Ein immer hilfreicher Ratschlag.
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Ich bin niemand, der ständig lächeln kann und/oder will. Und das nicht nur, weil ich immer mal wieder Depressionen habe, nein. Ich kann und mag nicht dauerlächeln, schon gar nicht, wenn ich gerade nicht in der Stimmung dazu bin. Sondern auf irgendetwas konzentriert, angestrengt nachdenkend, etwas im Kopf formulierend. Oder geistig abwesend, aber nicht in einem Zustand der Glückseligkeit, der mich wahrscheinlich lächeln oder grinsen ließe, sondern vielleicht in einer Melancholie, die mir guttut, in Erinnerungen an irgendjemanden versunken. Manchmal bin ich auch wütend, zornig, genervt. Auch dann kann ich einfach nicht lächeln. Und mit Mimik und Gestik kann ich lange nicht so gut “lügen”, also etwas nicht Geschehen(d)es wiedergeben, wie mit Worten. Wirklich lügen allerdings kann ich mit Worten auch nicht.
Oder sind frei erfundene Geschichten für euch Lügen, gar dreiste, freche Lügen vielleicht?
Jaja, ich wurde vor ein paar Tagen gefragt, warum ich so wenig lächle. Und aufgefordert, doch einfach mal öfter zu lächeln. Dann wäre ich nicht so oft depressiv! Genau! Und wenn ich mir ein Bein gebrochen habe, dann tanze ich einfach mal einen Abend lang Tango, dann geht das wieder und der Bruch spielt keine Rolle mehr … (Ich brauchte einige Zeit, um dieses “Gespräch” zu verdauen.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 28.09.2018 waren ein ruhiger Vormittag, etwas nach einiger Arbeit stark Schwankendes, Feierabendbier.
Die Tageskarte für morgen ist der Bube der Münzen.
© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das kann ich gut verstehen.
Ich bin auch kein Dauerlächler.
Manche sind vorsichtig und können mit mir beim Kennenlernen nichts anfangen, da ich oft ernst schaue. Mir ist es ganz recht so, nerven mich nicht so viele.😉
Ich finde wenn man beruflich zum Dauerlächeln verdonnert wird, geht es erst recht auf die Psyche.
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Beim ersten Satz bitte das „kann“ durch ein „will“ ersetzen.
Ich habe auch keine Grinsewäscheklammern in den Backen.
Ergänzen werde ich es – nach dem Schlafen.
Danke für den Tip.
Ich will auch nicht zum lächeln / fröhlichtun aufgefordert werden. Aber folgendes Experiment erstaunt mich immer wieder:
Nimm dir eine Uhr/Stoppuhr und mach drei Minuten lang ein Grinsegesicht. Dabei NICHT versuchen fröhlich zu sein, sondern es wie eine Physiotherapieübung einfach neutral machen. Nach den drei Minuten kannst du beobachten, ob und wie sich dein Gemütszustand evtl verändert hat.
Die Übung hilft mir in kleinen Tiefs ganz gut, den dicken Nebel ein bisschen zu vertreiben, löst aber natürlich keine Probleme. Aber ohne Nebel erkennt man besser wie groß Sie tatsächlich sind – meistens kleiner als gedacht…
Ab und zu lächeln ist gut, aber nur aus freien Stücken und nicht, wenn andere es von uns erwarten!