Selbstauferlegt, aber würde das irgendetwas leichter machen?
Es mag notwendig erscheinen, etwas zu vollbringen, das ich nicht schaffen kann, nämlich Worte und Sätze zu finden und niederzuschreiben, die jede und jeder auf Anhieb versteht, ohne Fragen stellen zu müssen – sie dürfen, aber es sollte nicht nötig sein.
Es mag notwendig erscheinen … Mir. Vielleicht niemandem sonst. So bekloppt wird ja wohl niemand (gewesen) sein. Außer vielleicht – aber nein, sogar Worte und Sätze von Juristen lassen immer Fragen zurück, befürchte ich. Selbst ein klares „Nein!” wird viel zu oft hinterfragt, angezweifelt, für nicht so gemeint gehalten. Tja.
Ja, ich zweifle. An der Notwendigkeit, an der Möglichkeit solcher Worte und Sätze. Denn dem steht wohl entgegen, was menschlich ist … (Und dennoch möchte ich es einmal, wenigstens einmal vollbringen können.)
Erinnerung des Tages:
Ich ritt als Kind häufig auf den Ziegen meiner Großeltern in Mecklenburg, fiel auch oft herunter.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 6. Juli 2025 war ich zufrieden mit begonnenen Vorbereitungen für das nächste Wochenende, mit einem gefundenen Buch (Erwin Strittmatter: Vor der Verwandlung), mit Bratwürsten zum Abendessen.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ein Nein ist schwer zu akzeptieren, besonders, wenn die Person, die es ausspricht, eher eine ist, die sich sonst bemüht, verfügbar und hilfsbereit zu sein. Ansonsten bedarf meiner Meinung nach Sprache immer der Interpretation, das ist das Schöne und das Schwierige daran.
Auf Ziegen oder Kühen hätte ich in meiner Kindheit nicht reiten dürfen, die waren zu wertvoll. Auf den wenigen verbliebenen Bauernpferden ja, aber in der Erntezeit maximal bis zum Fluss, weil die Pferde sich von der schweren Arbeit ausruhen mussten. In den Fluss gingen sie nach der Arbeit gerne, und dabei duldeten sie sogar uns Kinder auf dem Rücken.