Ein Faszinosum.
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»Gut, daß es die Käuze gibt, vor allem die Tapferen, die nie die Beherrschung verlieren oder aus der Rolle fallen, so daß man nie ganz dahinterkommt, ob das alles nur ein Gag ist oder ihr feierlichster Glaube.«
Fritz Leiber: Nachhutgefechte. In Fritz Leiber: Die Spiegelwelt. S.72
© 1974 Fritz Leiber. Übertragung ins Deutsche von Tony Westermayr.
Erschienen im Wilhelm Goldmann Verlag München. ISBN 3-442-23253-8
Kauz nennt man einen Menschen heutzutage ja sowieso nur noch selten. Aber es gibt sie noch, die Käuze, die mit Phantasie Ausgestatteten, die mit Leidenschaft und Begeisterung Erzählenden. Bei denen es dann auch mir egal ist, ob da ein Funken Wahrheit dabei ist, weil mich das, was sie da erzählen, in den Bann schlägt. Die, die das Erzählen zur Kunst erheben, teilweise zur darstellenden Kunst, die mit Stimme und Mimik und Händen und Haltung und allem Welten erschaffen, in denen Geschichten passieren, die so wirklich passieren können.
Dieser Fritz Leiber ist ein Faszinosum, einer, der das, was diese besonderen Käuze tun, in seinen Geschichten nur mit Worten schafft. Er ist einer der Käuze, einer, dem ich zur Zeit gerne folge in dem, was er da erzählt.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 08.02.2019 waren positiv eine weitergegebene Information, etwas Verschenktes, hochinteressante Neuigkeiten.
Die Tageskarte für morgen ist die Vier der Münzen.
© 2019 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich kenn das Wort Kauz nur in Verbindung mit einem komischen Menschen, wenn er Einem nicht ganz geheuer ist. „Was für ein komischer Kauz“, z.B.
Es war früher meinem Empfinden nach eine eher liebevolle Bezeichnung. Im Gegensatz zum Idioten oder Arschloch z. B. Käuze waren oft liebenswert sonderbare Leute.
Vielleicht kommt es auf die Region an. Bei uns ist das Wort negativ behaftet.
Wie so vieles, das früher noch nicht so negativ gesehen wurde …
Vielleicht hat es sich auch erst im Laufe der Zeit so entwickelt. Das kann durchaus sein.
Ein seltsamer Kauz
(Hildegard Knef)
Ich bin keine Schönheit nach der man vergeht
keine die Männern die Köpfe verdreht
doch ich hab einen, der auf mich steht
ein seltsamer Kauz
Er findet auch morgens schön mein Gesicht
oft bin ich mürrisch und vergess‘ meine Pflicht
aber den meinen, den stört so was nicht
ein seltsamer Kauz
Er ist immer für mich da, bei Tag und bei Nacht
ohne mich hätt‘ er’s vielleicht viel weiter gebracht
Ich sollt ihn verlassen, doch ich weiß genau
er braucht mich, er will keine andere Frau
er glaubt ohne mich ist der Himmel nicht blau
ein seltsamer Kauz
Manches Mal sieht er mich an so wie sein Kind
und dann denk ich mir, er hätt‘ was bessres verdient
Doch wenn er mich hält und so zärtlich küsst
weiß ich, dass er überhaupt nichts vermisst
vielleicht ist das Liebe, ich weiß es nicht
er ist ein seltsamer Kauz