Das Tablett (#234)

Weitergegeben, weitergenutzt

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Genau ein Jahr war es bei mir. Ich habe mich damit abgemüht, immer wieder versucht, mit seiner Hilfe Bilder zu bearbeiten. Doch so richtig angefreundet hatte ich mich nie mit ihm. Schließlich diente es hauptsächlich als Unterlage für ein Mousepad.

Mittlerweile fand ich zwar heraus, daß GIMP auch die Druckempfindlichkeit de Gerätes umsetzt, aber es liegt mir einfach nicht, mit diesem Ding zu arbeiten. Es ist groß, etwas größer als DIN-A4 – und dementsprechend weit sind die Wege, die meine Hand mit dem Stift oder der zugehörigen Maus zurücklegen muß.

Was hatte ich mich über das Grafiktablett gefreut! Doch wieso soll ich es bei mir behalten, ohne es zu nutzen? Schon am Freitag fragte ich deshalb im Umsonstladen nach, ob denn die Person, die es schon damals auch gern gehabt hätte, das Grafiktablett noch immer haben möchte.

Klar, immer her damit! Und so habe ich mein Versprechen eingehalten: es weiterzugeben, wenn ich es nicht benutze(n kann). Ein nützliches Gerät wird jetzt nicht länger ungenutzt bleiben. Jemand anderes freute sich gestern darüber und wird gute Arbeit damit tun können.

Meine Bildbearbeitung leidet nicht darunter, ganz im Gegenteil. Mit der normalen Maus bin ich schneller als mit dem Stift oder der Tablettmaus. Ich brauche ja auch nur kleine Bewegungen und muß nicht, um in einem Programm von links nach rechts den Mauszeiger zu verschieben, die Strecke von fast 30 cm (lange Kante DIN-A4) zurücklegen.

Und weil ich schonmal beim Abgeben war: Am Freitag hatte ich im Umsonstladen einen TFT-Monitor gefunden, den ich zuhause ausprobierte. Er funktioniert, kann aber nicht die von mir bevorzugte Auflösung von 1280×1024 Pixeln darstellen. Also ging auch er zurück in den ewigen Kreislauf. Und ein paar PC-Lautsprecher auch.

Wenn ich mich nur einfacher von manchen Dingen trennen könnte! Ich übe weiter, vielleicht wird es dadurch irgendwann leichter.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 20. August 2012 waren der Besuch im Umsonstladen incl. des Loslassens / Abgebens und der Dokumentarfilm im Zazie (Eintritt frei! Herrlich!).

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Das Tablett (#234)

  1. Ich habe auch schon einiges in den Umsonstladen gebracht. Ich brauche die Sachen nicht mehr und ein anderer freut sich.
    LG Gabi

  2. Brigitte sagt:

    Ich glaube, für mich wäre so ein Teil auch nix. Man hängt schon an seinen Gewohnheiten und Maus bleibt Maus. Da gehen die bewegungen schon automatisch.
    Tschüssi Brigitte

  3. Frau Momo sagt:

    Bei uns kreislaufen die meisten Sachen dann über freecycle. Der Umsonstladen hier ist mir ein Greuel, weil leider die Mitarbeiter mit einer Unfreundlichkeit gesegnet sind, die mir jedes Schenken verleidet. Klamotten gehen in die entsprechenden Läden für Menschen mit wenig Geld, alles andere, was noch gut und brauchbar ist, geht über freecycle. Die Idee dahinter gefällt mir und auch wir haben schon das ein oder andere nützliche Teil über dieses Netzwerk ergattert. Trennen tue ich mich im Moment leicht… ich denke einfach daran, das alles hier vom 3. Stock runter muß und in der neuen Wohnung wieder in den 3. Stock hoch. Ohne Fahrstuhl natürlich.

  4. april sagt:

    Nach meinen Erfahrungen wird es mit jedem Teil leichter, vor allem, wenn es nicht in den Müll kommt, sondern noch irgendwo gebraucht wird.

  5. Elvira sagt:

    Ich verschenke auch alles, allerdings bisher ohne Umwege über Umsonstläden. Kleinkram stelle ich ins Treppenhaus, Zettel „Zu Verschenken“ ran, wenige Stunden später ist alles weg. Klar weiß ich, dass es sich keine wirklich Bedürftigen genommen haben, das wäre noch ausbaufähig.

  6. M. sagt:

    Ich stell mich jetzt mal öffentlich ganz dumm dar. Emil! Ich kenne so ein Teil gar nicht! Da muss ich mich jetzt wirklich erst mal schlau machen, was man damit alles anstellen kann….

  7. Gudrun sagt:

    Naja, es kommt halt immer darauf an, was man mit diesem Arbeitsmittel erreichen will, und wie sehr man sich darauf einläßt. Ein Kind, was zum erstem mal mit Füller schreibt, verbiegt auch schon mal die Feder. Es dauert ein Weilchen, bis der „Griffel“ richtig in der Hand liegt und zum Instrument wird. Die Bildbearbeitungsprogramme zu beherrschen und auch den Umgang mit dem Grafiktablett ist richtig harte Arbeit. (Ich werde mich hüten über die Nutzlosigkeit von Ölfarbe zu reden, wenn ich gar kein Ölbild malen will und werde.)
    Schön ist es, wenn man Dinge einfach weitergibt, für die man keine rechte Verwendung hat. Einfach so. Ohne etwas zu verlangen. Dann haben auch mal all die eine Chance, die sich das einfach nicht leisten können.
    Ich habe mein Grafiktablett auch geschenkt bekommen. Einfach so. Und es hat eine ganze Menge bei mir ausgelöst. Und dem Geber aus Österreich bin ich sehr dankbar.

  8. Rana sagt:

    Manchmal merkt man nicht so schnell, dass man bestimmte Dinge einfach nicht braucht (ich habe jetzt gerade eine Kiste Töpfe eingepackt…)

  9. minibares sagt:

    Ja, sich trennen von alten Sachen, oder Dingen, die nicht gebraucht werden. Einmal anfangen, dann klappts immer besser.
    Braucht du einen TFT-Monitor? Wir haben noch einen übrig. 24″

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