Bruchstücke (aus verschiedenen Jahren)
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Da hab‘ ich mir wiedereinmal eine Aufgabe gesucht, die richtig schwierig ist. “Erzähl doch einfach mal vom ersten Weihnachtsfest, an das Du Dich erinnern kannst.”
Erinnern. Sicher erinnern. Und dann womöglich auch noch zeitlich einsortieren? Mensch, ich bin fast 50, das heißt, ich muß in meiner Erinnerung von vor 45 Jahren kramen!?
Es war einmal, kurz bevor ich in die Schule kam, also wahrscheinlich 1968 oder 1969, da übte ich im Kindergarten in Oberschlema ein Lied für die Weihnachtsfeier, die zugleich Elternabend sein sollte. «Guten Abend, schön‘ Abend, es weihnachtet schon!» Ein Mädchen und ich standen etwas abseits der restlichen Kinder vor einem Tisch mit Weihnschtsstollen und einer Pyramide darauf. Die Pyramide drehte sich dank der vier angezündeten Lichter recht flott. Und auch ein Andventskranz stand da, auf dem zwei oder drei Kerzen brannten.
Wieso ich das noch weiß? Weil das sozusagen mein erster “öffentlicher” Auftritt war, als nur das Mädchen und ich immer «Guten Abend, schön‘ Abend, es weihnachtet schon» – die ersten Zeilen des Liedes – sangen, und diese dann von allen Kindern wiederholt wurden. «Am Kranze die Lichter, die brennen so fein. Sie geben der Heimat einen hellichten Schein.» Und an diesem Wort “hellicht” hatte ich mich festgebissen, das wollte ich nicht singen, das kannte ich nämlich nicht.
Wahrscheinlich im selben Jahr war ich bei den Großeltern im Nachbarort zu Gast – zu Weihnachten, denn ich sehe den Weihnachtsbaum noch im Wohnzimmer stehen. Es war einer der Feiertage, Großvater hatte sich nach dem Mittagessen auf die Couch gelegt und den Fernseher angeschaltet. Ich saß daneben, mit Großmutter in einem hohen Ohrensessel. Opa schnarchte fürchterlich! Bis er aufwachte, die Oma anstieß und mit ihr schimpfte: “Schnarch nicht so laut!” Danach drehte er sich ein wenig zur Seite und schlief, laut vor sich hin sägend, weiter.
Der Weihnachtsbaum stand zwischen Kannapee und Fernsehtisch – behängt mit sehr viel Lametta, schwerem Lametta, und vielen silberglänzenden Kugeln und Formen. Und die aufgesteckte elektrische Beleuchtug war immer einfach weiß, flackerte nicht. Und für mich war es immer eine Freude, durch das Eindrehen eines Birnchens den Baum in seinem Licht erstrahlen zu lassen.
Was es an Geschenken gab, daran kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Aber es gab nur eine Bescherung, am Weihnachtsabend zuhause. Doch darüber berichte ich vielleicht ein andermal.
Und ihr? Wie war das bei euch mit dem ersten Weihnachtsfest, an das ihr euch sicher erinnert? Ist es ein Lied, ein Geruch, ein Bild?
Habt eine besinnliche Zeit.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 2. Dezember 2012 war ein Spazuiergang im frisch gefallenen Schnee – zwar nur wenig, sehr wenig, aber es schneite wirklich.
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Merke erste jetzt, daß ich mich nicht erinnere… komisch eigentlich, wo doch der Dezember mein allerliebster Monat ist ist.
Da hatten Deinen Großeeltern aber schon früh ein TV…das kam bei uns viel später…(wir armen „Westler“ 😉 )…
LG, Petra
Großvater war Böttcher (und Tischler), der hatte sogar Telefon 😉
Meiner war Architekt und hat wirklich große Sachen gebaut.. und wir hatten erst sehr viel später TV, erst die eine Oma..dann die andere… und noch viel später wir… und ein eigenes Telefon hatten wir noch viel später, das die Großeltern oben eines hatten..
Ich erinnere mich an die Weihnachten in unserem Haus auf Eiderstedt mit einem großen Baum. Weihnachten war aber irgendwie auch immer Streß…. Heiligabend bei meiner Mutter, 1. Feiertag beim Vater und am 2. dann zu den Großeltern.
Weihnachten war deswegen toll, weil ich dann immer Kniestrümpfe anziehen durfte über dem festlichen Kleid, das mir weniger behagte. Ich bekam immer, neben anderem, einen Schlafanzug geschenkt und konnte es dann nie abwarten, dass ich ihn dann auch anziehen durfte, um dann mit neuem Buch im Bett zu verschwinden … zuerst waren es Bilderbücher, später dann lesbare und die hatte ich dann spätestens am 2. Weihnachtstag ausgelesen 🙂
meine Erinnerung beginnt auch, als ich 5 Jahre alt war, aber ich erinnere mich nicht an alles gerne, meine Mutter heulte IMMER bei ihrem Glockengeläut, das von der Schallplatte ertönte, ich hab diese Heulerei gehasst! sie galt es abzuwarten und dann wars gut. Gerne erinnere ich mich an den mit Kerzen geschmückten Baum, es roch sooo gut, an den traditionellen selbstgemachten Heringssalat mit Walnüssen zu Heiligabend, der schmeckte fein und an mein Vorspiel mit Akkordeon auch, das ärgerte meine Mutter, weil sie der Meinung war, dass ich als Mädchen nicht Akkordeon zu spielen hätte, aber ich habe es mir immer und immer wieder geholt und nach Gehör die Lieder auf der Tastatur eingeübt … das machte sie dann doch stolz …
aber am allerliebsten träumte ich (etwas später) von Weihnachten in Bullerbü, das war so, wie ich es gerne gehabt hätte, nicht so seltsam steif mit Mutter und manchmal mit großem Bruder allein …
herzliche Grüße Ulli
Naja, ich erinnere mich auch nicht gern an alles – manches bleibt wohlverwahrt (aber ab und zu seh ich es mir an).
Ach, und vorher das Kartoffelnreiben für die Klöße …
Und ich erinnere mich immer noch an den Weihnachtsmann, der angeblich aus Stolberg kam, zwinker. Er war groß, sehr groß und er hatte eine mächtig gewaltige Stimme. Vor dem bin ich immer abgehauen und habe mich heulend hinter dem Sofa von Oma versteckt. Kam aber der Hartensteiner ;-), dann war ich glücklich. Der war nämlich klein und immer lieb. Tja, und dann erinnere ich mich jedes Jahr auf`s Neue, als das große Stühle rücken bei uns begonnen hat – jeder musste seinen Schatten im Kerzenschein an der Wand sehen können. Für Oma war das enorm wichtig. Es bedeutete nämlich, dass man dann auch das ff. Fest gemeinsam begehen wird. Übrigens, die Schallplatte haben wir auch!!!
Das mit den Schatten – irgendwo hab ich das auch schonmal gelesen oder gehört. Aber es verschwindet immer wieder in der Versenkung …
(Ich habe durchaus noch frühere Erinnerungen, aber nicht zu Weihnachten.)
Weihnachten war immer spannend, schon vorher. Meine Mutter strickte für meine Puppe, sie musste ja dem Christkind helfen. Doch wie es aussah, das erfuhr ich immer erst an Weihnachten.
In den letzten Tagen vor Weihnachten war die Tür des kleinen Zimmers abgeschlossen. Dann musste mein Bruder in der Küche auf der Couch schlafen.
Am Heiligen Abend hörten wir, dass oben im dritten Stock die Tochter Rollschuhe zu Weihnachten bekommen hat, damals noch mit Eisenrollen. Die Evangelen hatten ja schon am späten Nachmittag ihr Bescherung.
Wir mussten früh aufstehen, denn um 5 Uhr morgens war die Christmette, auch Uchte genannt, am Weihnachtsmorgen. Ich war stolz, mit zu dürfen.
Mach der Uchte hatten auch wir Weihnachten! Wir kamen mit strahlenden Gesichtern aus der Kirche.
Dann zu Hause war die Tür offen! Die echten Kerzen brannten, Vater war nämlich vorgegangen….
Oh Tannenbaum wurde gesungen, und dann konnte ich meine Puppe bewundern mit ihrem neuen Kleidchen.
Da ich im Dezember Namenstag und Geburtstag habe, hatte ich immer gute und ausreichende Winterkleidung 😉
Ja, damals wurde noch viel praktischer geschenkt. Und wir Kinder haben uns auch über Kleinigkeiten mehr gefreut – zumindest habe ich diesen Eindruck.Das liegt zum einen vielleicht am Markenfetischismus, zum anderen an den übersteigerten, künstlichen Bedürfnissen, die immer wieder geschaffen werden.
Puppenkleider. Die waren bei mir ein neues Haus (Bausatz zum selberleimen) für die Modellbahn oder ähnliches.
Mein erstes Weihnachten ist recht verschwommen, ich war vier und der Weihnachtsmann brachte mir eine EISENBAHN!! Das war der erste und letzte Weihnachtsmann in meinem (bisherigen) Leben. (Meine Kinder lernten nie einen kennen. Wir feierten immer den Geburtstag Jesus. Und da wir ihm nichts schenken können, beschenkten wir uns stellvertretend.) Meine Kindheitsweihnachten waren immer toll. Wir hatten sehr wenig Geld und es war immer wieder überraschend, was meine Eltern damit zaubern konnten. Besonders liebten wir den Weihnachtsbaum, denn er war neben dem üblichen Schmuck mit sehr viel Süßigkeiten behangen. Der eine oder andere Schokozapfen oder Geleering verschwand auf unheimliche Art und Weise schon während der Feiertage. Meine Brüder und ich fieberten dem Tag des Weihnachtsbaumplünderns nach Silvester entgegen. Bis zum 6.Januar hielt keiner der Bäume, die wir hatten. Nicht, weil er von uns Kindern so maträtiert worden wäre, sondern weil er seine Nadeln im zentralbeheizten Wohnzimmer schnell verlor.
Ich erinnere mich an eine Schulfeier im örtlichen Gasthof. Ich musste mit Peter – Friedrich – wir waren beide im ersten Schuljahr – zusammen eine Tür spielen (echt…) und wäre so gerne die Prinzessin gewesen. Jaja, wie im wahren Leben… LG von Rana
An das erste Weihnachtsfest erinnere ich mich nicht konkret. Nur, dass ich mir als kleines Kind immer „Bratetoffeln (Bratkartoffeln) und Tannenbaum“ vom Weihnachtsmann wünschte. 🙂
Nicht das erste. Das erste, an das Du Dich erinnerst …
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