Schnuppern und suchen im herbstlichen Park.
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Die Blätter hier im Park fegt niemand zusammen. Sie dürfen genau so liegenbleiben, wie sie vom Baum taumelten und vom Wind hin- und hergeweht wurden. Braun, gelb, rot, einige zum Teil noch grün gefärbt. Viele der Blätter haben auch braune Ränder, die von der Trockenheit während ihrer Zeit am Baum herrühren – die stören die Schönheit des herbstlichen Bildes ein wenig. Und doch: Es raschelt unter den Füßen. Dieses Geräusch und dieser Geruch sind typisch für den Herbst, fast soetwas wie der Inbegriff des Herbstes.
Gestern raschelschlurfte ich nach dem Nebel durch den Park, atmete tief und genüßlich die noch feuchte Luft und hatte an einer Weggabelung dann auch noch den Duft von Pilzen in meiner Nase. Der ist so unverwechselbar in seinen je nach Pilzsorte unterschiedlichen Nuancen, so einmalig und doch immer gleich. Es gibt Menschen, die gehen Pilze suchen mit den Augen. Und dann sind da die, die Pilze mit der Nase finden gehen; und die haben immer Erfolg, mehr Erfolg jedenfalls als die, die nur mit den Augen suchen. Ja, ich fand ein paar eßbare Exemplare, hauptsächlich Egerlinge, Maronen und Hallimasch, hatte aber wirklich kein passendes Behältnis dabei und ließ die also für andere Sammler an ihrem Ort stehen.
Nicht nur Pilze findet der Mensch besser, wenn er mit mehr als nur einem einzigen Sinn sucht. Nicht nur Pilze …
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 29.10.2019 waren positiv der Ausflug in die Stadt, eine kleine Veränderung beim Schreiben, ein Feierabendbier.
Die Tageskarte für morgen ist die Vier der Kelche.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

