Dachaufbau (#117)

Und vielleicht Gewährleistung.

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Ein seltsamer Tag war gestern. Wirklich. Ich hätte auch ohne ihn leben können.

Nicht nur, daß ich umsonst mit Bus und Straßenbahn durch die Stadt gegondelt bin: Ich habe keine Zählerinnen mehr gefunden. (Deswegen werde ich heute beim Verkehrsunternehmen mit einer freundlichen Mail anfragen.)

Nein, als ich so um den Markt herum durch die Nebenstraßen und die Gassen schlich, durfte ich feststellen, daß meine kleine Immerdabei-Kamera bald das Zeitliche segnen wird. Im April 2011 hab ich sie gekauft. Jetzt geht sie bei unterschiedlichen Aktionen einfach aus. Mal beim Zoomen, mal beim Versuch scharfzustellen. Oder wenn ich mir die Bilder ansehe und dann einfach eines weiterblättern möchte.

Außerdem hat sie Fusseln auf der Linse oder auf dem Sensor – das weiß ich grad nicht. Ohne Nachbearbeitung sind die sehr deutlich auf Aufnahmen vom Himmel oder überhaupt von einfarbigen Flächen zu erkennen. Da muß ich wohl heute noch den Kassenzettel heraussuchen und morgen reklamieren gehen.

Nun, trotzdem sind mir zwei Sachen aufgefallen, ehe ich die Knipserei einstellte: Früher bauten die Menschen seltsame Gebilde auf ihre Dächer. Im ersten Bild kann ich mir noch vorstellen, daß das einmal der Maschinenraum eines Aufzuges war oder sogar noch ist. Der Aufbau findet sich auf einem Fabrikgebäude:

Aufzugsbetriebsraum?

Auf einem Fabrikdach mitten in der Stadt Halle (Saale).

Aber wozu bauten sich die Bürger soetwas aufs Haus? Welche Funktion hat(te) das? Ein Kamin, ein Schornstein oder eine Esse ist das ganz sicher nicht und auch nie gewesen. Blöd nur, daß ich mir auch kein Suchwort vorstellen kann, daß mir des Rätsels Lösung unter Benutzung einer Suchmaschine näherbringt:

Was ist das?

Wozu wurde soetwas aufs Dach gebaut?

Was ist das bitteschön? Hat jemand einen Tip, eine Antwort für mich?

Eines habe ich wiedereinmal gemerkt, ich hatte es seit dem Rätsel des Zwiebelturms nämlich schonwieder vergessen: Beim Gang durch eine Stadt sollte ich viel öfter auch nach oben schauen. Und mich einen feuchten Dreck darum scheren, daß ich für einen Hans-Guck-In-Die-Luft gehalten werde. Oben gibt es einiges zu sehen.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 25. April 2012 waren die geleistete Fernhilfe und der Besuch im neuen Domizil des Umsonstladens.

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117 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 421 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Dachaufbau (#117)

  1. Follygirl sagt:

    Gute Fragen…
    beim ersten Bild vielleicht ein Fahrstuhl oder eine Maschine, aber das dreieckige Gebilde? ich glaube da geht man einfach nur aufs Dach, ein Ausgang.– Beim zweiten Bild würde ich sagen..alles nur Angabe und einen Ausguck.
    Ja, ich will auch mal mehr nach oben schauen…
    LG, Petra

  2. Inch sagt:

    Sieht aus wie ein Mansardenzimmer. In dem wohnte das sogenannte Gesinde.

  3. Herbstbaum sagt:

    Ich hätte auch auf Dienstmädchenzimmer getippt. Und ein bisschen Jugendstil und Taubenabwehrgitter bzw. Zeigen, dass man sich Überflüssiges leisten kann.

  4. der_emil sagt:

    Für ein Gesindezimmer ist das doch viel zu klein? Glaub ichwenigstens

    • Inch sagt:

      Bei meinen Großeltern im Haus gab es auch diese früheren Gesindezimmer. Da hatte ein Bett drinnen Platz, ein Stuhl, ein Schrank. Mehr nicht. Die Leute arbeiteten ja die ganze Zeit, außer wenn sie schliefen.
      Aber vielleicht wohnte ja auch ein phantasievoller Mensch in diesem Haus. Der saß nachts gern da oben und beobachtete die Sterne. Wer weiß?

  5. Amelie sagt:

    Ein Hans-guck-in-die-Luft zu sein gefällt mir sehr. Ich mag den Blick nach oben sehr sehr gern!

  6. Gudrun sagt:

    Sind andere auch stehen geblieben und haben hoch gescheut in freudiger Erwartung, etwas Außergewöhnliches sehen zu können? Früher war mir das immer peinlich. Aber das war früher.
    Hoffentlich findest du den Kassenzettel.

    Liebe Grüße von der Gudrun

    • der_emil sagt:

      Den Kassenzettel hab ich gefunden. Ich tacker die nämlich immer an die Bedienungsanleitung 😉 – und für die gibt es einen fetsen Ort in meinem Chaos.

      • Follygirl sagt:

        Hui…das finde ich gut.. bei mir läuft so was einfach irgendwie weg.

      • Gudrun sagt:

        Meistens mach ich das auch, aber eben nur meistens. Und die bittersten Erfahrungen sind halt die nachhaltigendsten. Zumindest eine Zeit lang. 😀
        Ich werde dich zum Vorbild nehmen als Kassenzettelantackerer.

  7. april sagt:

    Meine Meinung zum unteren: Erweiterung des wohnraums, sowas Ähnliches wie eine Dachgaube. Ansonsten … wenn man sich so umguckt, staunt man, was die Menschen alles anbauen und ankleben. Es seiht nicht immer schön aus …

  8. Mia sagt:

    Hmmm, ein Denkerstübchen? Vielleicht auch nur Zierde? Vielleicht ist da ein Mosaik an der Decke? Ich würd´ es zu gerne wissen. Über sowas habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, aber jetzt wo Du es angeregt hast – bin ich doch neugierig. Vielleicht war es mal in früheren Zeiten ein Taubenverschlag.

  9. wildgans sagt:

    Guck – weil Du doch auch jeden Tag so was schreibst:
    http://thxthxthx.com/
    Gruß von Sonja

  10. Pingback: Poetenspielerei (#118) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

  11. Inch sagt:

    Ich gebs auf

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