Tiere in der Stadt (Nº 302 #oneaday)

An einem einzigen ungeplanten Nachmittag

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Gestern wiederholte sich ein Ereignis von vorgestern.

Nein. Nicht der Bombenalarm. Sondern eine Einladung. Vorgestern traf ich mich mit einer Bekannten, um einige Termine abzusprechen. Sie lud mich dann auf einen Kaffe “oder so” in ein Café ein – es wurde eine heiße belgische weiße Schokolade. Und es wurde ein ganz wundervolles Gespräch, in welchem wir unseren Status von «Bekannt» auf «Freunde» änderten.

Gestern wollte ich dieser Freundin etwas vorbeibringen, das ich besitze, aber nicht mehr brauch, und das sie braucht, aber nicht besitzt. Also lief ich gestern wieder bei ihr vorbei. Sie saß gerade auf dem Fensterbrett und freute sich, mich zu sehen.

Noch mehr freute sich ihr “kleiner” Hund, der ebenfalls aus dem Fenster schaute:

Liam am Fenster

Liam am Fenster

Wieder wurde ich gestern in ein Café eingeladen. Dort saßen wir draußen und unterhielten uns wieder sehr intensiv. Zum Tee gibt es dort braunen Rohrzucker – und wenn ein Gast seinen nicht ganz aufbraucht, dann gibt es genügend freche “Schnarzjer” (Hallisch für Spatz, Sperling), die sich daran gütlich tun:

Auf dem Freisitz im Cafè

Auf dem Freisitz im Cafè

Einige davon – oder einer? – flogen Kamikaze-Angriffe gegen mich. Mehrfach spürte ich die Flügel an meinem Kopftuch bzw. an der Schulter. Echt. Ich mein, am Mittwoch hatte ich einen Schwan gegriffen, an seinem Hals, und ihn dann gestreichelt. Und meine zwei Nymphensittiche liebe ich auch – Vögel sind einfach wunderbare Tiere. Und ernsthaft: Der Haussperling ist bald vom Aussterben bedroht.

Beim Verabscheiden – kurz vorher – fiel mir deser Gockel auf, der auf einem bekannten Hallischen Gebäude sitzt. Obwohl: Wer kennt diese blaue Kuppel tatsächlich? Die da, die mit den Figuren:

Wetterhahn

Wetterhahn

Nun, ich sah auch noch andere Tiere am Freitag, mitten in der Stadt. Aber die drei hier gezeigten fielen mir besonders auf, weil ich sie “nahe bei mir” hatte.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 28. Oktober 2011 waren das Gespräch mit der Freundin, das Telephonieren mit der Liebsten und mein Mut in der Terapie.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Tiere in der Stadt (Nº 302 #oneaday)

  1. Follygirl sagt:

    Klasse Beitrag!
    Bei uns leben noch ganz viele Spatzen, sie teilen sich den großen Dachboden mit den Fledermäusen und anderen Vögeln. Wir haben ein Dach, wo es offene Stellen gibt, nicht wie heute üblich alles zu ist, da können sie rein und raus fliegen.
    Ganze Schwärme sieht man ums Haus fliegen. Dazu kommt, wir füttern reichlich im Winter, das hält sie auch bei uns.
    LG, Petra

  2. steff adams sagt:

    Oh wie toll. Danke dir, die Steff

  3. Inch sagt:

    Sehr schöne Bilder und sehr schön geschrieben. Das Haus kenne ich übrigens nicht. Aber was kenne ich schon von Halle..

  4. ja, schöner Blick fürs Detail. und den hat nicht jeder. ist wohl so. viele sind mit was anderm beschäftigt. erfahrungsgemäß, mit dem eigenen Elend und/oder dem Anderer.

    Klar, ist das Arbeit sich davon zu lösen, ja, sich zu befreien und den Blick auf wundersame Details zu richten. lg claus

  5. Elvira sagt:

    Hallo, Emil,
    in der Stadt gibt es tatsächlich sehr viele Tiere – die lebenden schließe ich mal aus. Bei meinem Bruder auf Gran Canaria hatte ich aus Lust und Laune mal allerlei Viehzeug fotografiert – vom kitschigen Vorgartensparschweinhund bis zum nostalgische Kinderfrisörstuhl in Pferdeform. Habe ich im Mai gepostet: http://wp.me/p1frmn-wm und http://wp.me/p1frmn-x9.
    Wenn man erst einmal anfängt diese Dinge zu sehen, findet man sie überall im Straßenbild.
    Liebe Grüße
    Elvira

  6. minibares sagt:

    Uns ist es passiert beim Kaffee-Trinken in Koblenz, da gab es diese Keksröllchen zum Kaffee.
    Da kam ein Spatz auf unseren Tisch, ich will die Kamera holen, ihn zu fotografieren. Da schnappt er mit seinem Schnabel das Keksröllchen und fliegt ins Grüne.

  7. frizztext sagt:

    Liam am Fenster ist ein einmalig gutes Foto!
    http://flickrcomments.wordpress.com/2011/10/28/existentialism/

  8. frizztext sagt:

    ich hoffe, der Bombenalarm hat euch nicht zu sehr durchwühlt …

  9. Gabi sagt:

    Also absulute Tierfreundin gefällt mir dieser Beitrag sehr!
    lg Gabi

  10. Pingback: Der Emil – Tiere in der Stadt (Nº 302 #oneaday) und Triloff | Germanys next Kabinettsmitglieder

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