Überraschender Besuch
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«Geh! Geh endlich!» Seine Stimme läßt Erschöpfung, Scham und noch viel mehr erahnen. «Ich habe Dir nichts mehr zu sagen. Und hören will ich auch nichts mehr, nicht ein einziges weiteres Wort!»
Er wendet sich demonstrativ ab, gibt damit unmißverständlich zu verstehen, daß das Gespräch jetzt beendet ist.
Eine Weile steht sie noch an der Tür. Unschlüssig. Sie denkt nach über die fünf Hunderter in ihrer Hand. Dann steckt sie das Geld ein. Obwohl sie sich keiner Schuld bewußt ist, fühlt sie sich jetzt schmutzig und geht.
Er schaut zur sich hinter ihr schließenden Tür.
Wie oft hatten sie beide auch und gerade über dieses Thema und über Gott und die Welt gesprochen. Wie oft hat er sein Verständnis für sie geäußert. Wie oft hat sie ihn mit Rat und Tat unterstützt.
Und doch war dieses Treffen, diese Unterhaltung eben ein Schock für ihn, wahrscheinlich, nein, sicherlich auch für sie.
Wie hätte er auch ahnen können, daß die von ihm für diese Nacht gebuchte “Lady Lana. Auch für Anfänger. Nur Hotelbesuche!” hier in der Landeshauptstadt ausgerechnet seine große Schwester ist?
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 28. Juni 2012 waren das erledigte Arbeitspensum und eine Tafel weiße Schokolade.
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Mensch, Emil, das ist aber auch schwere Kost am Morgen!
Ja.
Was gehen Dir nur so für Geschichten durch den Kopf …
Ach, so sehr gehen die mir nicht durch den Kopf.
Den ersten Absatz hörte ich in der Straßenbahn. Und ich notierte ihn. Am Nachmittag desselben Tages fand ich in einem „Blättchen“ die Anzeige. Ich wollte beides zusammenbringen – et voilà: Da ist die Geschichte …
Es braucht nur ein bißchen Phantasie.
wunderbar die Stimmung getroffen. Sehr schön der erste Satz! aber wie sweetkoffie bereits bemerkte: schwere kost…