Eine von der Art, die das regulierte Leben mit sich bringt.
Wie weit müssen wir denn noch gehen? Wie weit, frage ich? Was alles neben dem normalen, angefüllten Leben ist denn noch notwendig? Da waren und sind doch schon lernen, arbeiten, Kinder haben und erziehen, Beziehungen pflegen. Und ganz nebenbei soll eins noch ins Ungewisse gehen, sich hineinwagen, hineinspringen sogar? Wieso darf ich das Selbstverständliche nicht für selbstverständlich nehmen, wozu soll ich ausbrechen aus dem, was ich mir so bequem eingerichtet habe?
Ja, gut, vielleicht ist das, was ich habe, nicht das Glück; und vielleicht macht es mich auch nicht so zufrieden, wie ich das hoffte, früher, bevor ich das alles hatte. Aber ich habe meine Routine und meine Ruhe. Mich bringt nichts mehr aus der Ruhe, mich stört nur noch wenig. Mich interessiert kaum noch, was andere von mir denken. Na gut, etwas stört mich dennoch selbst an meinem guten Leben: Manchmal überfällt mich eine unspezifische und unruhige Sehnsucht – und ich weiß einfach nicht, wonach ich mich noch sehnen sollte, könnte und dürfte …
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Aus meinem Uralt-Netbook hab ich SSD und RAM ausgebaut, das Gerät brachte ich zum Elektroschrott-Container.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 5. Juli 2025 war ich zufrieden mit dem Fortschritt beim Einrichten, mit dem fast ausgelesenen Buch, mit geshreddertem Papier.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

