Sprache ist schon wunderlich, oder?
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Da stolperte ich gestern über einige Rätsel bei der Mützenfalterin. Wie ihr dort nachlesen könnt, geht es um die Vorsilbe ver- vor bestimmten Verben.
Wieso gibt es weder lieren, wesen, nichten, gessen als reines Verb? Sind ja alles Worte, welche mit einem ver- vornedran eher negativ konnotiert sind, oder? (Wobei verwesen früher wohl eher als verwalten verstanden wurde, als der Verweser noch seiner Arbeit nachging …)
Warum ist das so?
Ein weiteres Rätsel der Deutschen Sprache …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 26. März 2015 war das MTS-Konzert in Leipzig.
Tageskarte 2015-03-27: Die Sieben der Kelche.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das sind gar keine Rätsel.
Es handelt sich dabei um Wörter, die aus dem alt- oder mittelhochdeutschen Wortschatz kommen und sich, im Laufe der Zeit, gerundet, bzw. angepasst haben.
Ein Beispiel – verlieren / mhd. verliesen / ahd. farliosan geht auf ein nicht mehr existierendes Verb „leu“ = lösen zurück.
Das lässt sich im Herkunftswörterbuch nachlesen, das bringt so manches Licht ins Dunkle. 🙂
Liebe Grüße,
Szintilla
(Pssssst. Soll doch niemend bemerken, daß meine Frage eine eher rhetorische …)
Aber es sind heute eher negativ konnotierte, habe ich den Eindruck, denen eine Vorsilbe ver- nicht mehr entrissen werden kann. Und wenn es so ist, dannn frage ich mich, wieso nur diese!?
Ach so – tut mir leid, stand nicht dran. Sorry. *bg*
Bei der zweiten Frage, warum es nur die negativ konnotierten Wörter sind, bin ich ebenso ratlos … 🙂
Siehste, bleibt doch etwas rätselhaftes 😉
Ertappt beim Rhetorisieren.
Danke für die Denkanstöße, ihr zwei!
Verben mit ver sind alle negativ?
Versprochen, nicht alle…
Nein, nicht alle. Aber viele von denen, deren Ohne-ver-Form nicht (mehr) zu existieren scheint. Standen – ähm, ver-standen hab ich das bisher nicht.
Richtig, die meisten gehen nicht ohne ver, lach.
Bin ver- wirrt. 😊
Aber zu wirren gibt es auch noch ent-wirren und sch-wirren 😉