Über Hilfe und Angst und ein sonderbares Werkstück.
To get a Google translation use this link.
„Autsch!” So ruft er laut aus, dabei habe ich nur den Hammer gehoben. Wirklich nur den Hammer gehoben, ausgeholt, mit einem 300-g-Hammer, also einem ziemlich kleinen Hammer sogar. Und er soll doch nur, weil ich so überhaupt nicht richtig mit meiner Hand dorthinkomme, den Nagel festhalten. Wieso muß der Platz zwischen beiden Kanthölzern auch so verdammt schmal sein, daß meine Hände in keiner Haltung dazwischenpassen, so daß ich den Scheißnagel halten kann! Sohnemann wollte mir dann sogar helfen, nachdem ich bereits mehrere Minuten gefummelt und geflucht hatte. Mit seinen zehn Jahren hat er Hände und Arme, die schmal genug für diese blöde Stelle sind. Also hält er den Nagel fest. Nocheinmal. Wieder hole ich aus. Und wieder kommt da das „Autsch!” und er läßt den Nagel los und zieht seine Hand aus dem Zwischeraum. Außerdem ist es blöd, daß wir keine Zange haben, die schmal genug für diese Stelle ist, keine Zange, mit der die Nägel festgehalten werden könnten. Hmpf!
Dann wird das wohl nichts mit Nageln. Das scheint der Sohn auch festgestellt zu haben, denn er bringt jetzt Schrauben, den Akkuschrauber und – was soll ich nur damit – den letzte Woche kaputtgegangenen Schraubenzieher, bei dem ich mit einigen kräftigen Hammerschlägen das Heft zerstört hatte. War wohl kein Schlagheft … Ach so! Ja, na klar, das geht: Ich spanne den Schraubenzieher in den Akkuschrauber ein. Eine Schraube passender Länge ist schnell gefunden. Mit zwei Fingern kann ich den Schraubenkopf gerade so festhalten, die Schraube so aufs Holz aufsetzen. Jetzt ein Schlag auf den Schrauber, damit sie Schraube besser faßt. Und nun: festgeschraubt. Sogar an drei Stellen. Was genau ich da für meinen Sohn zusammengeschraubt habe, das verrät er mir noch immer nicht.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 11.02.2022 das auch heute funktionierende Aufstehen, die produzierte Sendung, die Würstchen am Abend.
Für Morgen zog ich die Tageskarte Neun der Kelche.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Es wäre schön, wenn du das erleben würdest. Na gut, ohne Autsch. Und ich habe auch eine Vorstellung, was da zusammengefügt werden soll. Du würdest das können.
Ach, Emil.
Ich weiß wirklich nicht, was da gebaut werden könnte.
Aber: Wenn die paar Worte es schafften, Dich zu dieser Meinung/Vorstellung zu bringen, habe ich wohl doch irgendetwas nicht falsch gemacht.