#Advent 2022 (349): Das 15. Türchen


Heute lasse ich euch wissen, was ich mir zu Weihnachten wünsche.

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Strichzeichnung eines Nadelbaumes an einem Hang, Hörnerschlitten davor 
Das ist mein 13. Adventskalender. Ich widme ihn allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wunder­volle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen insbesondere für Menschen und Tiere, die Hoffnung und Trost brauchen.

 

Schon im Jahre 2014 äußerte ich diesen Weihnachtswunsch (heute um ein Wort ergänzt):

 

 

Ich wünsche mir, daß ich meinen Mitmenschen gelassen, ruhig und besonnen gegenübertreten kann, daß ich ihre und sie meine Sorgen ernstnehmen, daß wir uns gemeinsam freuen und zufrieden zurücklehnen können, daß wir Zeit füreinander haben, daß wir nicht gegeneinander, sondern miteinander, gemeinsam kämpfen – füreinander.

Und daß mir der Weihnachtsbraten gelingen möge …

 

 

Ja, das „gemeinsam” hab ich gestern ergänzt. Aber sonst? Sonst ist das heute noch so aktuell wie vor acht Jahren. Möglicherweise ist das … Ich weiß nicht, ob das vielen oder gar den meisten oder allen Menschen so geht, daß Wünsche immer wiederkehren, bleiben, Konstanten sind.

Am Anfang der Woche wurde ich gefragt, was ich mir in diesem Jahr zu Weihnachten wünsche. Und ich konnte nicht antworten, weil ich diesmal wirklich nichts Materielles brauche. Keinen Kalender (hab ich schon), kein technisches Zeug (hab alles, was ich brauche), nichts zum Anziehen (davon hab ich wirklich genug). Diesmal sind es wirklich nur ideelle, immaterielle Dinge, die ich mir wünsche (siehe oben). Und nicht dabei sind die üblichen Verdächtigen: zufriedenstellende Beziehung mit einem Weib (bei mir positiv besetzte Bezeichnung) und Weltfrieden. Nein, ich wünsche mir auch kein Geld, selbst wenn ein Lottogewinn von mehr als sieben Millionen Euro meine finanziellen Sorgen bis an mein Lebensende beseitigen würde.

Gelassenheit (statt [depressivem] Desinteresse), Ruhe (statt Lähmung in allem) und Besonnenheit (statt völlig überzogener Zweifelei und Grübelei) wären ein guter Anfang. Auch heute, acht Jahre später noch. Wäre das nicht auch für euch ein Gewinn? Und den Rest des Satzes kann ich wohl unter dem Begriff „bedingungslose Solidarität” zusammenfassen.

Solidarität. Menschlichkeit. Gegenseitige Anerkennung und Respekt. Besonnen­heit und Gelassenheit. Das sind meine Weihnachtswünsche in diesem Jahr.

Okay, vielleicht noch ein paar Weihnachtsplätzchen oder -kekse. Aber das wäre schon die Draufgabe.

 

Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.

Der Emil

 

 
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das im Dezember täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand22 tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür von ganzem Herzen.

 

P.S.: Gut fand ich am 14.12.2022 die fertiggestellte Radiosendung, den heißen Met auf dem FreßsaufWeihnachtsmarkt, ein altmodisches Fußbad.
 
Die Tageskarte für heute ist die Drei der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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11 Kommentare zu #Advent 2022 (349): Das 15. Türchen

  1. Elvira sagt:

    Diese Wünsche kann ich nur unterstreichen! Materielle Wünsche habe ich auch keine, jedenfalls nicht für mich. Mein größter Wunsch ist, dass meine kleine Enkelin ihre schwere Krebserkrankung überwinden kann. Aus dem Grund gibt es von uns an die erwachsenen Kinder nur eine Kleinigkeit, die wir schon vor der Erkrankung besorgt hatten. Ansonsten wird gespendet. Wie übrigens jedes Jahr an wohltätige Organisationen, dieses Mal an die Forschung der Kinderkrebshilfe und diesen wunderbaren Verein https://www.kolibrihilft.de/.
    Deinen Wünschen, denen ich mich bedingungslos anschließe, würde ich Wärme hinzufügen wollen. Damit meine ich nicht die Temperatur des Wetters, sondern die Betriebstemperatur der Menschen. Und da nicht die notwendige Körpertemperatur, die uns leben lässt, sondern die Wärme der Seele, Herzenswärme. So vielen Menschen scheint die wärmende Liebe abhanden gekommen zu sein.
    Liebe Grüße,
    Elvira

    • Der Emil sagt:

      Vielen Dank für die Wärme …

      • C Stern sagt:

        Elvira,
        von Herzen wünsche ich Dir, dass Dein /Euer Wunsch in Erfüllung geht und sich Deine Enkelin von ihrer Erkrankung vollends erholen kann!
        Ich habe selbst schon erschütternde Krankheiten bei Kindern erlebt (beruflich gesehen) und es gibt derzeit auch in meinem Umfeld einen mir lieben Menschen, der an Krebs erkrankt ist.

        Ich glaube, wer Zeit füreinander hat, der schenkt gleichzeitig auch Wärme! Und genau diese wünsche auch ich mir unter uns Menschen.
        Alles Liebe, C Stern

  2. C Stern sagt:

    Diese Wünsche könnten auch aus meiner Feder geflossen sein …
    Ich schließe mich an und müsste auch nichts ergänzen oder streichen auf dieser Liste!
    Einen gut verbrachten Tag wünsche ich Dir,
    liebe Grüße, C Stern

  3. Sonja sagt:

    Großes JA zu all deinen Wünschen, lieber Emil!
    Sonja

  4. Ulli sagt:

    Das sind tolle Wünsche, die ich zum größten Teil genau so unterschreiben kann. Besonders aber gefällt mir „gemeinsam“ – etwas, was auch immer mehr verloren zu gehen scheint. Gemeinsam – da gehört für mich auch die Solidarität dazu.
    Herzlichst, Ulli

  5. Verbalkanone sagt:

    Das sind sicher die Wünsche von ganz vielen Menschen. Nur fehlt es leider allzu oft bei vielen an der Umsetzung …

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