Noch acht davon gibt es in diesem Jahr.
Nur noch 60 (sechzig) Tage, und dann muß ich mich an eine neue Jahreszahl gewöhnen. Huch? Gestern war doch noch Anfang März, denke ich und bin wieder erstaunt, wie wenig von diesem Jahr in meinem Kopf hängengeblieben ist (dazu ist das meiste vom Hängengebliebenen auch noch beschissen). Noch acht Montage bleiben …
Was war denn heute bei mir los? Ich habe es wieder geschafft, ziemlich bald nach dem Aufstehen einiges zu notieren. Mit von den Nachrichten noch unverdorbenem Geist scheint das durchaus zu funktionieren. Da waren auch einige Gedanken dabei, die ich bisher immer vermieden/gemieden habe, zu all dem Krempel, den ich hier bei mir so angehäuft habe, den ich hier horte. Ich gebe ja schon Dinge weg; allerdings viel zu wenige selbst nach meinem eigenen Geschmack. Heute schrieb ich zu einer lange in meinem Schrank liegenden Kinderbrille alles auf, was ich noch dazu weiß, und alles, was mich bisher daran hindert(e), diese Brille zu spenden. Und nun, glaube ich, bin ich bereit dazu. Wenn ich das, dieses Verschriftlichen von Erinnerungen und Gefühlen, mit nur einem Stück täglich weitermachen kann, dann schaffe ich es, 400 Dinge im Jahr wegzugeben – zusätzlich zu den Büchern. (Was will ich mit mittlerweile fünf Handkaffeemühlen? Aber jede hat ihre eigene Geschichte …)
Heute erreichte ich endlich einen existentiell wichtigen Zahlungsempfänger (vorher war es wegen des Wochenendes einfach nicht möglich). Nun, die kürzlich verbesserte Überprüfung der Kontodaten finde ich ganz richtig, aber wenn der Name des Kontoinhabers sich wegen der Umbenennung eines Unternehmens verändert, wäre es ziemlich wichitg gewesen, diesen neuen Namen zu wissen. Was soll ich sagen: Die Bezeichnung des Kontoinhabers hat nichts, wirklich nichts mit dem geänderten Firmennamen zu tun. Laut telefonischer Auskunft wurden die Mitteilungen über die diesbezüglichen Veränderungen am 30. Oktober in den Versand gegeben. Äußerst rechtzeitig, wenn dann trotz Feiertagen das Geld am ersten eines Monats auf dem Empfängerkonto sein muß. Hmpf.
Nun, auch einige Mails habe ich heute verschickt und beantwortet. Und anderen Kleinkram zuhause erledigt. Am Nachmittag ein wenig auf der Schlafstatt herümgelümmelt. Am späten Nachmittag CDs kopiert und aussortiert (Daten sind jetzt auf einer Festplatte). Und alles andere, das jeden Tag passieren muß, geschah ja heute auch noch.
Wenn der Blog gleich veröffentlicht ist, setze ich mich nochmal an den Schreibplatz. Für eine weitere Adventskalendergeschichte notierte ich mir ein paar Stichworte, mal sehen, ob ich wieder hineinfinde.
Ja, ich bin noch immer genervt von der Unzuverlässigkeit einer anderen Person. Mittlerweile sehr heftig. Auf der anderen Seite möchte ich keine Kraft mehr vergeuden an unter Umständen wenig erfolgreiches Ärgern. Irgendeine praktikable Lösung werde ich da hoffentlich noch in diesem Jahr finden, ich habe ja noch 60 Tage Zeit dazu.
Erinnerung des Tages:
Nachdem ich endlich (wieder) eine Brille trug, konnten sich auch andere Familienmitglieder damit anfreunden.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 3. November 2025 war ich zufrieden mit niedergeschriebenen Gedanken, mit dem geschafften Kleinkram, mit der herumverlümmelten Zeit.
© 2025 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich besitze nur zwei alte Kaffeemühlen, wobei eine, nach gründlicher Reinigung, zur Getreidemühle umfunktioniert wurde. Beide Mühlen sind schon lange nicht mehr in Betrieb. Sie stehen neben einem ebenso alten Tonsteinkrug auf dem Küchenregal. Ausschließlich zierende Staubfänger, aber dennoch, weggeben kann ich sie nicht.
Drei habe ich von meiner Mutter übernommen, zwei stammen aus Zu-Verschenken-Kisten. Nur zwei davon nutze ich wirklich (ja, manchmal kauf ich ganze Bohnen).
Wenn nur nicht so viele Emotionen an denen von Mutter hängen würden!
Meine sind frei von Erinnerungen an Eltern oder Großeltern. Ich kaufte sie in jungen Jahren auf einem Trödelmarkt. Aber sie erinnern mich an die Zeit, als meine Kinder noch klein waren. Mit welchem Eifer sie die Kaffeebohnen mahlten (das war spannender als später die Getreidekörner) werde ich nie vergessen. Immer wenn es nicht weiterging, weil Bohnen sich des Zermahlens verweigerten, dieser kurze Moment des tiefen Luftholens und erneuter Kraftanstrengung, unvergesslich.