Ein Traum und Wunsch: ein Wunschtraum.
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Es ist kein Ziel, kein Vorhaben, kein Vorsatz. Als ich heute durch verschiedene alte Verzeichnisse hoppelte und in verschiedenen älteren Kladden blätterte, da fiel es mir erst auf. Sie. Sie fiel mir auf. Diese eine Sache. Die ich seit 2002 immer und immer wieder in beinahe immer den gleichen Worten und Sätzen notier(t)e. Und weil ich noch nie aktiv etwas dafür tun konnte, war es immer “nur” ein Traum, ein Wunsch, ein Wunschtraum. Ja, seit siebzehn Jahren pflege ich ihn, diesen einen, der sich in all den Jahren absolut nicht verändert hat. Er ist auch kein Lebensziel, nein, das kann er nicht sein.
Ohne näher auf den Inhalt, die Gestalt dessen einzugehen, wird das ziemlich kryptisch bleiben, ich weiß.
Aber: Diese Kontinuität und Konstanz hat mich tatsächlich überrascht. Weil nichts anderes, soweit ich das jetzt erkennen kann, ebenso andauernd und gleichbleibend war und ist in meinem Leben, bis auf das Geschreibsel. Und nur eines davon zeitigt Ergebnisse, ist von mir aktiv gestaltbar. Das Geschriebene ist auch für andere sichtbar, zumindest in weiten Teilen. Der Wunschtraum aber war es nicht, ist es nicht und wird es aller Voraussicht nach nie sein. Trotzdem ist er da, wird er immer wieder, in unregelmäßigen Abständen notiert, fast so, als müßte ich mich seiner immer wieder versichern, ihn mir immer wieder ins Bewußtsein rufen.
Es gab seither auch Zeiten, in denen seine Erfüllung möglich schien. Doch, gab es durchaus. Geschehen ist das aber nicht ein einziges Mal, nicht ein einziges Mal. Ja, das war immer ein Moment trauriger Erkenntnis, wenn alle Hoffnung des entsprechenden Moments sich in Wohlgefallen auflöste. Doch war da nie ein Moment, in dem ich diesen Wunschtraum aufgeben wollte, ihn als unerfüllbar abtat. Nein. Ich behielt ihn, ich hegte und pflegte ihn und ich hege und pflege ihn weiter. Vielleicht … Allerdings kann ich auch in Zukunft nichts aktiv zu seiner Erfüllung beitragen.
Vielleicht gibt es ja mehr Menschen wie mich, die einen solchen Wunschtraum haben. Die werden zumindest im Ansatz verstehen können, wieso mich das unveränderte (Weiter-)Bestehen so … so überraschte. Ich nahm an, daß sich zwischen dem 39. und dem 56. Lebensjahr vielleicht auch das verändert hätte. Da sich so ziemlich alles andere doch auch radikal verändert hat. Aber nicht das Bedürfnis zu schreiben und dieser eine Wunschtraum. Und ehe jemand in den Kommentaren fragen muß: Ja, er wäre auch praktisch erfüllbar, nur ich, ich selbst kann nichts dafür tun. Doch behalten und pflegen werde ich ihn auch in Zukunft, diesen einen Wunschtraum …
Ach, wißt ihr was: Euch wünsche ich auch einen solchen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 02.02.2019 waren positiv das Ausschlafen bis es wirklich nicht mehr ging, viele mich sehr erfreuende Nachrichten, nette Nachtgedanken.
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Stäbe.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ja, es gibt sie, oder diesen einen, lebenslangen Wunschtraum.
Ich behalte meinen auch für mich.