Schlachthofgedanken (2017: 105)

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Leben in Abwesenheit eines (eigenen) Ich scheint mir als Schreibendem durchaus möglich (noch dazu, wo ich aus zwei Ich auswählen könnte, wenn ich es denn wollte oder müßte); jedoch als Mensch und Mann weiß ich aus mißlungenen Beziehungen (in denen ich mein eigenes Ich aufgab), daß es katastrophal bleibt und wird und in einem Kataklysmus endet.

 

 

Ein in der Straßenbahn aufgeschnappter Fetzen (“Leben in Abwesenheit eines Ich”) mußte von mir, an einem Zaun lehnend, unverzüglich vervollständigt werden. Danach war ich nach fast zwanzig Jahren Leben hier in der Stadt zum ersten Mal im ehemaligen Schlachthof auf der Freiimfelder Straße. Dort war es bunt, mit überall herumflatternder Wurstpelle (Kunstdarmfolie) durchzogen, voller Menschen und Hunde. Ein abgesperrtes Gelände einer Industrieruine – ich geh bald wieder hin.

Viele Bilder muß ich bearbeiten (und beschreiben).

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 15.04.2017 waren die Eindrücke in den Ruinen, nette Worte, etwas Gezeichnetes.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Stäbe.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Schlachthofgedanken (2017: 105)

  1. wildgans sagt:

    All das, besonders die überall flatternde Wurstpelle, ist für ich schwer vorstellbar. Dir gibt es was, sonst strebtest du nicht wieder hin…

    • Der Emil sagt:

      Du warst schonwieder (wieso, frag ich mich jedesmal) im Spam gelandet …

      Ich kam noch nicht dazu, die Bilder zu sortieren. Aber vielleicht, wenn Du es siehst, kommt doch ein wenig Neugierde.

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