Entrückung und Leuchten.
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Hin und her. Hin und her. Immer wieder. Immer. Wieder.
Wie ein den Takt angebendes Pendel, ein Metronom. Jeden Tag wieder. Manchmal nur stockt die Bewegung. Dann rückt der etwa 40jährige den Teddy wieder zurecht, der immer in einem runden, ausgeblichenen Weidenkorb sitzt. Auch die kleine, bunte, gehäkelte Decke wird über dem Bären immer wieder zurechtgezupft. Kaum ist das erledigt, bewegt er seinen Oberkörper wieder. Hin und her. Hin und her. Jeden Tag. In der Straßenbahn. Hin und her. Zwischen Wasserturm und Torstraße. Jeden Tag. Und er lächelt immer dabei, leuchtend und entrückt. Im selben Takt, in dem er hin- und herschwingt, streicht sein linker Daumen über das Ohr vom Teddy, über diese eine Stelle, an der der Plüsch schon fehlt.
Hin und her. Hin und her. Immer wieder. Was auch immer ihm zustieß, ganz gleich, was ich von ihm denke: Sein Lächeln macht ihn besonders und läßt ihn jeden Tag glücklich erscheinen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 08.10.2018 waren der reparierte Rucksack, der neue Rucksack, ein weggeworfener Rucksack.
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Stäbe.
© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

