Blick II (Nº 112 #oneaday)

Vor (unter) "meinem" Fenster (II)

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Die Fortsetzung zum Blog von gestern – Blick.

Heute also der Blick, der sich bietet, wenn ich aus den mir zu Verfügung stehenden 3 Fenstern (in einem Zimmer) schaue. Nicht, wenn ich direkt nach unten sehe – ich habe nämlich Höhenangst. Aber der Blick in die Weite lohnt sich.

Fensterblick 1 - SW
Fensterblick 1 – SW
Fensterblick 2 - W
Fensterblick 2 – W
Fensterblick 3 - NW
Fensterblick 3 – NW
Für Kartensüchtige: Standort etwa N 51°29’10″ E 11°55’9″.

Der Balkon des nicht vorhandenen Nachbarn ragt hier blau ins Bild. Aber es ist wohl auf dem Blick nach Nordwest sehr gut zu sehen, daß ich wirklich direkt neben dem Zugang zur Dölauer Heide wohne. Anders, als es auf den Karten (z. B. bei OpenStreetmap – ich lebe im Zentrum des Kartenausschnittes) gezeigt wird, reicht der Wald wirklich bis an die Straße heran.

Der Blick nach Westen, über den Sportplatz und die Gleise der zukünftigen S-Bahn S7 Halle-Leipzig hinweg, bietet auch nur wenige, aus dem Grün herausragende Plattenbauten.

Erst wenn ich mich nach links, nach Südwest wende, sehe ich Halle-Neustadt. Hinter dem im Grün versteckten Bruchsee sind Schwimmhalle, Ordnungsamt (das Hochhaus mit den Mosaiken) und Stadion HaNeu zu erahnen.

Und am Erdboden sieht es wirklich anders aus. Hinterm Haus viel grün, direkt nördlich davon beginnt der Wald – keine 100 m weg. Und die Dölauer Heide ist das größte zusammenhängende Waldgebiet hier in der Gegend mit 740 ha Fläche.

Die S-Bahnen höre ich nicht mehr, nur ab und zu fällt mir bei weit offenen Fenstern der vorbeifahrende (und fast vorm Haus haltende) Bus auf. Alles wichtige ist zu Fuß in maximal 15 min erreichbar – und alle 15 min fährt auch ein Bus in Richtung Stadt. Wenn ich es recht bedenke, könnte ich viel schlimmer wohnen.

So habe ich es doch trefflich getroffen: Am Waldrand mit aller städtischen Infrastruktur in unmittelbarer Nähe. Und täglich grüße ich die vor dem Fenster vorbeifliegenden Roten Milane (die ich seit ich hier wohne zu fotografieren versuche – und noch nie erwischte).

Aber wenn mir das einmal gelingen sollte – dann gibt es auch eine Geschichte dazu.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Blick II (Nº 112 #oneaday)

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  2. Follygirl sagt:

    Erst dachte ich, das es nicht so schön ist in einem Hochhaus zu leben, aber ich sehe, es hat auch Vorteile. Alleine, das Du sehr zentral wohnst… was wir da alles für Wege machen, — das ist wirklich praktisch. Auch das viele „Grün“ drumherum ist doch toll, ja, man muß eben immer genauer hinschauen.
    Lieb Grüße, Petra

    • der_emil sagt:

      Hm. Ich wohne nicht zentral – eher am Rand der Zivilisation. -Trotzdem ist alles (bis auf die Bibliothek) in Gehweite < 1 km, das ist der Vorteil der Stadt

      • Follygirl sagt:

        Für uns ist das „zentral“, denn wir wohnen jwd— da gibt es gar nichts mehr— weder Bürgersteige noch Radwege, zum nächsten Geschäft ca 10 km…
        LG, Petra

  3. puzzle sagt:

    abgesehen von der Erfüllung von persönlichen Wünschen nach Abstand sind Hochhäuser, die von reichlich Grün umgeben sind, ökologisch insgesamt wertvoller als man ihnen gefühlt zutraut, vor allem, wenn man beobachtet, welche Art von Vegetationsarmut und Versiegelung offenen Bodens der typische „Häuslebauer“ mit dem kleinen Stückchen ursprünglich fruchtbaren Landes, das sein Eigentum ist, vornimmt. Abgesehen vom Grundriss von Wohn- und Nebengebäuden kommen diverse Pflasterungen dazu und damit nicht genug: am Ende werden immergrüne, nicht-laubabwerfende Bäume und Sträucher, bzw. insgesamt pollen- und nektararme, nichtfruchtende Hybriden gepflanzt, vor denen Insekten und andere Tiere verhungern würden, wenn man ihnen überhaupt Einlass gestatten wollte. „Deine“ Roten Milane müssen wunderbar sein und vor allem: sie haben ihre Ruhe vor Bejagung – früher eine der häufigsten Raubvogelarten in Deutschland, sind sie heute durch Abschuss in ländlichen Regionen ausgesprochen selten geworden.
    Das Phanomen dieser widersinnig erscheinenden Höhenangst kenne ich auch: weitweggucken ist sogar schön, nur direkt vor den Füssen wird es mir schwindelig. Metallgittertreppen oder offene Stufen auf Aussichtstürme hinaus gehe ich zwar rauf und runter – aber ich kann es überhaupt nicht ausstehen, da hinsehen zu müssen und „orientiere mich am Geländer“ 🙂

    • der_emil sagt:

      Metallgittertreppen? Deretwegen habe ich (zB) nicht bei Amazon in L anfangen können – zum direkten Arbeitsplatz geht es dort nur über einen Gitterroststeg in 3 m Höhe über dem Fußboden. Keine Chance …

      • puzzle sagt:

        Das verstehe ich: wegen so einer alleinigen Außentreppe mit Blechelementen habe ich mal eine Wohnung in einer 2. Etage nicht genommen, vor allem vor dem Winter hatte ich einen Horror: erst muß man durchgucken und dann auch noch auf dem vereisten Ding ausrutschen runterfallen? nee. 🙂

      • Veit Keller sagt:

        mich hatte da auch immer das blanke grauen gepackt… jedes mal aufs neue… jeden tag mindestens vier mal… jeden!!! Ich habs zwar noch geschafft irgendwie da mir nix anmerken zu lassen, aber es war der blanke horror!

  4. Ilona Form sagt:

    Moin Emil, ich finde Du wohnst prima. Alleine schon die Aussicht ist super…
    Wir sehen vorne raus 3 Etagen lang über die Felder und Hinterfront das selbige
    in die Gärten. Ist Land hier: Felder,Wälder,Gärten. Dorsten hat sogar einen
    Dorfplatz hahaha. Sag das mal den Eingeborenen wenn die von Stadtmitte reden.
    Ja mei, ich komme aus Essen,kannste doch mit diesem Nest nicht vergleichen.
    Obwohl Dorsten ist schön……Mach Dir einen tollen Tag******

  5. Anne-Marie sagt:

    Diese Fotos finde ich gut. Unter Hoehenangst leide ich auch,hab’s mal probiert auf einen Aussichtsturm zu steigen, oh,oh diese Gittertreppen ich hab’s nicht geschafft; 2/3 des Anstiegs & dann bin ich zittrig umgekehrt.
    Rot Milane die an Deinem Fenster vorbeifliegen,klasse.
    Lieber Emil, schoene Feiertage,gruss nach Halle

  6. anima sagt:

    Somit ist meine Frage von eben schon beantwortet 😉

    Wünsche dir schöne Feiertage.

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