Die Hohe Kunst der Bachtrompete
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“Kunstbanausen! Kulturbanausen, alles Kultur- und Kunstbanausen!” So schimpfte er vor sich hin, als er nach einem halbstündigen Trompetenkonzert in der Fußgängerzone mit klammen Fingern sein Instrument in den Koffer packte. Niemand war stehengeblieben, nicht eine Münze war ihm zugeworfen worden. Dabei hatte er seiner Bachtrompete hingebungsvoll exakt dieselben Töne entlockt wie sein großes Vorbild Ludwig Güttler. “Wahre Kunst wissen die alle nicht zu schätzen, und die Mühen eines Künstlers auch nicht.” So brummelte er und stopfte beim Weggehen die Fäuste in die Manteltaschen. Nun, beim nächsten Mal würde er die Töne wohl auch noch in derselben Reihenfolge spielen müssen wie Professor Güttler.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 8. Oktober 2013 waren ein Telefonat, eine Mail, der Besuch auf dem Markt.
© 2013 – Der Emil. Der Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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c’est le ton qui fait la musique – aber die reihenfolge ist auch nicht unrelevant 🙂
ein schöner nachdenk & schmunzel-text!
Bien que je suis technicien pour la radio en française – aber ich kann doch kein Französisch!
Doch doch, den Satz hab ich schon verstanden 😉
Eine schöne Pointe! ;o)
Danke!
Sie hat mich sehr berührt, deine Geschichte, lieber Emil. Wirklich gut geschrieben.
Manch einer hat eben nur die Straße, um sein Können zu zeigen. Und dort nimmt man ihn kaum zur Kenntnis, egal, wie nahe er Güttler musikalisch steht. Und dann kenne ich eine Band (Musikstudenten), denen die Straßenmusik richtig Spaß macht. Den Zuhörern gefällt es auch, nicht aber den Behörden. Die legen große Steine in den Weg.
Naja, da gibt es eine Zeitbegrenzung und man braucht einen Schein vom Ordnungs- oder Gewerbeamt (hier in Halle).
Straßenmusik macht Spaß. Aber jetzt stell Dir mal vor, jemand spielt alle Töne eines Bachschen Trompetenkonzertes geordnet nach Tonhöhe (steigend) und Dauer (kürzer werdend) … 😉