Zu große Hände und fehlender Platz.
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Über das Aufgehen eines Sterns wollte ich schreiben. Als Metapher. Für meinen Andventsstern, der aus Herrnhut stammt. Aber … Ach, das Zusammenbauen meines Sterns ist doch etwas völlig anderes als ein Aufgehen. Die Zacken, viereckige und dreieckige, werden mit Papiernieten miteinander verbunden. Es braucht gelenkige Finger. Und somit war es früher, als Kind und Jugendlicher, mit den damals kleineren Händen auch wesentlich einfacher. Irgendwann nämlich ist die eckige Kugel fast geschlossen und dann muß in ihrem Inneren gefummelt werden. Natürlich könnte ich ihn auch immer zusammengebaut lassen – aber da ist kein Platz, an dem ich ihn so lagern könnte, meinen Hernnhuter Stern. Also wird er jedes Jahr nach dem Totensonntag zusammengebaut und erst nach Mariä Lichtmeß wieder auseinandergenommen. Und liegt dann etwa 42 Wochen im Karton im Schrank.
Allerdings überlege ich, ob bei mir zukünftig vielleicht das ganze Jahr hindurch Weihnachtszeit ist.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 24.11.2020 die ausgetauschten Lampen, der hängende Stern, angekommene Post.
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Stäbe.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Weihnachtszeit vielleicht nicht, aber Sterne leuchten das ganze Jahr. Unser Stern hängt eigentlich immer und erinnert an einen besonderen Menschen.
(Danke.)
Nun, ich überlege ja, ob meiner nun auch hängenbleibt.
Wäre doch eine gute Idee.
Bei mir in der Nachbarschaft hängt so ein Stern. Das ganze Jahr war er da. Nur fiel er im Sommer nicht so auf, weil es länger hell war. Ach, vielleicht darf der Stern ja bei dir bleiben.
Es wird wohl auch alles andere bleiben übers Jahr.
Aber das ist ja als würdest du die Zeit anhalten.
Ja.
Genau das.
Sterne gehen immer. Bei mir auch einige Engel.