230.2026: Die Malerin

Das ist ja wieder typisch Mann, nicht wahr? Aber …

 

 

Als ich ihr das erste Mal Modell stand, dieser Malerin, kostete es mich durchaus Überwindung. Sie hatte mir kein Geld geboten dafür, sie hatte mich mit anderen Versprechungen gelockt. Und ich glaubte ihr sofort. Weil ich ihr glauben wollte. Das stand ich also im hellen Licht ihres Ateliers und konnte nichts vor ihr verbergen. Sie ging um mich herum, ihr unruhiger Blick huschte auf mir umher. Es schien mir, als könnte sie sich nicht entscheiden, mit welchem Teil von mir sie ihre Skizzen beginnen wollte. Ja, Skizzen. Damit beginnt wohl jedes ernsthafte Gemälde. Mit dahingestrichelten Teilen des später zu schaffenden Bildes. Alles nur schwarze, chaotisch durch­ein­andergewuselte Striche. Wie soll daraus ein farbenfrohes Bild werden?

Doch ich stand ihr Modell. Immer und immer wieder. Nicht nur für ein Bild. Bis jetzt, drei Jahre lang, immer wieder. Und niemals war sie in unter zehn Sitzungen, wie sie unsere Treffen nannte, auf denen ich doch immer nur stand, fertig mit all den Skizzen. Wenigstens war immer gut geheizt, und auch Essen und Trinken hatte sie immer vorbereitet. Und gestern, gestern endlich machte sie ihr Versprechen wahr: Sie malte mich zum ersten Mal nackt. Ganz ohne Kleidung. Trug endlich weder BH noch Slip und kümmerte sich auch nicht darum, was von ihrem Körper ich sehen konnte. Sie versteckte nichts, bedeckte nichts, und war endlich das, was sie mir versprochen hatte: schamlos.

 

 

Erinnerung des Tages:
Die Fünfjährige, die heut mit ihren Eltern bei mir stand, wurde vor 5 Jahren hinten in meinem Zelt mehrmals gestillt.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 27.09.2026 viele lächelnde Gesichter, eine getätigte Bestellung, der flinke Abbau.


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Über Der Emil

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3 Kommentare zu 230.2026: Die Malerin

  1. Myriade sagt:

    Originelle Aktmalerei: nicht das Modell sondern die Künstlerin ist nackt. Gefällt mir !

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