18. Türchen: Hildes Versprechen (Nº 352)

Und die Dichterin ist nicht zu finden

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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind. Und ganz besonders schreibe ich meinen Adventskalender in diesem Jahr für eine Bloggerin.
 
Ich wünsche mir und Dir, Chaoskatze, eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für Dich und für alle Menschen, die Hoffnung brauchen.

 

 
Weihnachtsgeschenke

Hilde Philippi (∗ 1941)
 

Die Mutter zum Kind: Was wünschst Du Dir?
Tamagochi, drei oder vier?
Barbie und Teddy, Computerspiel?
Sag‘ was Du willst, wär’s auch noch so viel!
Leis‘ sagt das Kind: Du weißt, was mich freut!
Schenk‘ mir ein bißchen von Deiner Zeit.

Der Gatte zur Gattin: Was wünschst Du Dir?
Kauf‘ Dir was Schönes beim Juwelier.
Oder ein Kleid, einen Pelz, einen Schal!
Sag‘ was Du willst, Geld ist schließlich egal!
Leis‘ sagt die Frau: Alles dies freut mich kaum!
Laß mir doch endlich ein klein wenig Raum!

Der Junge zum Alten: Was wünschst Du Dir?
Irgendwas Praktisches steht noch dafür!
Wäsche und Strümpfe, ein Hemd aus Flanell,
sag‘ was Du willst, aber sag‘ es mir schnell!
Leis‘ sagt der Alte: Das Zeug brauch‘ ich nie.
Schenk‘ mir von Dir etwas Energie!

Ich frage Dich: Was wünschst Du Dir?
Schöne Geschenke in Goldpapier?
Oder Verständnis, Geduld, Toleranz.
Zuwendung, Ehrlichkeit, Akzeptanz,
öfter ein freundliches Wort von mir?
Sag‘ was Du willst, ich schenke es Dir!

Hilde Philippi, Weihnachtsgeschenke, aus: Erika Pluhar (Hg.), Die stille Zeit.
Geschichten und Gedanken nicht nur zu Weihnachten.
Herder spektrum 5884, 3. Auflage der Gesamtauflage
© Verlag Herder Freiburg i. Breisg. 2004 2007. ISBN 978-3-451-05884-4

 

« Hilde Philippi, nach Angaben österreichischer Medien geboren 1941 in Klosterneuburg, politisch engagiert, ehemalige Bezirksrätin in Wien, begeisterte Hobby-Dichterin …» – mehr als Peter Reinhardt in seinem Leserforum-Artikel vom Trierischen Volksfreund konnte ich im Internet auch nicht herausfinden über die Österreichische Autorin.

Sie spricht mir aber aus dem Herzen. Deshalb zitiere ich das eine Gedicht komplett. Und ergänze somit u. a. meinen Wunschzettel

 

Eine friedvolle, besinnliche Zeit wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 17. Dezember 2013 war, daß ich mit einer Krücke einkaufen gehen konnte. (Weniger schön ist, daß mich jetzt noch ein Sauschwerer Männerschnupfen zu ereilen scheint.)

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu 18. Türchen: Hildes Versprechen (Nº 352)

  1. nextkabinett sagt:

    Dich hat’s aber gerade heftig erwischt. Das heißt aber doch wohl auch eine Auszeit im Radio oder etwa nicht?

  2. Gabi sagt:

    Hoffe, Du bist in der Zwischenzeit wieder gesund und Deinem Fuß gehts besser. Manchmal kommt halt leider alles zusammen.
    LG Gabi

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