14. Juli 2012, 19.44 Uhr
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Normalerweise! Normalerweise habe ich bis jetzt wenigstens eine Idee, einen Kern- oder Anfangssatz für meinen täglichen Post in einem meiner Notizbücher notiert. Heute steht da nichts.
Manchmal habe ich auch schon alte Blogeinträge von MyLEER wiederverwendet. Aber ich finde nichts, das meinen Ansprüchen genügt.
Sowieso bin ich ein wenig enttäuscht wegen der fehlenden Kommentare zu meinen Senryū. Und dann habe ich, seit ich nach meiner Rückkehr nachhause etwas aß, ein kleines Problem mit meinen Verdauungsorgenen. Magengrimmen.
Trotzdem hab ich ein (echtes) (Herbst-) Haiku verfaßt – sozusagen aus dem Stehgreif (ehrlich!) als Kommentar auf Syntaxias “Schon früh am Morgen” – und bin auf das Teil auch ziemlich stolz:
Rund um unser Haus
fliehen Wolken vor dem Wind.
Im Kamin knackt Holz.
Ein (echtes) Haiku – © 2012-07-14 Der Emil
Und das soll jetzt alles sein, was ich heute mitzuteilen habe? Es ist Sonnabend, ich habe nichts (?) erlebt? Keine Bilder von Hallischen Brunnen, keine anderen interessanten Bilder, keine Zitate, nichts Erlebtes?
Das Einzige, was mir die ganze Zeit durch den Kopf spukt, was mich den ganzen Tag beschäftigt, was mir Schweißausbrüche verursacht: Das darf ich hier nicht schreiben. Das will ich auch hier nicht schreiben. (Wollt ihr wirklich meine sexuellen oder rachsüchtigen Phantasien lesen?)
Jetzt ist es 21.15 Uhr. Noch immer habe ich keine Idee. In Köln ist große Party, die live im WDR übertragen wird. Selbst das brachte mir nicht wirklich eine Idee.
Aber einen Text habe ich fertig.
Einen Text, bei dem ich noch überlege, ob ich ihn freilassen kann. Ob ich mich seiner entäußere.
Ach, nicht nachdenken. Tun. Klick auf “Planen”.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 14. Juli 2012 war die angenehme Tagestemperatur von max 18 °Re (mein Thermometer hat sich wieder eingefunden).
© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können in meinem Blog erfragt werden.
197 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 345 words)


Mir gefallen alle drei, lieber Emil. Und ich lese auch jeden Beitrag von Dir. Nicht immer fällt mir jedoch etwas ein, das einen Kommentar wert wäre. Klar: Das ist reichlich unfruchtbar für Dich. Aber immerhin weißt Du jetzt, dass ich jeden Deiner Beiträge lese. Das ist doch auch was, oder? Ein bisschen?
Das ist sogar sehr viel. Danke!
Mir gefällt dein Haiku!
Bei den anderen beiden Dreizeilern stehen immerhin 10 Sternchen!
..grüßt dich Monika
Jaaaaa. Aber mir war mal nach Jammern 😉
Du kannst doch Deine Blogstatistik anschauen, oder? – Da siehst Du dann, wieviele Leser es gab und auch wer. – Ich lese Deine Postings und wenn ich was zu kommentiere habe und die Zeit dazu, mache ich es auch.
(Ja, die Klickzahlen … Aber wer mich da besucht hat, das erkenne ich nicht.)
Dein Haiku gefällt mir gut. Ist ja auch grade passend zum Wetter. Ich lese auch jeden deiner Beiträge. Aber meist fällt mir keine gescheite Antwort ein.
Und was das Jammern angeht…. Das muss auch mal sein. Manchmal braucht man Streicheleinheiten und dann geht es auch wieder besser.
Danke für Dein Verständnis. 😉
Oh! Kölner Lichter! Und ich hab’s verpasst. Schade, wo ich doch Feuerwerke so liebe. Ansonsten, bester Emil, klagst Du auf hohem Niveau. Wenn ich mir die Frequentierung der Germanys next Kabinettsküche anschaue und die dortige Kommentierungen, dann kannst Du Dich echt nicht beklagen. Es sind momentan Sommerferien, das merkt man überall in der virtuellen Welt … Juli und August ist kaum was los … Und Deine täglichen Besucher sind Dir sehr treu, anscheinend haben sie Dich zu sehr verwöhnt … 😉
Klar ist das Jammern auf höchstem Niveau. Aber wegen meiner ideenlosigkeit war ich schon „ningelich“ … Und das wirkte sich eben heftig aus.
Ich glaube nicht, dass Du keine Ideen hast … Mach doch einfach mal virtuelle Sommerferien … Ich freu mich auf den August und bin auch reif dafür .. Mir fällt das tägliche Formulieren zur Zeit sehr schwer … bin sommerpausenreif … Kündige doch mal Sommerferien an und poste dann halt mal zwei, drei Wochen lang Fotos, Musik usw. Wie gesagt, momentan sind ja überall Sommerferien, lass einfach mal die virtuelle Seele baumeln.
Ach – Ferien … Ich werde mal wieder eine Woche vorbereiten, planen. Und dann weitersehen. Pause mag ich nicht machen, das Tägliche mag ich nicht aufgeben.
Ich werde auch in den Ferien weiterposten … Kabinettsküchenferienposts eben … aber ich brauche die August-Pause … ich verstehe Deine Intention, es genügt ja schon, wenn Du ein wenig runterfährst, Dich nicht so unter Ideen-Originalitäts-Stress setzt … einfach mal All-Tägliches …
Lieber Emil,
muss man immer etwas erleben?#Manchmal reicht es, die Seele baumeln zu lassen und einfach in Gedanken abzuhängen. Meist kommen dann ganz andere Gedanken, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden.
Einen lieben Gruß in einen bisher ideenlosen Sonntag,
Anna-Lena
Du hast Recht. Die Muße kommt heutzutage wohl doch viel zu kurz. Faulenzen sollte zur täglichen / wöchentlichen Pflicht werden: Vielleicht bringt das die Menschen zum Nachdenken über die Vor- und Nachteile der „sofort“-Mentalität …
Naja…
..und NEIN, Du hast recht, ich möchte einiges nicht gerne lesen…
LG, Petra
dein Haiku gefällt mir außerordentlich gut und weischt… lieber Emil, manchmal sind die Tage eben so, keine Worte, keine Bilder und dann hast du doch mehr Worte gefunden, als anfangs noch gedacht, stimmt`s…
ich lese jetzt gleich noch den Plan und auf die Frage nach deinen sexuellen und rachsüchtigen Gedanken, ob ich diese auch lesen möchte, ja wieso denn nicht? Die Frage ist doch eher, ob du sie zeigen willst und dich so…? oder nicht?
(ich habe hier keine Kommentare gelesen – nur falls ich jetzt etwas aufgegriffen haben sollte, was es schon gab, aber ich lese oft die anderen Kommentare erst später, damit sie mich nicht von meinen gedanken ablenken- hope you`ll understand!
liebe Grüße
Frau Blau
Ja, am Ende waren’s mehr Worte als gedacht.
Und mit den rachsüchtigen Gedanken, das wär ja noch möglich … Aber die anderen: nicht hier.
schon interessant, lieber Emil, dass du die Rachsucht vorziehst…
aber ich weiß schon Sexualität ist eben etwas sehr Intimes und damit hausieren zu gehen würde mir auch nicht gefallen. Vielleicht in einem Roman verkappt…
Ich hätte mit dem Sexuellen noch weniger Probleme als mit der Rachsucht. Aber dann nutzte ich eine sehr explizite Sprache und müßte einen Teil dieses Blogs abschotten …
Jugendfreie, aber bissige Rachsuchtworte würden gern gelesen !
Oha! (Das läßt tief blicken 😉 )
„Danke!“
295.65 °Kelvin? So warm war`s hier nicht. Soso, das kennst Du auch, wenn sich keiner für Dein Geschreibsel interessiert? Mein Beileid. Das tut weh … ich weiß das. Deswegen (und weil mir gerade auf Ebay ein Kienzle-Vergrößerer durch die Lappen gegangen ist mit 2 Rodenstoch -N für lächerliche 152€), genieße ich Deine Gedichte. Ich lese sie doch, wenn auch meistens still. Sitze, lese und weine leise, weil ich nicht genug Geld hatte.
Liebe Grüße
das Pantoufle
Ohhhh. Sowas ist böse. Und wenn man sich das Geld angespart hat für eine ganz bestimmte Anschaffung, dann gab es zum Zeitpunkt, da man den Betrag endlich! zusammenhat, bestimmt schon wieder eine Preiserhöhung oder nur noch das deutlich teurere Nachfolgemodell …
Mein Beileid.