Ein Anfang, der ein einziges Rätsel bleibt
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Ein freigelassener Anfang:
Es ist Zeit, das Beil aus dem Schuppen zu holen und mit der Arbeit zu beginnen.
Lange hat er auf diesen Tag gewartet, diesen einen, glücklichen Tag, an dem ein Unwetter ihm zuhilfe kam. Und wie froh war er, daß es dieses Unwetter gut mit ihm meinte und das Ungetüm in Richtung Straße warf. Ja, diese alte, seit Jahren trockene Birke direkt neben dem Haus hätte auch auf das Dach stürzen können. Aber wie gesagt, das Glück war ihm hold, der Sturm ihm wohlgesonnen: Das Haus blieb verschont. Deshalb hatte er in den letzten sechs Tagen auf ganz altmodische Weise den Baum mit einer Bügelsäge in “handliche” Stücke zerlegt. Das weiche, trockene, fast morsche Birkenholz setzte ihm kaum Widerstand entgegen, und so flogen mit der gleichmäßigen Bewegung seiner linken Hand Späne durch die Luft, formten auf dem Boden anwachsende und schon im Entstehen vom Wind fast wieder verwehte Häufchen. Jetzt ist es Zeit, den Stapel Birkenkloben in Birkenscheite zu verwandeln. Und auch das zu zerkleinern, was er vor vier Tagen im Inneren des Holzstapels hatte verschwinden lassen.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 13. Oktober 2015 war die Ruhe bei der Hausarbeit.
Tageskarte 2015-10-14: Die Sieben der Kelche.
© 2015 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Keine Leiche, das wäre zu trivial. Vielleicht etwas Zartes, das man ihm nicht zugetraut hätte, dem „groben Kerl“?
Ich habe keine Ahnung. Zettel ohne Datum, nur dieser Text drauf.
Typisch meine Anfangssammlumg. Hmmpff.
Irgendwie passt die Ruhe bei der Hausarbeit gut zu der Tätigkeit des Birkenzersägens. Wäre da nicht die Im Raum stehende Frage, was der Protagonist zu verstecken hat. Der Spannungsbogen lässt mich an Mord und Totschlag denken. Oder an die Beute eines Raubzuges. Vielleicht ist es aber ganz harmlos. Ein Vater, der eine Schatzsuche für den Kindergeburtstag vorbereitet. Obwohl mir die düstere Variante mehr gefallen würde.
Der Text hat nichts mit mir und meinem Erleben zu tun. Eine Fiktion, die ich irgendwann zwischen Oktober 2006 und 2014 (?) notiert habe. Außer diesem Text steht nix auf einem Zetel …
Ich habe das auch als Fiktion gelesen. Ein Stoff für viele mögliche Szenarien.
Ja. Nur welches hatte ich beim Aufschreiben im Sinn?
Ach, es ist heute nicht mehr wichtig …
Aber schön ist es. Du darfst Dir ja nun ein neues Dazu ausdenken 😉
Liebe Grüße!
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