Oder auch nicht …
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Selbst war ich noch nicht betroffen von z. B. Haßkommentaren in meinen Blogs. Aber ich habe es gerade wieder bei anderen miterlebt. Das nun folgende ist ein Grund für die Moderation der bei mir abgegebenen Kommentare. Also fühle sich bitte niemand persönlich oder allgemein angegriffen, denn es sind nur Gedanken darüber, wie ich mit dem umgehen könnte, das ich gelesen haben würde.
Es ist seltsam, daß viele Menschen heute hinter allem und jedem einen persönlichen Angriff, einen Feind sehen. Aber das scheint das (gewünschte? gewollte? erhoffte?) Resultat der täglichen Aufhetzerei, der Neid-Kampagnen, der Geiz-ist-geil-Mentalität zu sein. Und es ist seltsam, daß es mir manchmal geradeso geht.
Meiin Vorschlag zur Güte:
Einen Blog lese ich wie ein Feulliton, einen Artikel in der Tages- oder Wochenzeitung. Die zum Blog geschriebenen Kommentare sind Leserbriefe. Fühle ich mich durch einen Leserbrief in einer Zeitung prsönlich angegriffen oder durch einen Artikel selbst? Nein. Warum dann durch einen Kommentar in einem Blog? Oder durch einen Blogeintrag? (Zumindest nicht, solange ich nicht persönlich angesprochen werde und sich der Text nicht mehr an die Allgemeinheit, sondern direkt an mich gerichtet ist.)
Den Schreiber in der Zeitung und den Schreiber im Blog kenne ich i. d. R. nicht persönlich. Und wenn derjenige mein “Freund” in irgendeinem sozialen Netzwerk ist? Wer? Der Schreiber?
Dessen virtuelle Identität hat vielleicht etwas zu meiner virtuellen Identität gesagt. Richtig persönlich mit Namensnennung? Nein? Aber es war persönlich gemeint, was ich da las? Ah – das glaube ich, daß es persönlich gemeint war. Habe ich nachgefragt? Nein, wozu? Um sicherzugehen. Das war nicht nötig, ich weiß genau, daß es persönlich gemeint war. Ja, mein Gefühl sagt mir das nämlich. Klar.
Wäre ein solches Denken nicht bescheuert? Würde ich so mit Texten umgehen, wäre das nicht paranoid? Nur weil ich etwas glaube, und zwar nur weil ich die Beweggründe eines anderen zu wissen glaube … Aber Glauben ist eben nicht Wissen.
Allerdings hat mich mein Gefühl noch nie getrogen. Noch nie? Deshalb bin ich zweimal geschieden, deshalb habe ich eine Ausbildung abgebrochen, deshalb … Weil mein Gefühl mich noch nie getrogen hat.
Also: Besser einmal mehr lesen. Besser einmal nachfragen, wie etwas zu verstehen sein soll. Bevor ich Schaum vorm Mund habe wie dieser Kerl aus der Geschichte mit dem Hammer, den er sich vom Nachbarn borgen wollte. Das nämlich erspart viel Ärger.
Und es bewahrt mich davor, mich beim Lesen von Texten als angegriffen zu betrachten und die entsprechenden Überreaktionen zu zeigen.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 15. August 2011 war ein richtig guter Einkauf und das Kochen.
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Die Kommentare freizuschalten, anstatt sie generell zuzulassen ist ein Mittel, das nicht umsonst erfunden wurde; ansonsten muß man als Seitenbetreiber eben selbst mal Farbe bekennen, wie er seinen Blog verstanden haben will.
Aber würden alle Blogleser sich diese von dir beschriebene journalistische Haltung immer wieder ins Gedächtnis rufen, bliebe vieles ungesagt, und du müßtest auf eine größere Anzahl von Kommentaren verzichten, als du wahrscheinlich möchtest. Hier müßte ich beispielsweise nochmal nachfragen, ob ich deinen Blog falsch verstanden habe. Aber muß ich? Nein. Ich kann auch einfach zumachen und gehen, wie ich eine Zeitschrift schließe und weglege.
Wir gewinnen mit dieser Haltung nichts und verlieren einen Sinn in unsere Tun. Mir genügt es nicht, einfach nur das Web mit mir selbst zu füllen für eine unbestimmte virtuelle Ewigkeit, die interessiert mich nicht; sondern ich mag das dialogartige Element der Kommentare, und mit den Besuchern, die mir liegen, mag ich es ganz besonders.
Reibungen muß man für gegeben nehmen und wenn daraus ein Brand entstehen sollte, muß der Webmaster eben mal ein bißchen Mut haben, Feuerwehr zu spielen. Oder die Kommentare überhaupt und für alle abschalten und stattdessen nur eine Mailbox zur Verfügung stellen. Dann kann man das tun, was die Presse auch tut: ausgewählte Zuschriften auf einer Blogseite veröffentlichen. Das wäre konsequent.
(Oh – dann habe ich mich doch nicht deutlich genug ausgedrückt.)
Hauptsächlich geht es mir mit dem Text um meine Position als Leser und Kommentarschreiber. Mit der Moderationssache bringe ich zwar ins Spiel, daß ich auch Blogger bin: Doch auch da bin ich Leser der Kommentare. Und ich bemühe mich auch dort, keinen persönlichen Angriff hineinzudeuten. Falls etwas mißverständlich erscheint, frage ich beim Kommentarschreiber nach (es sollte bereits zwe oder drei geben, die dies erlebt haben).
Hier steht ja nur, wie ich mit dem “Problem” umgehe. Du hast – nicht zum ersten Mal, und dafür danke ich Dir! – meinen Blick etwas erweitert mit einem Hinweis auf das mögliche Geschehen, wenn mehr (alle) Bloger und Leser sich meine Haltung zueigen machen würden. Für mich lohnt es sich, weiter darüber nachzudenken.
Das Problem im Netz ist sicher, dass sich da immer auch Leute „rumtreiben“, die im realen Leben kaum die Klappe aufkriegen. So anonynm sind sie aber mutiger. Und wenn sie erst mal merken, dass sie hier (im Netzt) ihre Meinung sagen können, ohne das eigentlich jemand weiß, wer da seine Meinung gesagt hat, führt das bei manchen, sehr bedauernswerten Charakteren dazu, das sie einfach Gefallen finden am Stänkern, sich Aufspielen, Rummosern. Ich bin überzeugt, dass diese bedauernswerten Charaktere das nur des Meckerns, Sich Aufspielens, Rummoserns wegen tun. Denn wenn die anderen darauf reagieren, FÜHLEN SIE SICH!!!
Ich habe viele Jahre Foren moderiert und wurde dabei immer mit dieser Art User konfronriert. Da ich nicht der Art Mod war, der solche Stänkerer sofort gelöscht und verbannt hat, habe ich die Sache immer erst versucht, mit dem entsprechenden Usern „unter vier Augen“ zu regeln. manchmal habe ich diese ehemaligen Stänkerer, die sich sehr oft, auch wenn sie weiter im Forum bleiben durften, sehr hart an der Grenze des Erträglichen bewegten, dann später persönlich kennen gelernt. Und immer, wirklich IMMER, steckten hinter diesen Netz-Aufmischern farblose Gestalten, graue Mäuse, eigentlich arme Suppen, die ihr Leben irgendwie nicht wirklich auf die Reihe kriegten.
Das ist ein interessanter Blick “hinter die Kulissen” (den ich auch schon tun konnte).
Allerdings habe ich wirklich oft festgestellt, daß meine perönlichen Befindlichkeiten weit mehr in Äußerungen hineininterpretierten als darinnen enthalten war. Aus diesem Grunde: siehe oben 😉
Dein Thema scheint zur Zeit viele hier umzutreiben. April schrieb gerade über Netiquette, übers Kommentieren und Bloggen im Allgemeinen. Interessant war das Lesen der Kommentare. Es zeigt doch nur, dass es in der virtuellen Welt nicht anders zugeht als in der realen. In dem was wir posten, steckt doch auch immer unser kleines oder großes Ego, und dieses wird durch Kommentare angesprochen. Wer oder was wären wir, wenn diese keine Emotionen auslösen würden? Natürlich fühlen wir uns manchmal betroffen, denn wir haben das schließlich zur öffentlichen Begutachtung bereitgestellt und müssen mit FeedBacks jeder Coleur leben.
Naja … Betroffen. Das bin ich auch desöfteren.
Aber daß ich mich persönlich angegriffen fühle – aus meiner Täuschung über die Absichten des Schreibers z.B. – möchte ich vermeiden. Ich bin ja sowieso jemand, der persönliche Angriffe in jedweder Diskussion unmöglich, unpassend, unprofessionell usw. findet. Vor allem aber, wenn andere zuhören (mitlesen) können, haben persönliche Beleidigungen, Schmähungen, Herabsetzungen nichts einem Gespräch (Blog & Kommentar) zu suchen.
Und ich habe ähnliches ja gerade in anderen Blogs miterlebt und darum hier «laut» darüber nachgedacht …
Ich „oute“ mich jetzt mal: Ich poste nicht immer Blümchen, Bienchen und Heile-Welt-Geschichtlein, sondern rede auch ganz gerne mal Klartext, nenne Dinge deutlich, die mich stören oder die mir negativ aufgefallen sind… Allerdings, der Anteil der kritischen Posts auf meinem Blog ist im Vergleich mit all dem Anderen, was ich online stelle – Fotos, Zeichnungen, Kurzgeschichten, Erzählungen, einen Roman, Skurriles, Romantisches, Verträumtes, Politisches usw. – eigentlich verschwindend gering. Dennoch gibt es nach jeder meiner kritischen Anmerkungen Heulen und Zähneklappern, und ich komme mir vor wie ein Igel, bei all den Schiefern, die ich mir da jedesmal einziehe. Hätte ich das gleiche Echo auf meine „unverfänglichen“ Artikel, dann wäre ich in der „WordPress-Hitparade“ beständig unter den ersten zwei Dutzend zu finden…
Es gibt durchaus Blog-Admins, die kritische und hinterfragende Kommentare überhaupt nicht erst frei schalten. Bei mir kann jeder seine Meinung kund tun, ich gebe mir Mühe, oder zumindest arbeite ich daran, meist höflich zu antworten und dabei meinen Standpunkt noch einmal darzulegen bzw. zu vertiefen. Ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren, falls ein Post auf falschen Angaben fusst bzw. nicht ordentlich recherchiert worden ist…
Wer irgend einen meiner Posts oder Antworten auf Kommentare als persönliche Kränkung auffasst, kann mir gerne eine Mail schicken und von mir eine Klärung des Sachverhalts fordern. Nur hintenrum sticheln und stänkern – igitt! Da ekelt’s mich…
… Und BITTE, BITTE, BITTE (!!!) – das mit den Bienchen-, Blümchen- und Heile-Welt-Geschichten jetzt nicht als persönliche Beleidigung oder Schmähung auffassen!!!
*lach*
Wieso sollte ich das tun? Und ansonsten denke ich, daß wir sehr ähnlich denken 😉 – was das Schreiben und die Reaktionen darauf betrifft … Jedenfalls lese ich das aus Deinem Kommentar.
Für mich kommt es immer darauf an, wer was wann wie warum über wen schreibt. Und es hat Gründe, warum ich sage, dass ich gemeinte Beleidigungen von bestimmten Wesen durchaus als Kompliment sehen kann. Ich finde es gut, dass sie das, was ich schreibe, doof finden. Bestätigt es doch meine Worte! ;o)
Boah! Kannst Du aber böööööööse sein *lautlach*
Ja, wenn alle das täten, was sie mich könnten … 😉
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