Die Abschrift
To get a Google translation use this link.
Manchmal schaffe ich es, des Morgens als Sprachaufzeichnung festzuhalten, was mir in der Traumwelt widerfuhr. Allerdings sind diese Träume meist dergestalt, daß ich sie hier nicht veröffentlichen mag.
Ich habe also gestern nachmittag diesen Versuch gestartet. Zehn Minuten Écriture automatique. Traum, Boden, Heute waren die drei Worte, die ich als Überschrift, Gedankenklammer nutzte. Einmal mußte ich ein Wort weglassen und an einer Stelle war eines überschmiert.
Das Ergebnis des “automatischen Schreibens” habe ich vom Zettel abgeschrieben. Mit allen “Schreibfehlern”.
Lustlos
Benommen liege ich am Bodn & starre auf den Monitor. Dort irgendwo draußen in der Welt pulsiert das Leben. Menschen treffen sich, feiern mitnander, haben Spaß miteinander. Menschen langweilen sich. Einige haben Schmerzen oder schlafen. All das weisz ich. Ich selbst war vor einer Sekunde noch am Stausee und saß vorm Grill auf der Terasse des Bungalows.
Jetzt aber liege ich hier auf dem Boden und versuche mir gerade darüber klarzuwerden, wieso ich hier liege. Das rechte Bein ist eingeschlafen und schmerzt beim Ausstrecken. Ah! Nicht nur das Bein war eingeschlafen … Und kalt und dunkel ist es auch. Blind kann ich nicht sein: Den Monitor sehe ich doch.
Seltsam ist es, daß ich den Bratwurstgeruch noch in der Nase habe. Jedenfalls bin ich zuhause, sitze jetzt [ … ] am Boden vorm PC, wie ich immer vorm PC sitze. Ein Skype-Fenster ist offen und zeigt einen leeren, nur spärlich beleuchteten Stuhl. Morikleenau. Morikleenau? Kennichnicht. Ich schließe das Programm. Der Stift vom Grafiktablett muß dafür sehr weite Strecken zurücklegen.
Ja, Grafiktablett. Das hatte ich doch extra angeschlossen, um die Reiseroute in den 50-Euro-Schein zu malen. Aber es liegt kein Geldschein da und es ist auch kein GIMP geöffnet. Seltsam. Außerdem wird der Bratwurstgeruch immer stärker.
Ich greife den hinter mir stehenden 10-Liter-Eimer Bautz’ner Senf und gehe ins Wohnzimmer. Die Wand sieht aus, wie weggesprengt, aber das kann nicht sein, vorhin war noch alles ganz. Ich wollte doch nur kurz nach meinem Musikabspielprogramm sehen? Wieso läuft grad Ravels Boldero?
Ra! Ta-ta-taaah! Die Musik nervt. Ich steh verloren vor der weggesprengten Wand. Es riecht nach Bratwurst und verkohltem Toast, als ich die Stimme von …
Der Jingle der Heute-Nachrichten weckt mich vollends. Und meine Nymphensittiche verderben mir den Rest der Tonaufnahme, lassen auch den Ausgang meines Traums im Nichts verschwinden. Lustlos schalte ich den Monitor meines PCs ein und tippe den aufgenommenen Text ab.
Ein Versuch im Écriture automatique
Was mein Hirn aus meinem Tag so machen kann. Ich bin erstaunt.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 17. April 2012 waren die in der Bibliothek abegebenen Schenk-Bücher, das Treffen mit dem Redaktionsteam, die gut angekommene Idee.
© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können in meinem Blog erfragt werden.
109 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 495 words)


Ich kann das gar nicht – so schreiben.
Träume nicht mehr bewußt seitdem in mir alles einigermaßen wieder OKAY ist..
Früher hatte ich ganz furchtbare Albträume.
—oder ich schlafe zu wenig um zu träumen?
Zumindest erinnerst Du Dich nicht mehr an Alpträume. Das ist ein Fortschritt. Andere Träume hast Du bestimmt auch, aber ich erinnere mich z. B. auch nur an sehr wenige.
Dieses automatische Schreiben ist bei mir – aber ich weiß ja nicht, ob ich es richtig mache – einfach. Ich fange an zu schreiben, wie ich anfange zu denken, vor mich hin zu phantasieren, und schreibe, ohne mich bewußt an eine Schreiblinie zu halten. Wie der Gärtner, der in sein Gewächshaus geht, um dort irgendetwas zu tun, und der sich dann von Lust und Laune geleitet durchs ganze Gewächshaus arbeitet, planlos.
es klingt sicher für Viele seltsam
aber meine Gedichte schreibe ich so ( Écriture automatique ) Tagträume da ich nachts das bewältige was Andere am Tag leisten. So entstehen meine Fehler , darüber bin ich manchmal unglücklich
leise nachdenklich Christin
Oh! Wieso sind bei Dir Tag und Nacht vertauscht?
Rate mal …es gibt menschen die arbeiten in der nacht ..