Am Ende Hoffnung, vielleicht hoffnungslos (54/311)

In einem Buch mit vielen gebrochenen Texten gefunden

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Auf der Spitze der Nadel bin ich nur noch für mich zuständig. Vielleicht ersetzt man mich mit einem Stein.
 

Ich wache auf, komme zurück, finde mich auf einer Bank im Park in Gänsehaut. Später höre ich das Weinen.
Ich bemerke die alte Frau, die vor einem frischen Erdhügel steht und weint. Sie erschrickt, als ich sie anspreche. Sie sagt, sie wüßte, daß es verboten sei, aber sie hätte nirgendwo sonst ein Plätzchen für ihren Hund gefunden. Und sie wolle ihn doch nicht in die Abdeckerei geben, sondern nur ab und zu hierherkommen können, weil sie sonst niemanden auf der Welt hätte.
Ich höre ihr zu.
Ich gehe ein Stück mit ihr.
Sie bittet mich wiederzukommen. Ich sage ja, denn vielleicht sind wir für uns beide übriggelieben.
Ich werde morgen wieder zu ihr gehen, und wir werden uns zuhören.

Wolfgang Gabel: Ganz woanders, aber mittendrin
Das Ende der Geschichte “Dann hau ich ab, woandershin” S. 109
© 1990 by Arena Verlag GmbH, Würzburg, ISBN 3-401-08014-8

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 22. Februar 2015 war das reibungslose Funktionieren der Technik.
 
Tageskarte 2015-02-23: Die Neun der Schwerter.


Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Am Ende Hoffnung, vielleicht hoffnungslos (54/311)

  1. Sofasophia sagt:

    Oh, das mag ich – so geht Menschsein, denke ich.

  2. Pingback: Eine besondere Klassenfahrt (55/310) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

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