2023/363 – Wirklichkeit


Kleiner Kotzbeitrag, muß mir mal Luft machen.

To get a Google translation use this link.

 

 

»Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
Wer nicht arbeitet, soll speisen.
Wer aber gar nichts tut, der darf tafeln.«

 

 

Mir scheint, dieser Aphorismus von Peter Hille ist in diesem Lande (und auch anderswo) mittlerweile Maixime des sozialpolitischen Handelns der verantwort­lichen Politiker:innen. Oder wie kann ich die „Spar”-Vorschläge von Finanz-, Sozial- und Familien- und was sonst noch für Ministerien anders einordnen? Wahrscheinlich wäre eine Einnahmen­erhöhung mit endlich durchgesetzten Steuerzahlungen bzw. Steuererhöhung ertragreicher, wesentlich ertragreicher. Und es gibt ja noch andere Vorschläge zur Sanierung der öffentlichen Daseins­fürsorge und des Sozial- und des Bildungs- und des Gesundheitssystems usw. usf. Aber den Überreichen darf ja nichts weggenommen werden, denen muß ja immer noch mehr Vermögen in den Rachen gestopft werden, und von denen Steuern zu erheben und einzutreiben würde bedeuten, daß diese Überreichen das Land verlassen – was das dem Staat an Kosten ersparen könnte, will nur niemand ausrechnen.

Sorry, aber ich mußte mich grad mal auskotzen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 29. Dezember 2023 war ich zufrieden mit den gekauften Weihnachtsnaschereien, mit einer Idee für das nächste Jahr, mit dem soeben getrunkenen Glühwein.

© 2023 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2023, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

2 Kommentare zu 2023/363 – Wirklichkeit

  1. C Stern sagt:

    In meinem Land gibt es ähnliches Denken – und Überlegungen eines Kanzlers, die als „Kanzlermenü“ eingängig sind. Dazu habe ich eine Rückschau in meinem Blog gehalten, denn es wird auch mir übel angesichts solcher „Volksvertreter*innen“!

    Einer der Superreichen in Österreich erlebt in diesen letzten Monaten sein wirtschaftliches „Waterloo“ – er hat mit seinen nicht einmal mehr für Expert*innen durchschaubaren Firmenkonstruktionen andere Menschen arbeitslos gemacht. Die reichen Investor*innen sind es nicht, die mir leidtun, denen tun ein paar verlorene Millionen nicht weh …
    Ich wünsche mir eine sachgerechte und menschenwürdige Steuerpolitik – und keine Steuerflüchtlinge. Es sollen Steuern dort abgeliefert werden, wo Vermögen erwirtschaftet wird. Eine gesunde Wirtschaft ist wohl auch Voraussetzung für Steuereinnahmen, mit denen Soziales finanziert wird. Unter „gesunder Wirtschaft“ verstehe ich Unternehmen, die fair handeln: gegenüber ihren Mitarbeiter*innen, gegenüber der Umwelt. Ihre Geschäftsführer*innen und Aufsichtsräte sind sich ihrer Verpflichtungen bewusst und handeln in klarem ethischen Bewusstsein. Das steht in vielen Strategiepapieren, wird aber leider nicht umgesetzt. Schöne Worte eben! Viel Selbstbeweihräucherung.
    Wir hätten es in der Hand, solche Firmen zum Handeln zu zwingen. Derzeit ist es möglich, denn Mitarbeiter*innen werden hängeringend gesucht: In einem Unternehmen, das nicht nachweislich ethisch bewusst handelt, möchte ich nicht arbeiten. Derzeit haben wir die Wahl, wenn wir Arbeit suchen, wo wir uns bewerben – sehr schade, dass staatliche Arbeitsmarktagenturen solche Überlegungen nicht in ihrem Fokus haben …
    Liebe Grüße, C Stern

    • Der Emil sagt:

      Ja, ich hab das sowohl in CH als auch in AT verfolgt (und Deinen Artikel gelesen). Ich versteh einfach nicht (mehr), wie die Politik mit Geld umgeht.

      Vor vielen Jahren empfahl ich noch, das Haushaltsloch einfach mit dem Schuldenberg zuzuschütten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert