Es gleicht sich doch nicht (Nº 015/2018)

Im Garten stehend.

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Dem Dunkel beim Aufsteigen aus der Niederung des Flusses zusehen. Im Garten stehend, am Zaun. Wie es die Ufer heraufkriecht und sich durch die Wiesen wälzt, nach und nach Farben und Kontraste verschluckt. Und wie es sich dann am Waldrand verändert: Plötzlich fällt es von oben auf die Bäme herab, sickert durch die Kronen nach unten zwischen die Stämme, ins Unterholz, auf den Boden. Dort hüllt es alles Leben ein, verbirgt in sich Getier und Pflanzen.

Wenn doch das Vertrauen wie das Dunkel wär'.

So kalt allerdings sollte es nicht sein. Nicht so verbergend. Aber voller umhüllender Geborgenheit. Gäbe es etwas, das sich im Vertrauen verstecken wollte? Sicher sind da Dinge, die nur im Vertrauen offenbart und besprochen und geklärt und gewünscht werden können. Scheue Worte und Sätze, die das Vertauen brauchen wie Eule und Reh die Dämmerung und Dunkelheit. Ich möchte gerade nicht an das verschwörerisch konspirative Vertrauen denken, das doch eher ein Mißtrauen gegenüber Außenstehenden ist. Nein, das der aufzie­henden und herabfallenden, der einhüllenden Dunkelheit ähnelnde Vertrauen ist das zwischen Menschen, die sich füreinander und voreinander öffnen …

Nun stehe ich hier neben dir, und wir sehen gemeinsam dem Dunkel zu, das Besitz ergreift von der Landschaft draußen vor unserem Garten. Und wir wissen, daß es morgen dem Licht weichen muß und nach dem Tag wiederkommen wird. Ich sehe Dich an und weiß, daß dieses Vertrauen eben doch nicht wie das Dunkel ist und (hoffentlich) nie so sein wird. Dankbar umarme ich Dich.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 15.01.2018 waren Kaffee frühmorgens um Fünf, ein (soweit ich es bisher feststelle) gelungenes Systemupgrade, ein Besuch bei der allerallerallerbesten Freudin.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Bube der Kelche.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Es gleicht sich doch nicht (Nº 015/2018)

  1. Arabella sagt:

    Pardon..

    Hell steigt der Nebel. Lichte Dunkelheit, freie Zeit für zaunloses Leben.

    Hinter mir liegt ein nicht gegangener Weg.

    Vor mir Nebel.

    Na und!!!

  2. Sofasophia sagt:

    Stark, stimmungsvoll, berührend.

  3. wildgans sagt:

    „umhüllende Geborgenheit“ – so etwas Schönes!

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