Ganz erstaunliches Erstaunen.
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“Neblig, düster, naß und kalt
ist es nun im Heidewald.”
Oh je. Zur Zeit raschelt es bei mir heftig gereimt. Und es ist nicht immer gut und nicht immer einfach zu handhaben. So langsam beginnt auch die Adventszeit in meinem Geschreibsel eine Rolle zu spielen. Ja, für die wird trotz aller Spontaneität seit 2010 immer mehr oder weniger geplant, Material gesammelt und gesichtet, denn ich möchte Wiederholungen gerade in diesem Zeitraum vermeiden. Und allzuviel aus fremden Federn möchte ich auch nicht verwenden. Fünf Wochen noch … Erstaunlich, wie schnell das immer geht.
Baß erstaunt bin ich übrigens ein weiteres Mal über mich selbst. Die Umstellung zurück auf Normalzeit (nein, eben nicht auf eine nicht existierende Winterzeit, sondern auf Normalzeit MEZ!): Boah! Ich konnte gestern vor Mitternacht noch schlafen, war nach sieben Stunden Schlaf ausgeschlafen und ausgeruht; und ich konnte das Hellwerden draußen beobachten. Neugierig bin ich jetzt, ob das so bleibt. Obwohl: selbst, wenn ich wieder bis zwei oder drei in der Nacht wach bin und arbeite, dann ist das ein Unterschied zu dem Herumwälzen bis morgens um fünf, das in der letzten Zeit “modern” war.
Und dann erwähne ich doch noch, was mich heute ebenso erstaunte, aber für mich irgendwie noch unglaublicher ist, weil es mir und meiner Selbstwahrnehmung, meinem Selbstwertempfinden, meinem “nein, so etwas Besonderes schaffe ich nicht, so gut kann das nicht sein” absolut nicht entsprach und entspricht. Ich las einen eigenen, 4 Jahre alten Text und dachte: “Scheiße, ist das gut!” Und diesmal auch nicht mit dieser Röte im Gesicht, die da immer zu finden ist, wenn jemand sich lobend über meine Texte äußert, wenn wiedermal die Ermunterung zu einem Buch an mich herangetragen wird. Nein. Überhaupt nicht. (Das Ganze geschah danach noch mehrfach, weil ich ja heute auch in meinen Adventskalendern stöberte …)
So ein Wundertag war heute.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 18.10.2019 waren positiv das Ausgeschlafensein, die Seelenruhe beim Lesen, Kerzenwärme am Abend.
Die Tageskarte für morgen ist 0 – Der Narr.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Schön, dein Erstaunen. Es sollte zuweilen eine Möglichkeit geben, sich mal ganz und gar von außen sehen zu können. Mit allem, was wir sind und kreieren. Vielleicht wäre das ein Weg zu mehr Selbstliebe?
Keine Ahnung. Wahrscheinlich würde ich nicht glauben, was ich sehe …
Solche Tage sollt man(n) viel öfter haben!
Wäre das nicht ZU schön, um wahr zu sein?
NEIN!