Peu de fait d’être formel reçoit la tradition.
Ein wenig Fömlichkeit erhält die Tradition.
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Etwas verspätet, nämlich erst am ersten Advent, zelebrierte ich meine rituelle Weihnachtsdekoration.
Rituell?
Zelebrieren?
Häää?
Weihnachten eben. Für mich, der ich aus dem Erzgebirge stamme, ein Fest, das an viele Traditionen gebunden ist, mit vielen Traditionen einhergeht.
Zum Beispiel die Sache mit den Weihnachtsstollen: Backen nicht vor dem Totensonntag, Anschneiden des ersten Stollens am Heiligabend, Anschneiden des letzten erst am Ostersonntag. Weihnachtsdekoration gibt es nicht vorm Totensonntag.
Am ersten Advent muß der Adventsstern leuchten. Bei mir ist es ein Herrnhuter, den ich diesmal mit Klarsichtfolie einhüllte, damit er nicht von meinen Nymphensittichen zerfressen wird.
Schwibbögen gehören ans Fenster. Ahhh ja, ich gestehe: der eine hat noch ein Problem mit der Beleuchtung, das ich über den Sommer beseitigen wollte, aber nicht beseitigt habe.
Die Räuchermännchen und Räucherhäuschen werden aufgestellt. Die Pyramide wird zusammengesetzt – und wegen der Nymphen frag ich mich gerade, wohin damit in diesem Jahr?
Diese ganze Aufbauerei folgt bei mir einem strengen Ablauf, ist ein Ritual, von dem ich nicht abweiche. So muß es eben sein. Immer.
Gestern Abend saß ich dann endlich im Schein einer Kerze unter meinem leuchtenden Adventsstern und freute mich des Lebens.
Ja, und jetzt lieg ich schon lang im Bett und bereite mich auf meinen letzten Montag in der TK vor.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 27. November 2011 waren: die fertige Weihnachtsdekoration, der erste Lauf der Pyramide, das erste abgebrannte Räucherkerzchen, der Weihnachtstee, der funktionierende Schwibbogen..
© 2011 – Der Emil. Dieser Text steht unter einer creative common license für Deutschland 3.0
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Ja, die Deko oben bei Dir ist so schön altmodisch, mag ich auch… auch wir haben gestern so einiges hervorgeholt.
Ja, jetzt kann die Vorweihnachtszeit losgehen. Überhaupt ist der Dezember der allerTOLLSTE Monat ( Nikolaus, Geburstag, Weihnachten, Silvester/Jahrestag….) das ist nicht zu toppen.
LG und einen guten Montag, Petra
Da muss man nicht aus dem Erzgebirge kommen, um solche Rituale einzuhalten 😀
Das schönste ist, dass meine Kinder sie so verinnerlicht haben, dass sie auch daran festhalten, ja drauf bestehen, auch wenn ich mal aus Bequemlichkeit davon abweichen will
Na, aus dem Erzgebirge sind aber bei mir ganz, ganz viele solcher Bräuche hängengeblieben. Gibts woanders auch soooooooo viele?
Ganz wichtig ist mir u.a., daß alles zu seiner rechten Zeit geschieht …
Traditionen können auch ein stabiles Gerüst sein, das uns Halt gibt, das eine Verbindung schafft zwischen unserer Vergangeheit und der Gegenwart.
Auf so einen Herrenhuter spekuliere ich auch schon lange. Meine eltern haben einen, der wurde auch immer zum ersten Advent aufgehängt, und er er hängt auch heute wieder.
Den würde ich sehr gerne mal „erben“, leider stehen meine Geschwister auch dafür an ;-(
eine gute Woche, lieber Emil!
Spekuliere nicht mehr länger, werde tätig! 😉
Meiner ist jetzt das Hintergrundbild hier …
Ja, schön. Ich freue mich beim Lesen auf die Zeit, in 10 oder 20 Jahren, wenn ich auch einmal in Ruhe dekorieren kann.
Habe das auch gestern versucht, aber sowohl der Weg als auch das Ziel waren enttäuschend.
Mir fehlt da wohl ein Leitwolf-Aspekt, sodass alles wirr durcheinander geht: ich versuche an einer Raumecke was anzustecken, die Große hat eine andere Idee und heult ungeduldig, wann ich ihr da den Knoten machen kann, die Kleine kapiert kraft ihrer Jugend sowieso nicht, worum es geht und zupft die Lametta wieder vom Stoffbaum, der Mann denkt: „och, die Mädels machen das schon“ und putzt die Küche.
Jetzt hängt hier was, da was und nichts passt zusammen und Ideen haben ich auch nicht mehr.
Man müsste wirklich ein Ritual etablieren, seufz.
1. Du hast einen Mann, um den werden Dich sehr viele Menschen beneiden.
2. Geduld ist auch etwas, das gelernt werden kann.
3. Auch Mutti darf mal zuerst an sich denken.
Und das mit dem Ritual: Am Tag vor dem ersten Advent (das ist immer ein Sonnabend, der sollte also auch genug Zeit bieten) gibt es um 15 Uhr Kaffee – und danach wird in vorher festgelegter Reihenfolge alles aufgebaut. So ist es bei mir (naja, so soll es sein, dieses Jahr hat es ja auch nicht funktioniert).
Viel Platz hast du ja nicht, aber du hast alles aufgehoben, die ganzen Schätze der Weihnachtszeit aus deiner „alten“ Heimat.
Ich tue mich mit der Weihnachtsschmückerei immer recht schwer, denn eigentlich mag ich mich nicht so gerne erinnern, weil es auch etwas schmerzlich ist.
Liebe Grüße an dich und einen guten Start in diese Woche
Das ist nicht alles – und wurde jetzt auch noch ein wenig im Zimmer verteilt. Diesen Aufbau habe ich nur für das Foto gemacht 😉
ohja, das ist ein schöner Satz: daß alles zu seiner rechten Zeit geschieht …
Wenn dann aber immer mehr Beschleuniger daherkommen, und die schönen Traditionen überholen?? So gibts doch inzwischen Zweifel an Einsteins Relativitätstheorie, weil offenbar irgendwelche Teilchen schneller als das Licht sind.
naya, das muss natürlich nicht stimmen. habs nur letztens gelesen. Also, emil, wünsch dir was.
jo ^^
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ich denke, ich übernehme deine Hintergrundidee, wenn du es erlaubst, natürlich mit meinem eigenen Bild.
LG Kerstin
Dein Header ist richtig schön.
Prima, dass du alles wie immer gemacht hast. Sieht jetzt bestimmt heimelig bei dir aus.
Aber Räucherstäbchen wären nichts für mich.
Räucherstäbchen gibt es hier nur sehr selten. Zu Weihnachten sind es Jürgen Huss‘ Räucherkerzchen …
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