Nº 225 (2022) – Bilddateien

Es wird ein wenig altertümlich technisch.

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Datenträgerarchäologie. Bildarchäologie. Weil ich weiß, daß ich die Bilder gespeichert habe. Und auf einer der externen Festplatten finde ich die Dateien auch. Gewissenhaftigkeit beim Sichern von Daten zahlt sich eben aus. Ups: Bilder in einem Dateiformat, das ich (seit ich Fedora habe) nicht mehr bearbeiten kann. Nur die Nerds unter euch wissen vielleicht noch etwas mit dem Begriff Lurawave (ein Wavelet-Verfahren zur Datenkompression) anzufangen. Mit genau diesem besonderen Grafikformat schlug ich mich heute herum.

Irgendwann hatte ich die erfolglose Herumprobiererei satt. Im Schrank liegt ein uraltes, noch funktionierendes Notebook mit ebenso altem WindowsXP, das ich sicherheitshalber nicht entsorgt habe. Immer mal wieder nämlich gerate ich in meiner kleinen Datensammlung (es sind mittlerweile acht externe Festplatten mit Daten und Datensicherungen, zusammen rund 16 TB) an Dateien, die mit den heute üblichen Programmen auch unter einem LINUS-Betriebssystem (ich habe seit Jahren Fedora, nachdem mir SuSE zu unbequem wurde) nicht mehr betrachten oder bearbeiten lassen. Auf der alten Klapperkiste sind eben die notwendigen alten Grafikprogramme, ein ururaltes StarOffice (das auch alte Works-Dateien kann) usw. usf. erhalten geblieben. Und die werden auch nicht upgedatet, weil dieses alte Notebook nie und nimmermehr Verbingung zum Internet bekommt.

So wanderte ich heute mit einem USB-Stick zwischen meinem Rechner und der Antiquität hin und her. Daten auf den Stick, aushängen, abziehen, hinüber­wech­seln zum alten Rechner, einstecken, einhängen, umwandeln in lesbare Formate, Stick auswerfen, abziehen, rüberwechseln zum normalen Rechner, anstecken, einhängen, Daten wieder auf die externe Platte zurück. Warum ich die externe Platte nicht an das alte Windowsgerät anschloß? Weil Windows nicht mit mit dem unter LINUX üblichen Dateisystem und auch nicht mit so großen Datenträgern umgehen kann. Jetzt aber sind ein Teil der Bilder in einem üblichen Dateiformat vorhanden. Damit kann ich sie auch endlich (die Bilder sind von 2006 und 2008 und 2009) denen geben, die darauf abgebildet sind.

Dieses Lurawave-Format war damals übrigens „der heiße Scheiß”, der das mit sehr hohen Kompressionsverlusten behaftete JPEG/JPG ablösen wollte und sollte. Mich hatte es überzeugt, aber es existierte nicht sehr lang und wurde auch nicht sehr lang unterstützt. Schade drum – aber mit dem Videosystem Betamax war es ja auch so: gut bis sehr gut, aber vom Markt gedrängt.

 

Tja, so kann ein Sonntag auch schnell rumgehen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 14.08.2022 die gefundene Lösung für das Problem, die wiedergesehenen alten Bilder, die Entspannung in der Badewanne.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte König der Stäbe (bloß nicht ungeduldig werden).

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Über Der Emil

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9 Kommentare zu Nº 225 (2022) – Bilddateien

  1. Gudrun sagt:

    Da ist so manches vom Markt gefegt worden. Oder der Platzhirsch (ich denke da an einen ganz bestimmten, den ich gar nicht mehr leiden kann) kauft diese Programme auf und lässt sie in der Schublade verschwinden. Manchmal geschehen aber auch Wunder und es taucht mal wieder etwas auf. Und ich hoffe nun mal, dass es bleibt.
    Sieht man schon eine Laufspur auf deinem Fußboden?
    Grüße von nebenan.

    • Der Emil sagt:

      Ja, ich habe Kleinstweich auch den Rücken gekehrt und mich an den Zoo der Freien Software gewöhnt.

      So manchem Programm trauere ich noch immer nach: dem alten Norton-Commander zB. Aber für den habe ich unter Linux guten Ersatz, den Krusader und den MidnightCommander.

      Nein, es ist noch keine Laufspur zu sehen 😉

  2. Pit sagt:

    Vor solchen Arbeiten graust es mir, lieber Emil. Da ich mich aber nie mit anderen Betriebssystemen als Windows anfreunden konnte, bleibt mir dieses hin und her Transferieren zum Glueck erspart. Na ja, nicht ganz, denn weil mein Laptop irgendwie nicht ans Hausnetz kommt, kann ich keine Dateien zwischen ihm und meinem Desktop hin und her schieben, sondern muss auch auf USB-Stiscks oder Memory Cards ausweichen.
    Einen uralten Rechner wieder in Betrieb nehmen, das muesste ich allerdings einmal fuer eine Menge Bilder von meiner Frau machen. Die liegen auf einem alten Mac-Laptop und lassen sich dort nur per dessen Software [ich komme gerade nicht auf den Namen] anschauen und uebertragen. Mal sehen, ob das noch klappt.

    • Der Emil sagt:

      An dem Dilemma des Transferierens bin ich ja selbst schuld, ich hätte alle Bilder auch als .TIF speichern können. Aber damals war Speicherplatz noch knapp.

      Wäre dieses „ins Netz gehen“ denn auch über WLAN möglich? Dann wüßte ich einen Umweg über ein Mobiltelefon: Die beiden Rechner im WLAN und das Mobile auch und dann mit der App AirDroid (für Android) erst von dem einen Rechner aufs Phone und danach vom Phone auf den anderen Rechner …

      Nun, ich drücke die Daumen, daß der Apple noch tut, wie er muß 😉

      • Pit sagt:

        Mit meinem frueheren Laptop konnte ich zumindest auf eine Festplatte im Hausnetz zugreifen. Auf die hatte ich auch von meinem Desktop aus Zugriff – und uebrigens von ueberall her, wo ich einen Internetanschluss hatte. Das war unheimlich praktisch. Ich muss mal sehen, dass ich das wieder hinkriege, wenn ich meine neuen Western-Digital „Home Cloud“ installiere. Eine neue musste her, weil WD die alte nicht mehr per Update unterstuetzt: kein Sicherheistupdate mehr.
        Danke fuer’s Daumen Druecken, und liebe Grusse, aus Texas,
        Pit

  3. Sofasophia sagt:

    Daten! Und wie wir glauben, sie seien für die Ewigkeit. Und was wir schon alles an technischen Errungenschaften haben kommen und gehen sehen.

    Traurig denke ich an meinen genialen mp3-Player zurück, den ich echt gern nutzen würde, weil er groß ist (platzmäßig) und leicht und handlich. Aber das Programm (SonicStage, via CD) läuft auf meinem Dualboot-Rechner nicht mehr.

    Tja.

    • Der Emil sagt:

      Moment mal. Wird der Player nicht als USB-Gerät erkannt? Bzw. Du hast unter Ubuntu keinen Zugriff auf den darin vorhandenen Speicher?

      (Ich wage nicht zu spekulieren, was mit all den „elektronisch“ vorhandenen Daten geschieht, wenn in einer Serverfarm für mehrere Tage der Strom ausfällt …)

      • Sofasophia sagt:

        Sollte man meinen, ne?
        Leider nicht. Ubuntu hat sogar die Software installatieren können, aber die läuft nicht, rührt sich nicht.
        🤪
        Oh ja. 🙈

        • Der Emil sagt:

          Mein Bilderhinundhertragen wurde verursacht von der Tatsache, daß LINUX mittlerweile ein 64bit-System, die alte Software aber 32bit ist.

          Ich habe seit vorhin auch wieder einen Rechner mit 32bit-Fedora.

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