Ein kurzer Bericht
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Am Sonnabend waren Zimtzicke und Mäkelhexe mit ihrer Mutter hier. Die zwei wollten endlich mal wissen, mit wem Mutti immer telefoniert. Und ich hatte im Vorfeld schon darüber geschrieben.
Der Plan für den Besuch war ja doch recht schnell gefaßt:
Hier in Halle (Saale) gibt es einen Nutztiergarten. Einen was? Ja, einen Nutztiergarten. Das ist ein Tiergarten, in dem ausschließlich Nutztiere – also alles, was auf Bauernhöfen so üblich war – gehalten und gezeigt werden. (Die Website des Betreibers wird zur Zeit leider umgebaut und steht nicht zur Verfügung.)
Danach geht es auf die Ziegelwiese zur Fontäne, dort ist auch ein Spielplatz. Und wenn es paßt, dann zum Abschluß noch eine Fahrt mit dem Peißnitzexpreß.
Und zwischendrin können wir auf dem Markt einfach mal aus der Straßenbahn aussteigen und ein Eis essen.
Soweit der Plan.
Zuerst fuhren wir also einmal quer durch die Stadt. Am Ziel waren wir nach 50 Minuten ÖPNV und 10 Minuten Fußweg. Aber: Kein großes Schild mehr zu sehen. Ich war etwas vorausgegangen und sah am Tor zwei kleine Schilder (leider hab ich die nicht fotografiert, vielleicht hol‘ ich das morgen nach):
«Wichtige Mitteilung.
Werte Besucherinnen und Besucher, der Nutztiergarten bleibt
ab dem 1. 9. 2011 für immer geschlossen. […]
(Zitat aus dem Gedächtnis.)
In mir brach alles zusammen. Das von mir hochgelobte Ziel, an dem die Mädchen Spaß haben sollten, gibt es nicht mehr. Erster Gedanke: Ich hab’s vergeigt, ich habe versagt. Mir war kurz schwarz vor Augen. Dabei hatte ich, kurz bevor wir um die letzte Ecke bogen, noch gewitzelt: “Immer, wenn ich hier war, war geschlossen. Hoffentlich ist’s heute anders.”
Und nun das. Die Liebste mußte erst nachlesen, weil ich es nicht fassen konnte. Ich war wirklich völlig fertig mit der Welt, hab mit den Tränen gekämpft und meine Enttäuschung, meinen Ärger und meine Wut hinuntergeschluckt. Absolut geknickt trottete ich dann mit den Dreien zurück zum Bus.
Obwohl es mir wirklich verdammt schwerfiel, unterdrückte ich tapfer dieses verfluchte Wort.
Und siehe: Auf dem Markt war auch noch was los, nämlich Bauernmarkt. Es gab Softeis. Auf der Bühne tanzten grad Mädchen – und die beiden Kinder waren begeistert. Und auch Squeezebox Teddy, “der letzte lebende Troubadour” fand großen Anklang.
Und mit Spielplatz und Fontäne endete der Tag dann doch noch ganz gut. Und je näher wir dem Abschied kamen, um so öfter verwechselte ich die Namen der Mädchen. Wie peinlich!
Ich hätte gern mehr Zeit mit den Dreien verbracht, viel mehr Zeit … Und trotz des blöden Beginns war es für mich ein wunderbarer Tag.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 2. Oktober 2011 war das Ausschlafen und der Nachmittag mit meiner allerallerallerbesten Freundin.
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Hört sich doch nach einem schönen Tag an… Ich glaube, Du machst Dir wirklich viel zu viele Gedanken…
Muß man heute eigentlich Kindern immer so viel „bieten“? Ich bemerke das immer wieder, da wird so viel gemacht und so viel muß unternommen werden…?
LG, Petra
Ja, war schön.
Zuviel? Naja, irgendwie wollte ich bei den Knirpsen wohl doch Eindruck schinden …
Reicht vielleicht auch, wnn man sich mit ihnen befaßt, Spiele oder lesen, …weiß ja nicht wie alt die sind…
Hauptsache es hat Euch gefallen!
LG, Petra
Ich finde, dass du deine Sache gut gemacht hast und wenn alle zufrieden, die Kinder und die Mama mit glücklichen Gesichtern um dich waren, ist doch alles gut. Du denkst wahrscheinlich auch immer zuviel nach. Glaubs mir, ich kenne so etwas auch zur Genüge und wenn dann alles vorbei ist, könnte ich mir manches Mal wegen meiner vorhergehenden Hsyterie nur an den Kopf klatschen…
Gönn dir einen schönen 3. Oktober.
Kenn‘ ich auch sowas. Aber scheint ja dann doch noch ein schöner Tag gewesen zu sein. Vielleicht wäre das volle Programm sowieso einfach zu viel geworden und die beiden Mädchen wären vor lauter Erleben und Reizüberflutung dann wirklich quengelig und nervig geworden. LG
Hat doch geklappt! Und das mit dem Namenverwechseln passiert mir bei meinen Söhnen auch manchmal. Solange Du sie nicht Zimtzicke und Mäkelhexe genannt hast, ist doch alles in bester Ordnung!
Herzliche Grüße,
Elvira
Hihi, ich fühle mich an gestern erinnert.
Wir wollten gemeinsam brunchen, mein Mann und ich wollten zu Fuß hin, die beiden jungen Leute wolten mit dem Wagen nachkommen. Wir waren schon gut eine halbe Stunde unterwegs, am morgen, mit weißen Wiesen im Sonnenschein…. da rief unsere Tochter an. Das Lokal gibt es SO nicht mehr, ein neuer Name, wohl auch neuer Besitzer, öffnen erst um 12. Also kehrtmarsch!
Prima, dass es doch noch gut wurde für und mit den beiden.
Jaja, die Namen, das ist immer so eine Sache….
Liebe Grüße