Novembernebel (Nº 305 #oneaday)

Acht Uhr. Kinder bei mir.

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Die Kinder schliefen gestern früh noch, als ich das Fenster weit öffnete um kräftig zu lüften. Vier Menschen in einem Zimmer – nach dieser Nacht mußte wirklich frische Luft herein.

Der Kaffee lief durch die Maschine, die Kinder wurden wach. Dann lagen “meine drei Weiber” zusammen auf meiner Couch, während ich den Tisch deckte.

Draußen, obwohl noch Oktober, Reformationstag war, sah ich die ganze Zeit wunderbaren Novembernebel.

Novembernebel

Novembernebel

Der macht die Landschaft undurchschaubar, leise und geheimnisvoll. Die bunten Farbtupfer des Herbstlaubes sind nur noch wie durch einen Vorhang zu erkennen. Den Autofahrern macht der Nebel Sorgen, weil sie sich langsamer von hier nach dort bewegen müssen.

Aber ist das so schlimm, mehr Zeit zu benötigen als geplant?

Plane ich nicht auch für viel zu viele Dinge einfach zu wenig Zeit ein? Ach, soviele “äußere” Zwänge gibt es garnicht. Vieles könnte ich auch langsamer tun, später fertighaben?

Nein, das hat nichts mit der Antriebslosigkeit und der Aufschieberei zu tun, die zu einer Depression gehörten. Eher mit dem Wiederherstellen eines menschlichen Zeitgefühls. Weg von der Hetzerei.

Ich werde das richtige Maß wieder finden müssen. Nicht alles muß sofort passieren. Einiges kann trotzdem nicht länger warten. Lernen muß ich, genau das zu bemerken und umzusetzen.

Und obwohl gestern noch Oktober war, hat mich der Novembernebel an ziemlich Wichtiges im Leben erinnert.

Aber nicht nur der Nebel, auch die Kinder taten es …

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 31. Oktober 2011 waren Frühstück zu viert, Mathe üben für Klasse zwei, leuchtende Augen und Lob, das Wiedersehenwollen.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Novembernebel (Nº 305 #oneaday)

  1. Elvira sagt:

    Das richtige Maß wiederfinden – ja, das kann ich gerade heute nur unterstreichen!
    Liebe Grüße,
    Elvira

  2. Gabi sagt:

    Mir geht es auch so mit der Zeit. Manchmal stehlen sie mir andere, aber oft genug wohl ich selber. Mir meine Zeit richtig einzuteilen, ist eine Kunst, die ich leider nicht beherrsche. Ich hab es auch eigentlich schon ziemlich aufgegeben zu hoffen, dass sich das mal ändern wird.
    lg Gabi

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