe!
OHNE Kamera aus dem Haus… das geht doch gar nicht.
Ich bin inzwischen soweit, hab ich sie mal nicht dabei, fühle ich mich echt unwohl… meistens drehe ich um und hole sie noch.
LG, Petra
Wenn du es schaffst, Blatt zu werden, musst du dann nur noch sicherstellen, dass nicht jede Weile ein neuer Tropfen dich als Last herunterdrückt. – Ich kann dich gut verstehen!
Es ist nicht alle Tage neblig. Und das Blatt richtet sich immer wieder auf.
Hört sich für mich spontan nach asiatischer Philosophie an. Achtsamkeit, den Moment bewusst erleben und dann, weil man den inneren Widerstand aufgibt, zum Blatt werden. Schön!
das blatt wenden: dabei wünsch ich dir, was immer du dir wünschst!
oh, das heisst ja: blatt werden. eieiei. meine fantasie hat mich „wenden“ lesen lassen …
werde und wende gut, lieber emil.
Ein eigenartiger Sommeranfang.
Da kann man melancholisch werden.
Jo, so ein Blatt kann eine Menge tragen, und wenn die Last weg ist, richtet es sich wieder auf. Bereit, neue Lasten zu tragen…
ein bißchen melancholie mit positiven zukunftsaussichten…
herzlich grüßt dich frau blau