2021,065: Vermeidung

Unmöglich. Daher muß ich eine andere Bezeichnung finden.

To get a Google translation use this link.

 

Wie gut kann, könnte wohl mein Leben (gewesen) sein, wie zufriedenstel­lend, erfüllend, wenn ich jeden Fehler vermeide, zu vermeiden versuche, vermieden hätte. Wie aber wäre, wie aber bliebe dieses Leben dann noch mein Leben. Denn: Sind es nicht die von mir gemachten Fehler, die mich erst menschlich machen … Und ohne die von mir gemachten Fehler hätte ich viele andere Menschen nicht getroffen, nie kennengelernt.
 
Wie wäre es nur ohne verlaufen, mein Leben? Ich bin heute froh über die meisten meiner Fehler Erfahrungen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 06.03.2021 waren positiv der Besuch eines Friedhofes mit ganzen 43 (aktiven) Grabstätten, ein Spaziergang an der Würde, Backfisch.
 
Die Tageskarte für morgen ist II – Die Hohepriesterin.

© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2021, Gedachtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

9 Kommentare zu 2021,065: Vermeidung

  1. womöglich wäre es der größte fehler, immer alles richtig zu machen.
    auch kommt es auf die qualität der fehler an, die man sich leistet. viele fehler, z.b. in der liebe, registriert man erst im nachhinein… und fehler aus dummheit bzw. fehlender einsicht sind wohl unvermeidbar und dienen im besten fall der reifung des menschen.
    dann: sagt sich ein berufsverbrecher, dass es ein fehler war, diese laufbahn eingeschlagen zu haben? menschen beurteilen ihre fehler nach einer subjektiven ethik. jeder legt da einen anderen maßstab an.
    und wie du es sagst: fehler bergen chancen, führen vielleicht zu interessanten kontakten… sie sind so was wie der dünger des lebens, aus dem neues sprießt.

    • Der Emil sagt:

      Und trotzdem ist das Streben nach Fehlerlosigkeit irgendwie auch dem Menschen zueigen (weil sie ihm wohl häufig anerzogen wird in Kindertagen).

      • ja, wir werden unser leben lang getrimmt… umso mehr fehler, desto schlechter unsere chancen in der gesellschaft etwas zu werden. irgendwann hat man das dummerweise verinnerlicht.

  2. Sofasophia sagt:

    Weise Gedanken, die ich ähnlich schon wälzte beim Nachdenken über ideales Menschsein. Noch fehlt mir deine Dankbarkeit, aber die kommt hoffentlich noch.

  3. Gudrun sagt:

    Fehler? Falsch oder richtig, an oder aus, 1 oder 0. So handeln wir aber nicht und das ist auch gut so. Und als solche Abläufe sollten wir das eigene Leben nicht einschätzen. Nie. Meine Mutter hatte keine besondere Bildung, aber einen ganz gesunden Verstand. Sie meinte immer, dass alles seinen Sinn hat, man erkennt ihn bloß nicht immer gleich. Verharren wie das Karnickel vor der Schlange sollte man aber auch nicht. Das wäre dann die „0“.
    Sonntagsgrüße von der aufmüpfigen Stadt nebenan.

  4. Frau Momo sagt:

    Ich lese gerade ein Buch, Die Mitternachtsbibliothek, in dem es darum geht :
    „Matt Haig ist ein zauberhafter Roman darüber gelungen, dass uns all die Entscheidungen, die wir bereuen, doch erst zu dem Menschen machen, der wir sind. Eine Hymne auf das Leben – auch auf das, das zwickt, das uns verzweifeln lässt und das doch das einzige ist, das zu uns gehört. “
    Ich selber würde das, was nicht so gut gelaufen ist in meinem Leben auch eher als Erfahrungen verbuchen als als Fehler. Zu bestimmten Zeiten konnte ich vielleicht nicht anders handeln, heute habe ich mehr Werkzeuge, aber nicht immer ist natürlich alles reflektiert. Wie sagte mal eine Therapeutin zu mir: Umweg erweitern die Ortskenntnis. Und davon habe ich einige im Leben gemacht. Wer definiert denn, was falsch und was richtig ist? Das können ja letztlich nur wir selbst, denn was für mich richtig ist, ist es für jemand anderes vielleicht nicht. Und trotzdem können wir gegenseitig voneinander lernen, wenn wir miteinander teilen.

    • Der Emil sagt:

      Ich gebe mir Mühe, das, was bisher als „Fehler“ in meinem Lebenslauf bezeichnet wurde (von anderen und von mir), eben nicht mehr als Fehler zu sehen und zu bezeichnen. Wird noch viel Arbeit sein …

      Danke für den Buchtip.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert