Kurze Szenen aus einem Alltag
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Die Frau vor mir an der Kasse beim Discounter, der ich zwei Cent schenkte, weil sie sonst einen kleinen Betrag mit einem großem Schein bezahlt hätte, sah mich ungläubig an.
Das kleine, glücklich lächelnde, besondere Mädchen im Kinderwagen durfte seinen Regenschirm selbst halten und juchzte und gluckste vor sich hin.
Der Würde ausstrahlende alte Mann mit weißem Bart, dessen fleckiger Hut nicht zum sonstigen Sonntagsstaat in seiner Weiß- und Reinheit paßte, las im Wartehäuschen sitzend Twitter auf einem Smartphone.
Die überdimensionalen Schalltrichter aus feuerverzinktem Blech, aus denen am Abend Rochus Austs 8. Sinfonie für das Erste Stromorchester als Welturaufführung ertönte: Sie und die aus ihnen drängenden Klänge zeigten Wirkung bei den Menschen.
Der Regen, dessen Tropfen mir auf dem Weg in die RadioRevolten-Festivalzentrale das Kopftuch durchweichte, war nicht warm; und der Wind blies mir Tropfen in den Bart und auf die Brille.
Nacht. Und ich erinnerte mich an einen Spiegel, den ich wegzuräumen vergaß.
Mehr fiel mir gestern nicht auf.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 1. Oktober 2016 waren eine reibungslose Schicht und darum herum besondere Momente.
Tageskarte 2016-10-02: Der Bube der Münzen.
© 2016 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Schöne Impressionen – man muss sie nur sehen…
Feine Beobachtungen.
Nur die, die nicht allzuviel haben, verschenken offen und gern.
Tolle Momentaufnahmen!