Ein gewaltig feuriges und liederliches Bestreben.
To get a Google translation use this link.
Ich habe so manchen Narren gekannt
Gottfried Keller (∗ 1819 – † 1890)
Ich habe so manchen Narren gekannt,
Der wollte ewig leben;
Es war ein gewaltig feuriges
Und liederliches Bestreben.
Ich selber verlor daüber den Kopf
Und wäre bald verdorben
Und so mit meiner Unsterblichkeit
Recht als ein Lump gestorben.
Gottfried Keller. Lustiger Schweizer Geselle, der Dichter, der auch Politiker war – oder umgedreht? Nein, lustig eigentlich nicht. Einer, der Gedichte schrieb und anderes (Der grüne Heinrich, Die Leute von Seldwyla usw.), das mich zumeist doch nachdenklich zurückläßt. Wie in diesem Gedicht mich die Suche nach der Unsterblichkeit nachdenklich macht.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 08.10.2019 waren positiv die erledigte Bürgermeisterwahl · die sieben in das Öffentliche Regal gestellten Bücher (nur drei wieder mitgenommene) · Dr. Who.
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Stäbe.
Das Gedicht von Gottfried Keller ist mittlerweile gemeinfrei.


„liederlich“, ein mir nahes Wort aus Großmuttermund. Wer benutzt es heute wohl noch? Dieses Rügen einer Person, einer Sache. Unordentlich, ungeordnet.
Die Leute von Seldwyla, Schullektüre zu meiner Zeit. Ach ja.
Selten benutz ich es noch in Gesprächen, dieses „liederlich“.
Ich stelle grad fest, daß sich das Wiederlesen der Schullektüre für mich gut anfühlt.
Das Wort „liederlich“ benutze ich schon ab und zu, hier sagt man „schlumpert“.
Da sorge ich lieber dafür, dass das Wort liederlich nicht in Vergessenheit gerät 🙂
Schlumpert (zu schlumpig) und schlampert (zu schlampig?) sind beides Worte, die Liederliches beschreiben (können). Ja, auch mir gefällt da das liederlich besser …