080.2026: Nix gesehen

Auf der Suche nach interessanten Motiven.

 

Gestern war ich wieder in der Stadt. Ich besuchte zwei Öffentliche Bücherschränke, stellte in den einen fünf Bücher hinein. Aus dem anderen nach mich ein Buch mit, in dem wissenschaftlich-phantastische Erzählungen (ja, aus der DDR) zu finden sind. Und solchen Lesestoff liebe ich!

Außerdem hatte ich die Kamera eingepackt, hatte vor, ein paar Bilder zu machen. Ich habe keine Ahnung, was passiert ist, doch ich finde nichts mehr, das ich für wirklich ablichtenswert halte. Es ist wie verhext! Manchmal sah ich etwas aus der fahrenden Funkenkutsche heraus und stieg bei nächster Gelegenheit aus. Aber dann: Einmal fand ich das Gesehene nicht wieder, mehrmals war es einfach nur uninteressant, banal, in meinen Augen kein Bild wert. Und so fragte ich mich, wann und weswegen der Blick fürs Motiv verlorenging. Auch die Fabulierlust ist zur Zeit nur sehr gering – ob ich beides trainieren kann, beides bald wieder habe?

Hm. Meine Kladde fülle ich noch immer täglich; nur ist das, was da steht, nicht wirklich zur Veröffentlichung hier geeignet. Hm. Aufgeben will ich noch lange nicht, es bleibt also nur eins übrig: Schreiben und Fotografieren, auch wenn es der Mühe nicht wert scheint. Spätestens morgen also gehe ich mit dem Ziel in die Stadt, mindestens 20 Bilder aufzunehmen, auch solche, die mir unnötig und uninteressant erscheinen. Und heute setze ich mich hin und schreibe etwas für den Blog, etwas, das nicht „nur” Tagebuchcharakter hat. Versprochen.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil


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Über Der Emil

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7 Kommentare zu 080.2026: Nix gesehen

  1. Oder man fotografiert ein wunderbares Motiv, und wenn man dann zu Hause das Foto anschaut, ist es banal und langweilig. Auf meinem Blog gibt es ein paar Fotos, die ich nur um der Erinnerung willen behalte.

  2. Das passiert mir auch immer wieder mal, dass ich die Fotoausrüstung dabei habe, dann aber absolut nichts finde, was sich zu fotografieren lohnen würde.

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