Ein kleiner Japaner und ein fauler Sonntag (Nº 196)


Oder: Warum ich mir alles von hinten ansah

To get a Google translation use this link.

 

“Na, wie war Dein Wochenende?” “Dunkel, hell, dunkel, hell, dunkel, vorbei.”

Meins war auch so – nicht ganz, aber beinahe. Am Sonnabend nämlich, zum Abschlußkonzert von A2R, das auch Geburtstagskonzert von Radio Corax (seit 13 Jahren auf Sendung), war ich von 18 Uhr bis 03 Uhr tatsächlich vor Ort.

Ich saß bzw. stand die meiste Zeit direkt hinter der Bühne. Ich habe «Brockdorf Klang Labor vs. Ich-AG Geige» von hinten gesehen (und ihnen vorm Auftritt noch zwei Schlipse gebunden). Ich habe die Enttäuschung in den Gesichtern der Künstler gesehen, als «Republik der Sehnsucht» aus technischen Gründen ausfallen mußte. Felix Kubin sah ich und wie er sich bewegte und ich hörte, wie er die Menschen vor der Bühne zum Tanzen und Mitsingen brachte.

Und natürlich war ich absolut begeistert von den chilligen (mein Empfinden) Sounds eines Mannes, den ich bis Sonnabend auch noch nicht kannte. Aber wie dieser kleine Kerl hinter dem Pult stand, kein Licht auf sich gerichtet haben wollte und die Leute zum Tanzen brachte und sich selbst die ganze Zeit bewegte! Grandios. Auch ich saß und stand da nicht mehr ganz still – dabei habe ich zum ersten Mal dort etwas von AOKI Takamasa gehört.

Ja. Und alles hab ich nur von “Hinter der Bühne – back stage” gesehen und gehört. Denn ich stand als Security genau vor diesem Backstage-Bereich und achtete darauf, daß dort niemand hinging, der nicht hingehörte.

Auf dem Heimweg hatte ich schon heftig Füße – konnte aber wieder nicht sofort einschlafen. Also habe ich mir noch einen Film angesehen, wahrscheinlich etwa bis zur Hälfte. Wegen meiner Vögel hatte ich mir einen Wecker gestellt: Die durften kurz nach Neun aus dem Käfig und ich schlief weiter. Den Rest des Sonntags verbrachte ich musikhörend und lesend vor dem PC – ziemlich faul.

Schlechtes Gewissen? Pah! Es tat gut.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 14. Juli 2013 war ein leckerer Tomaten-Gurkensalat mit Mozarella und selbstgemachtem Joghurt-Buttermilch-Balsamico-Dressing.

© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

196 / 365 (WP-count: 377 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes, Gesehenes, One Post a Day, postaday2013 #oneaday abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu Ein kleiner Japaner und ein fauler Sonntag (Nº 196)

  1. Sofasophia sagt:

    klingt doch stimmig, trotz heftiger füße? warum also nicht?

  2. Brigitte sagt:

    Klingt gut und so wie du den Sonntag verbracht hast, habe ich den Samstag verbracht. Muss mal sein und tat soooooo gut. Und ich habe dabei gar kein schlechtes Gewissen.
    Tschüssi Brigitte

  3. Gabi sagt:

    Freu mich für Dich für dieses schöne Erlebnis. Und ein fauler Sonntag ist doch auch was Schönes.
    LG Gabi

  4. Der Emil sagt:

    Ich hatte ja extra vermieden, etwas von Felix Kubin und Aoki Takamasa vor dem Konzert zu hören. Und obwohl das nun so überhauopt nicht die Musik war, die ich bevorzuge: ich war von beiden positiv überrascht …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert