166–2024: Ererbt

Einer meiner heutigen luziden Träume.

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Mein Vater zeigt mir einen seiner geschützten Räume. In dem anscheinend in einen Fels gehaunen Keller bewahrt er Dinge auf, die niemand sehen, von denen niemand wissen sollte. Und doch behauptet er, daß ich immer wieder grünen Schnaps aus dem mir völlig unbekannten Gelaß entwendet hätte. Es stehen viele mit Flaschen gefüllte Regale hier drin. An den Wänden hängen großformatige Fotos von sehr bekannten Menschen: Katharina Witt, Hans-Dietrich Genscher, Barack Obama („Das war teuer, den forografieren zu dürfen, sehr teuer!”), Anna Seghers, Bernd-Lutz Lange, Linda Feller, Werner Kempf u.v.a.m. Mein Vater setzt sich neben einem Regal auf einen Melkschemel. Dann zeigt er mir seine Lieblingsbilder: Aktfotos, Unmengen von Aktfotos. Ich sehe, daß er außerdem zu jeder nackt abgelichteten Frau auch das Bild eines ganz speziellen Körperteiles hat. Wir kommentieren gerade ein solches Bild unserer Nachbarin, als die Tür aufgeht.

Da endete der Traum. Habe ich diese Vorliebe von ihm ererbt oder versucht mein Es, mein Überich da eine Entschuldigung für meine Obsession zu finden? (Die mir von meinem Vater im Traum gezeigten Bilder gefielen mir verdammt gut.)

 

Erinnerung des Tages:
Nun: Muß ich die heute wirklich erwähnen, nach diesem Traum?

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 14. Juni 2024 mit dem langen Liegenbleiben ohne schlech­tes Gewissen, mit mehreren notierten Träumen, mit dem Lesen in der Badewanne.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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4 Kommentare zu 166–2024: Ererbt

  1. Luzie sagt:

    💕

  2. Elvira sagt:

    Ich denke doch, das grüngeträumte Getränk war Absinth und nicht etwa Pfefferminzlikör? Absinth habe ich noch nie getrunken. Dieses etwas verruchte Getränk würde jedenfalls gut zum Rest des Traumes passen.

    • Der Emil sagt:

      Ich kenne und mag sogar beides. Es gibt aber auch noch den Lauterbacher Grünbitter (den mag ich nicht so sehr); und weil ich eben nie grünen Schnaps dort klaute, weiß ich auch nicht, was es war.

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