Es gibt aber nichts Ungewöhnliches zu sehen.
Da stellte ich doch heute fest, daß ich noch ein paar Tage weiterhin jeden Tag schreiben möchte (am Ende dieser Zeit erzähl ich es).
Heute habe ich das Radikal-weg begonnen und einiges trotz daranhängender Erinnrung einfach ins Haus gestellt (eine Schreibtischleuchte, zwei Schalen), ins Altpapier (3 Notebook-Verpackungen, zwei größere Kartons) gegeben oder endlich in den Müll geworfen (zwei Schachteln mit lange, sehr lange aufgehobenem Kleinkram). Es bringt mir nichts, das alles immer wieder immer nur von hier nach da zu räumen: Ich trenne mich davon. Da war es ganz gut, daß ich heute zweimal aus dem Haus ging zum Einkaufen; jedes Mal nahm ich Zeug mit runter. Es fällt mir wirklich schwer …
Ja, dann habe ich zwei Runden Einkauf erledigt. Zuerst besorgte ich mir Teelichter und Brennspiritus. Auf diesem Weg fuhr ich zum ersten Mal in diesem Jahr mit der Funkenkutsche, die dann auch noch eine der ganz neuen war, eine TINA. Als ich die Dinge nach Hause gebracht und weggeräumt hatte, ging es noch zu einem Discounter. Salz und Eier waren ausverkauft, gibt es erst morgen wieder. Aber alles andere bekam ich, alles andere Notwendige ist wieder in ausreichender Menge vorhanden. Mir sollten zum Beispiel eingelegte Jalapenos und Kapern nicht ausgehen, die eß ich ab und zu direkt aus den Gläsern. Auch ein Glas von den kleinen Gewürzgürkchen steht immer bei mir, ein ungeöffnetes; gestern war der Appetit aber eben zu groß. Mal ehrlich: Leberwurstbrot ohne Gürkchen? Ist das überhaupt erlaubt?
Zwischendurch las ich immer wieder ein paar Seiten. Das Buch (Matt Ruff: G.A.S.) empfinde ich als sehr verwirrend. Gefühlt 38 unterschiedliche, scheinbar unzusammenhängenden Handlungststränge laufen gerade auf eine in den 60ern entwickelte Künstliche Intelligenz mit einem mehr als rudimentärem Bewußtsein hinaus/zu – ich versteh kaum noch, worum es geht. Auch dort muß ich weitermachen, weiterlesen, denn ich möchte ja nun die Auflösung wissen. Um was es wirklich in diesem Buch geht.
Radikal-weg steht nicht auf einer To-Do-Liste, sondern auf meiner Nice-to-Liste. Es muß nicht erledigt werden. Doch ich gände es gut, wenn es passieren würde. Der Anfang ist gemacht. Der Alltag kehrt wieder ein bei mir.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Da steht schon einiges oben im Text …
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 02.01.2026 eine wiederentdeckte Sache, die erledigten Einkäufe, die Selbstüberwindung.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

