Nº 121 (2016): Spontanreimspielerei.

Goethes Faustischer Nachahmer

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Zu Walpurgis nach dem dritten Feierabendbier zu lesen
 

Wahrscheinlich müßte ich wiedermal dichten,
poetische Worte an Lesende richten,
auf Reime achten am Ende der Zeilen,
an Silbenzahlen und Wortlängen feilen.
Die Hebungen sorgfältig rhythmisieren
und Senkungen sauber hineinformulieren.
Drauf achten, daß daraus nicht plötzlich ein leiern-
des Sprechen entsteht. Denn auf manchen Feiern
kommt dieses Leiern nicht wirklich gut an.
Und ich will ja auch zeigen, daß ich dichten kann …

Aber ach, Kopf ist leer.
Keine Reime find‘ ich mehr.

Es geht mir wie Goethen mit seinem Faust.
Auch dem hat es wohl vor den Reimen gegraust?
Oder weshalb hat er darinnen Reime vermieden?

Obwohl: Vom Goethe bin ich reichlich verschieden.

Und zu Walpurgis heut‘ auf die Nacht
hab‘ ich eben Gereime gemacht.

 

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 29. April 2016 waren eine ruhige Schicht, eine liebe Studiogästin, ein gelungener Buchfink.
 
Tageskarte 2016-04-30: XI – Die Gerechtigkeit.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Nº 121 (2016): Spontanreimspielerei.

  1. alltagsfreak sagt:

    Das Gedicht von Dir hier finde ich gut
    es dringt in den Kopf und geht glatt ins Blut.
    Mit der Reimweise macht man sich nicht zum Deppen
    klingt es nach leiern – kann mans auch rappen 🙂

  2. Pingback: Gereimtes – ungereimtes – alltagstauglichkeitstest

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