Rückkehr zu den Anfängen.
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Immer wieder trafen sie sich und gingen aneinander vorüber. Bis einer von beiden zu grüßen begann. Irgendwann lächelten sie sich schon von weitem zu. Später hielten sie an, wechselten ein paar Worte miteinander und gingen danach wieder ihre eigenen Wege. So ging das viele Monate. Eines Tages wurden sie in ihrer Unterhaltung von einem plötzlichen Regenguß gestört. Da gingen sie zum ersten Mal ein Stück Weg gemeinsam, unter einem großen dunklen Regenschirm ganz altmodisch Arm in Arm. Sie ließen sich Zeit, auch für diesen Weg. Irgendwann verabschiedeten sie sich nicht mehr vor einer Haustür: Sie luden sich jeweils auf einen Kaffee und viel später sogar zu einem gemeinsamen Frühstück ein.
Das war der Beginn einer wunderbaren, viele Jahre dauernden Romanze. Weil sie sich nicht jeden Tag sahen und nicht jeden Tag rund um die Uhr zusammensein konnten und wollten, waren ihre Begegnungen immer kleine Sonneninseln im tristen Alltag. Sie beschlossen, daß sie sich die nicht durch eine „normale” Beziehung unmöglich machen wollten und gingen ab und zu wieder aneinander vorbei, lächelnd, wissend und mit frohem Herzen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 17. Mai 2023 war ich zufrieden mit dem ungewöhnlich ausgiebigen Frühstück, mit den Eierkuchen zu Mittag, mit den anderthalb Stunden in einem einzigen (nicht großen) Edeka.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Eine sehr schöne, berührende, weiche Geschichte von dir Emil.
Ich danke dir dafür.
Danke.
(M)Ein Plädoyer gegen zu viel Nähe, die dann schnell zur Enge wird …
Das ist natürlich Ansichtssache und so individuell wie wir Menschen.
Gefällt mir sehr.
Danke.
Schön!
Lieber Gruß
Helmut
Vielen Dank.