Innen- und Außenansicht eines mittlerweile unruhigen Geistes.
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Ich werde müde, schlaff, wenn ich zu lange an einem Ort bleibe, bei einer Sache (das gilt auch in allen möglichen übetragenen Sinnen). Dann verstummt scheinbar die innere Unruhe, die Bewegtheit, mit der ich gegen den oft zähen Alltag anzuleben versuche. Dann fehlt mir die Kraft, jedem Tag einen ganz besonderen Moment zu geben – dabei sind diese Momente doch das, was meiner Meinung nach mein Leben lebenswerter macht. Ein Glück, das mich länger als ein paar Atemzüge verharren läßt, scheint (besser: schien) ebenso lähmend wie eine Angst, die mich verharren läßt. Zu meinem Glück halten die Unruhe und die Bewegtheit nie sehr lange still. Und zu meinem Glück gibt es Menschen, die meinen Tagen besondere Momente geben (können) und mit denen ich Glück auch länger als ein paar Atemzüge lang genießen kann.
Außerdem ist mein Leben gerade so in Bewegung, daß es mich schnell genug von einem zum anderen bringt. Ich bin wieder regelmäßig vor Acht aus dem Bett, meist schon ab Sechs (halb-)wach und oft schon weit vor Mitternacht wieder auf meinem Schlafplatz (ja, es gibt einen Grund dafür, und der heißt nicht Lohnerwerbsarbeit). Das ist ganz gut so, da ich noch vor der Hitze etwas tun kann. Und so geht es immer wieder vom Schreibplatz an den Rechner und zurück, von meiner Wohnung in die Stadt, vom Blogtext zu anderen Schreibereien, von einem Buch zu einem anderen. Dennoch kann ich auch einfach so sitzen und zwei Stunden Musik hören, das ist dann eben nicht zu lange. Und ja, ich habe es mit der Zeit gelernt, dieses zu lange Verweilen zu vermeiden; sogar mein Telefon hilft mir seit geraumer Zeit dabei, mit seinem Countdown. Wenn ich – wie heute Vormittag – einmal im Flow bin, schalte ich den Countdown-Alarm einfach ab und mache weiter mit dem, was ich gerade tu. So saß ich heute für dreieinhalb Stunden an zwei verschiedenen Texten.
Dann waren heute noch der Abwasch und eine Maschine Wäsche, die mich beschäftigten, ich habe noch Bücher weggebracht und viele Textnachrichten geschrieben und bekommen. Morgen werde ich zur Abwechslung meine Digitalkamera nehmen und etwas durch die Stadt gondeln, vielleicht ins ehemalige RAW gehen oder am Böllberger Weg entlangschlendern – aber das weiß ich noch nicht. Kommt ja auch aufs Wetter an.
Zur Einordnung stoppte ich heute mal die Zeiten fürs Bloggen: Aufschreiben 32 min, Abtippen 21 min, Einpflegen ins Online-System (Fehlerkorrektur, Verschlagwortung u.a.) 26 min (das war heute ungewöhnlich lange wegen einiger Buchstabendreher), insgesamt etwa fünf Viertelstunden. Bei den fiktiven Texten können es auch mal drei Stunden werden, weil ich da länger an Grammatik und Ausdruck usw. herumfeile …
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich stellte ungezählt und undurchgesehen alle Bücher, die ich in einem Postpaket lagerte, in einen öffentlichen Bücherschrank #publiclibrary.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 30. Juli 2024 mit einem produktiven Vormittag, mit erledigtem Haushaltskram, mit einer aufkommenden Vorfreude.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

