Das 8. Türchen: Mundartlicher Adventsdufttext.


Mal wieder: Neudorfer Weihrauchkerzen.

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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen.
 
Ich wünsche all diesen Menschen und mir eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für alle, die Hoffnung brauchen.

 

 

De Neidorfer Weihrichkarzle gehäärn bei mir zenn Advent wie de Adventslichter. Se waarn in enn klenn Dörfl geleich naabn Annebaarg-Buchholz un Oberwiesnthol haargestellt – in Neidorf. Hätt kaaner gedacht vun eich Leit do draußn, gelaab ich. Und de Haarstellerfirma liefert aah de drzugehääringn Räächerhaisle, oder besse gesaht: Peremettn, Uufn, Dampfloggemodiefn unn segar e altbekannte, vrzinkte Asch-/Milltonn. Waar kah sich dää nett dra daanne Blaachdingr drinnern, die’s in manning Eckn heit noch ze saah gibbt? In menn Bild ubn drubn sei daar ruut-schwarze Kichnuufn und de klaane silbriche Peremett ze saah.

Aane Besonnerheit hobn alle Raacherkarzleuufn aus Neidorf. De Karzle stinne net, naa, die hänge mit dr (ahgezundne) Spitz nowärts. Esu kenne die vollstännich ohbrenne, un aah dos Stickl, of denn de Karzle sistern stinne, vrglimmt un entwicklt senn wunnerbarn Duft.

Der Haarstellerfirma, Huss Juergn, is e gar vichelantes Unnernaahme und hoot aah einiche (viere) lustiche Zaachntrickfilmer in aargebirgischer Sprooch prodeziert. Aans drvah, das zenn Christbaam, mechet ich heite zeign:

Oder ich gelaab, dodrmiet warsch for heite genuch vunn Aarzgebirgischn. Unn genuch Waarbing for menn Lieblingsweihnachtsduft warsch aah. Oder wos in daann Viehdscho gesaaht werd, dos iebersetz ich eich fei net.

Nu wünsch ich Eich e besinnliche Zeit und sooch Adtscheh mit’n inn Aarzgegbirg ieblichen Gruß “Gelick Auf!”

 

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 7. Dezember 2014 war der ruhige Morgen.
 
Tageskarte 2014-12-08: Die Vier der Stäbe.

© 2014 – Der Emil. Eigener Text, nicht aber das Video, unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Das 8. Türchen: Mundartlicher Adventsdufttext.

  1. Gudrun sagt:

    Dor Kichnuufn! Schön. Ich war als Kind gerne in der Küche, sowohl bei meiner Oma als auch zu Hause. Wenn der Ofen bullerte, war es so richtig gemütlich. Meine Oma röstete immer Brot auf dem Ofen.
    Ich verstehe es noch ganz gut, deine Heimatmundart. So weit ist es ja auch nicht weg vom Altenburgschen. Ich finde es sehr schade, dass ich es in diesem Jahr wieder nicht nach Annaberg geschafft habe. Das Pyramidenanschieben ist mir somit wieder entgangen.
    Du hast auch manchmal Sehnsucht nach der alten Heimat, gell? Wie sagen die Altenburger? Derheeme ist derheeme.

  2. Sofasophia sagt:

    Ich kanns lesen UND verstehen. yesss. Dein Ur-Dialekt. Fein.

  3. Gela sagt:

    Ei dor Daus!

  4. Pingback: Christoph ist verschwunden | Sofasophien, Fallmaschen & Herzgespinste

  5. Gabi sagt:

    Ich muss zwar recht aufpassen, aber im Grunde genommen hab ich den Text und das Video recht gut verstanden.
    In Wien sagt man auch „Christbam“. 🙂
    LG Gabi

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