Jetzt und hier

Sonntag. Vor fast zwei Stunden wurde ich wach. Allein.

Das war (von mir) so nicht erhofft. Aber es ist so.

Gestern Abend war ich mit meiner allerallerallerbesten Freundin auf einem Stadtteilfest. Ich hätte nicht gedacht, daß ich dort so viele Bekannte treffe, die ich teilweise seit 2006 oder 2007 nicht mehr gesehen habe, geschweige denn auf diesem Fest vermutet hätte. Schöne Gespräche ergaben sich (und nochetwas, das mir selbst auffiel an mir).

“Geier Sturzflug” waren der Höhepunkt des Abends. Ich hatte mir mehr erhofft davon. Ja, ich weiß jetzt wieder, welche Lieder die damals hatten. Aber ich weiß jetzt auch, daß deren Zeit (und damit zum Teil auch meine) unwiderbringlich vorbei ist …

Heute werde ich mich am Nachmittag an meinen Ententeich setzen. Entengucken beruhigt mich.

Dabei muß ich mich garnicht beruhigen. Aber nachdenken. Die Katastrophenszenarien habe ich bewußt weggelassen. Die bösen Absichten nicht in Betracht gezogen.

Geglaubt, was als Begründung angeführt wurde. Und die Entscheidung vorerst verstanden.

Trotzdem hat die ausgefallene Begegnung viel Gutes bewirkt. In mir, in meinem Umfeld. Und es macht traurig, daß sie ausgefallen ist.

Weiter gehts.

Ich bin zurück im Alltag.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Jetzt und hier

  1. Ilona Form sagt:

    Lieber Emil, der Alltag kriegt uns ALLE immer ein. Mach das Beste draus…
    Und lass den Kopf nicht sooooo tief hängen..
    Liebe Grüsse Illo.********

  2. mayarosa sagt:

    Manchmal kommt es ganz anders als man denkt. Erst recht, als man hofft. Und doch hat es oft Sinn, dass es genauso gekommen ist.
    Der Staub ist aufgewirbelt und du kannst aufräumen. Dazu brauchst du niemanden, außer dich selbst. Einen schönen Sonntag.

  3. der_emil sagt:

    Ach Illo,

    erst baut man mir ein Wolkenkuckucksheim und bittet mich, es für uns einzurichten. Und wenn ich mich an die Arbeit mache, dann rutsche ich irgendwo ab/aus, so daß ich mal wieder auf den Boden der harten Tatsachen klatsche und halbtot liegenbleibe.

    Nun, ich hab mich schnell wieder aufgerappelt. Überraschenderweise.

    Fühl Dich mal umärmelt (und grüß den Oger).

    • Ilona Form sagt:

      Aufrappeln ist super,bloss nicht liegenbleiben.Prima Emil. Ja wer kennt keine
      Enttäuschungen???? Ogergrüsse ausgerichtet,er schickt Dir welche back.
      Die Ogers……

  4. Liebe Grüße von mir Emil. drück dich. Steff

  5. Der nächste Traum erfüllt sich vielleicht – wer weiß?

    • der_emil sagt:

      Es ist ja nochnichteinmal dieser zuendegeträumt …

      • mayarosa sagt:

        Vielleicht muss er auch nicht zu Ende geträumt werden… Ein Ende ist ja was abschließendes. Vielleicht war/ist es ein Aufwachtraum… einer, der dich auffordert, wozu auch immer. Irgendwo gibt es eine Verbindung zwischen deinen Träumen und deiner Wirklichkeit. Drück dich, lieber Emil.

  6. freidenkerin sagt:

    Enttäuschung bedeutet ja eigentlich, dass eine Täuschung ein Ende gefunden hat. Das tut einerseits weh und ist bitter, andererseits ist so etwas aber auch stets eine Chance für einen Neubeginn…
    Du hast so viel in der Arbeit an und mit dir gewonnen! Lass dich jetzt bitte, bitte nicht aus der Bahn werfen!
    Herzlichst!

  7. zeitreisen sagt:

    Lieber Emil,
    das ist bedauerlich, aber verbuche es unter Erfahrung und leg es ab, damit du neu starten kannst. Wirst sehen, was das Leben noch für schöne Überraschungen für dich parat hat.
    Ich umärmel dich fest,
    Monika

  8. sucherin sagt:

    Lieber Emil, so ein Erlebnis ist nicht schön, aber das Leben und die Suche (nach ein bisschen Glück?) geht weiter und Du bist dabei. Das ist wichtig. Viele liebe Grüße

  9. Schönen Sonntagabend wünsche ich Dir 🙂
    Es geht immer weiter im Leben egal was war, was ist und was noch sein wird…
    Alles Liebe und viel Glück bei Allem was du so vor hast 😉

  10. Gudrun sagt:

    Meine Mutter hat immer gesagt: „Es hat alles seinen Sinn.“ Und gleich hinterher: „Wer weiß, wozu es gut ist?“ In der Akutphase hat mich das wenig getröstet, aber Recht hatte sie, wenn ich es dann mit Abstand betrachtet hatte.
    Ein kleiner Satz in deinem Beitrag hat mich richtig beruhigt. Du hast geschrieben: Weiter geht es! Jawohl. lieber Emil.

    Liebe Grüße aus dem Unwetter
    (es grummelt fürchterlich)

  11. Gabi sagt:

    Enttäuschungen schmerzen. Aber andereseits öffnen sie einem auch manchmal die Augen und so schmerzlich es ist, oft verhelfen sie einem doch dazu, den richtigen Weg zu finden. Ich wünsche es Dir.

    lg Gabi

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